Seite 10: Fazit

Die Erwartungshaltung an ein zu testendes Produkt ist sicherlich von vielen Faktoren abhängig und im Falle der Patriot P400 auch nicht allzu leicht zu benennen. Als Massenspeicher, der bereits vom Hersteller nicht zur Spitzen-Serie benannt wird, keinen DRAM vorweisen kann und einen unbekannten Speicher-Controller verbaut hat, liegt der Reiz meist eher in technischer und preislicher Perspektive. Eine Leistung jedenfalls wie sie uns die P400 nun nach Abschluss aller Benchmarks präsentiert, hatten wir so nicht erwartet. 

Einen Hauptanteil dieses positiven Fazits hat ohne Frage der verwendete Innogrit IG5220. Trotz des Verzichts auf dedizierten DRAM und dem Zusammenspiel mit NAND, der die Spezifikationen des Controllers nicht ausreizen kann, bietet die SSD konstant gute Ergebnisse, die vor allem mit einer Top-Platzierung in den Anwendungsbenchmarks gekrönt wird. Auch im Belastungstest kann der fehlende DRAM gut kaschiert werden, sodass auch hier die Ergebnisse konstant gut sind und etwa auf dem Level sehr guter Phison-E18-SSDs liegen. Eine Eigenschaft, die sich die P400 mit diesen teilt, ist dabei die Hitzeentwicklung, die sich im Extremfall auch nachteilig auf die Leistung auswirkt. Dabei muss jedoch erwähnt werden, dass die Tests allesamt ohne aktive Kühlung durchgeführt wurden.

Patriot P400
Patriot P400
Patriot P400
Patriot P400
Patriot P400
Patriot P400
Patriot P400
Review der Patriot P400
Review der Patriot P400
Review der Patriot P400
Review der Patriot P400
Review der Patriot P400
Review der Patriot P400
Review der Patriot P400
Review der Patriot P400
Review der Patriot P400
Review der Patriot P400
Review der Patriot P400
Review der Patriot P400

Neben also einer insgesamt sehr hohen Performance kann auch der Preis durchaus für die Patriot P400 sprechen. Unser Testsample mit einer Kapazität von 1 TB liegt aktuell etwa bei 134 Euro und damit günstiger als die Dauer-Empfehlungen von Crucial, Samsung und Western Digital. Doch der Abstand ist auch hier gering. So kostet die WD_Black SN850 nur etwa 10 Euro mehr und bietet dafür noch ein (kleines) Leistungsplus und eine deutlich geringere Abwärme. Spannend können also vor allem weitere Preisentwicklungen sein, die sich momentan nicht abschätzen lassen, da die Patriot P400 erst seit Kurzem überhaupt verfügbar ist. Auch wenn die P400 also nicht für Gamer oder Content Creator beworben wird, kann hier durchaus zugeschlagen werden. 

Positive Aspekte der Patriot P400

  • Sehr hohe Anwendungsleistung
  • Konstante Leistung auch unter hoher Belastung
  • Fairer Preis

Negative Aspekte der Patriot P400

  • Temperaturbedingte Drosselung ohne zusätzliche Kühlung
  • Nur drei Jahre Garantie
  • Kein Modell mit mehr als 1 TB (bislang)

Preise und Verfügbarkeit
1TB Patriot M.2 SSD P400 PCIe 3.0 NVMe 5000/4800MBs
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 108,99 EUR