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Imagination Technologies: Britischer GPU-Entwickler wird von chinesischer Beteiligungsgesellschaft geschluckt

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Imagination Technologies geriet dieses Jahr in eine große Krise, nachdem Apple die Partnerschaft mit dem britischen GPU-Entwickler beendete hatte. So stand der Entwickler, welcher den meisten Lesern für seine PowerVR-Grafikchips bekannt sein dürfte, schon seit einiger Zeit zum Verkauf. Der Aktienwert fiel zeitweise um mehr als 70 % und als Apple dann quasi direkt vor der Haustür ein eigenes Büro eröffnete, um ausgerechnet dort Grafikchips zu entwickeln, spitzte sich die Lage immer weiter zu. Nun hat die ganze Angelegenheit ein Ende, denn die chinesische Beteiligungsgesellschaft Canyon Bridge Capital Partners übernimmt Imagination Technologies für umgerechnet rund 564 Millionen Euro. Damit liegt das Angebot 42 % über dem letzten Kurswert an der Börse. Allerdings geht die Abteilung für Embedded-Lösungen bzw. MIPS-Architektur an Tallwood MIPS aus Kalifornien.

Imagination Technologies galt einst als Star der britischen Technologie-Industrie. Nachdem Apple die zuvor über Jahre bestehende Partnerschaft beendete, geriet das britische Unternehmen aber rasch in die Krise. Denn mehr als die Hälfte der bisherigen Verkäufe erwirtschaftete man allein dank der Partnerschaft mit iPhone-Hersteller. Letzterer setzte dieses Jahr in den neuen Apple iPhone 8, 8 Plus und iPhone X erstmals auf eine selbst entwickelte GPU. Mit dem ehemaligen Partner ging Apple nicht allzu zimperlich um, denn neben der Eröffnung eines eigenen Zentrums für Forschung und Entwicklung nahe der Büros von Imagination Technologies warb man auch noch dessen Chief Operating Officer John Metcalfe ab.

Canyon Bridge Capital Partners hat bestätigt, dass man Imagination Technologies am Standort in Großbritannien erhalten wolle und auch keine Mitarbeiter entlassen werde. Zu den weiteren Zukunftsplänen fehlen sonst aber noch konkretere Informationen.

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