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Intel und Micron beenden ihre Zusammenarbeit

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imflashVor gut zwölf Jahren schlossen sich Intel und Micron zu einem Joint Venture zusammen. Ziel war die Entwicklung neuer NAND-Technologien, denn Intel wollte im Speicherbereich eine größere Rolle spielen und Micron sollte von den Fertigungstechnologien von Intel profitieren. Das IM Flash Technologies (IMFT) getaufte Unternehmen brachte einige Neuheiten auf den Markt, die beide Unternehmen separat vermarkteten.

Nun vermelden beide Partner das Ende der Zusammenarbeit.

Die Ziele beider Unternehmen waren aber sehr unterschiedlich. Intel nutzt den NAND ausschließlich für die eigenen SSDs und konzentrierte sich dabei auf den Enterprise-Markt. Micron hingegen fährt zweigleisig – verwendet den Speicher in eigenen Produkten, bietet den NAND aber auch am freien Markt an. Bereits 2012 gab es den ersten kleinen Bruch, denn beide Unternehmen trennten die Produktion auf. Forschung und Entwicklung wurden allerdings weiterhin zusammen betrieben. Während Micron aber noch in die planare Fertigung von NAND in 16 nm investierte, stellte Intel hier schon auf eine 2,5D/3D-Fertigung um.

Im Grunde sind beiden Unternehmen aber in etwa auf dem gleichen Stand. Beide liefern derzeit ihren 3D-NAND der zweiten Generation mit 64 Layern aus. Die dritte Generation mit 96 Layern ist fertig entwickelt und soll in Kürze ausgeliefert werden.

Worin genau der Grund für die Beendigung des Joint Ventures liegt, ist unklar. Nicht zwangsläufig muss es zu Differenzen gekommen sein, womöglich sind alle geplanten Ziele erreicht und aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung beider Unternehmen macht eine gemeinsame Entwicklung keinen Sinn mehr. Bis eventuelle Auswirkungen der Aufspaltung sichtbar werden, wird es ohnehin einige Jahre dauern.

Derzeit sind Intel und Micron dabei, die letzte gemeinsame Entwicklung verstärkt in den Markt zu drücken. 3D-XPoint-Speicher zeichnet sich besonders durch niedrige Latenzen aus, muss aber nicht zwangsläufig eine höhere Bandbreite erreichen. Intel verkauft die entsprechenden SSDs unter der Marke Optane. Derzeit arbeitet man daran, diese SSDs günstiger anbieten zu können, was sicherlich maßgeblich von der Fertigung abhängt. Die kleinen Caching-SSDs sind bereits erhältlich und gleiches gilt auch für die größeren Enterprise- und High-End-Desktop-Modelle.

Micron hingegen plante, Speicherprodukte mit 3D XPoint unter QuantX zu vermarkten. Bisher ist davon aber nichts am Markt angekommen. Beide Unternehmen haben derzeit keinerlei Ankündigungen in diesem Bereich zu machen.

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