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Intel und Micron gehen für 3D-XPoint-Entwicklung getrennte Wege

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imflashNach 12 Jahren haben Intel und Micron Anfang des Jahres angekündigt, ihre Zusammenarbeit zu beenden. IM Flash Technologies (IMFT) soll als Gemeinschaftsprojekt aber noch einige Projekte und Technologien fertigstellen. Bereits 2012 gab es den ersten kleinen Bruch, denn beide Unternehmen trennten die Produktion auf. Forschung und Entwicklung wurden allerdings weiterhin zusammen betrieben.

Offenbar hatte man aber noch längerfristige Pläne bezüglich der Entwicklung einer zweiten und dritten Generation des 3D-XPoint-Speichers. Doch auch diese haben sich nun geändert. Die zweite Generation des 3D-XPoint-Speichers soll noch gemeinsam fertig entwickelt werden. Diese Entwicklung soll in der ersten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen sein. Die dritte Generation will Intel dann alleine weiterentwickeln. Ob Micron überhaupt noch daran interessiert ist, ist wenig wahrscheinlich, denn bisher ist Intel der einzige der beiden Partner, der Produkte mit 3D-XPoint-Speicher anbietet.

3D-XPoint-Speicher zeichnet sich besonders durch niedrige Latenzen aus, muss aber nicht zwangsläufig eine höhere Bandbreite erreichen. Intel verkauft die entsprechenden SSDs unter der Marke Optane. Derzeit arbeitet man daran, diese SSDs günstiger anbieten zu können, was sicherlich maßgeblich von der Fertigung abhängt. Die kleinen Caching-SSDs sind bereits erhältlich und gleiches gilt auch für die größeren Enterprise- und High-End-Desktop-Modelle. Ab dem kommende Jahr wird der Speicher in Form von Optane DC Persistent Memory DIMM-Modulen im Serverbereich eine wichtige Rolle für Intel spielen.

Mit der zweiten Generation werden sicherlich die "Schwachpunkte" von 3D XPoint der ersten Generation adressiert sowie höhere Kapazitäten angestrebt. Micron hingegen plante, Speicherprodukte mit 3D XPoint unter QuantX zu vermarkten. Bisher ist davon aber nichts am Markt angekommen und derzeit deutet vieles daraufhin, dass Micron auch keine direkte Anwendung für 3D XPoint plant.

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Kommentare (3)

#1
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Registriert seit: 01.01.2015
€Uropäische Union - Bairischer Sprachraum
Flottillenadmiral
Beiträge: 4195
Scheint mir noch nicht ausgereift und finanziell attraktiv zu sein.
Sagt mal, hat sich das wer von uns schon eingebaut und getestet? Wie ist das in der Praxis?
#2
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Registriert seit: 12.05.2013

Vizeadmiral
Beiträge: 7723
Zitat lll;26415298
Scheint mir noch nicht ausgereift und finanziell attraktiv zu sein.
Sagt mal, hat sich das wer von uns schon eingebaut und getestet? Wie ist das in der Praxis?


Sind schnell, haben ne niedrige Latenz, von der Bandbreite her aber nicht besser als viele NVMe SSDs.
Die niedrigere Latenz bemerkt man als Endanwender nicht, ist maximal etwas für Datenbanken usw.
Die Preise passen überhaupt nicht zur gebotenen Kapazität und Leistung zu dem Preis.

NVMe SSDs sind für Spiele PCs die deutlich bessere Wahl. Dazu ist man bei NVMe nicht an Intel und Z370 aufwärts gebunden!
Um die Mickrigen 32GB usw. Optane Dinger zu verkaufen versucht Intel es so zu vermarkten, dass man damit alte HDDs die man schon besitzt stark beschleunigen kann. Das funktioniert dann wie eine SSHD und auch wirklich ziemlich gut.
Aber leider lässt Intel halt einfach mal aus, dass eine NVMe SSD sich dazu genauso gut einsetzen lässt aber deutlich billiger ist.

Alte HDDs damit zu beschleunigen ist sowieso ein bescheuertes Argument, denn man braucht halt mindestens Kabylake und Z370, also einen neuen Rechner.


Die Bindung an Intel und der gleichzeitige Misserfolg von Optane bringt außerdem noch das Risiko, was passiert wenn Intel Optane in paar Jahren einstampfen sollte? Dann kann man die Optanes wohl dann nicht mal mehr mit neuen Intel Systemen verwenden...



Alles in allem ein für Consumer komplett überflüssiges Produkt. NVMe SSDs sind für Consumer die deutlich bessere Wahl.
#3
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 456
Theoretisch sollten 3D-Xpoint und andere ReRAM Speicher das Potenzial haben deutlich höhere Integrationsdichten zu erreichen als sowohl Flash Speicher als auch DRAM.

Damit sollte 3D-Xpoint auf lange Sicht nicht nur wesentlich schneller sein können als Flash, vor allem beim Schreiben, sondern vor allem auch wesentlich billiger. Damit könnte 3D-Xpoint den Speichermarkt revolutionieren und Flash komplett, DRAM wenigstens teilweise ablösen.

Micron scheint aus unbekannten Gründen aber die Hoffnung darauf das die Technologie dieses Potenzial hat oder jedenfalls darauf das es mittelfristig wirklich zu tragen kommt.
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