Seite 10: Fazit

Zusammenfassend lässt sich für die PNY XLR8 CS3140 ein gemischtes, aber nicht uninteressantes Bild zeichnen. Die SSD bietet aktuelle Hardware mit einem effektiven und attraktiven Kühler, sodass der HighEnd-Anspruch durchaus nachzuvollziehen ist. Wie gut dieser jedoch erreicht wird, steht auf einem anderen Blatt. In den synthetischen Benchmarks sind Licht und Schatten abwechselnd zu finden. Mal sieht es wahlfrei schreibend sehr gut aus, mal lesend - und im nächsten Test wieder umgekehrt. Die Realität in wiederholfähigen Benchmarks abzubilden ist nicht einfach, das Gesamtbild jedoch zumindest interpretierbar. Als Stärke der PNY XLR8 CS3140 muss daher in jedem Fall das Kopieren von Daten erwähnt werden. Zwar sind die ISO-Ergebnisse bestenfalls durchwachsen, Programm- und Spiele-Profil hingegen umso beeindruckender. 

In den Anwendungsbenchmarks konnten wir schließlich die SSD etwas deutlicher bewerten. Hier zeigte sich klar, dass die PNY XLR8 CS3140 vor allem lesend zu den besten Massenspeichern gehört, die wir bislang getestet haben. Hier wird unser Testsample dem High-End-Anspruch vollends gerecht. Doch zur Kehrseite der Medaille gehört leider auch die Schwäche beim Schreiben, sodass selbst die PCIe3-Budget-SSD aus selbem Haus, die CS3030, noch teilweise schneller ist. Das soll dabei nicht zwangsweise überinterpretiert werden - es obliegt dem Käufer, sein eigenes (Speicher-)Verhalten zu hinterfragen und zu reflektieren. In den Alltagsszenarien vieler Anwender und vor allem Spieler dürfte die CS3140 sicherlich näher am Optimum zu finden sein. 

Als in jedem Fall optimal dürfte der Kühler zu nennen sein, der nicht nur optisch, sondern auch thermisch überzeugen kann. Das eloxierte Aluminium mit feinen Kühlrippen kann die Wärme problemlos an die Umgebungsluft abgeben, sodass wir keine Drosselung feststellen konnten - zumindest was die Temperatur betrifft. Eine Drosselung des (Pseudo-)SLC-Caches hingegen haben wir wie bei der Corsair MP600 Pro schon sehr bald feststellen müssen. Der aktuelle Phison PS5018-E18 kommt in beiden Modellen zum Einsatz, das Verhalten gerade bei gefüllter SSD ist daher praktisch gleich. Werden bei relativ stark gefüllter SSD dennoch einige Gigabyte Daten geschrieben, erfolgt dies dank modernem TLC-NAND von Micron mit immerhin gut 1.000 MB/s ziemlich flott - und damit beispielsweise schneller als bei einer Samsung 980 PRO. Dies kann zwar nicht über die wiederum vergleichsweise hohen Schreib-Latenzen hinweg täuschen, doch die Gesamtleistung stimmt. 

Abschließend bleibt zu sagen, dass die PNY XLR8 CS3140 vor allem für PowerUser mit lese-intensiven Anwendungen und Gamer interessant sein dürfte. Hier kann die SSD ihre Stärken ausspielen. Alternativ sind natürlich die aktuellen Top-Modelle von Samsung und Western Digital stets einen Blick wert. Hier ergibt sich kumuliert noch ein Leistungsplus nach oben, aktuell sogar zu einem günstigeren Preis. Sollte sich der Markt allerdings irgendwann beruhigen und die CS3140 den preislichen Weg der CS3030 einschlagen, steht einer Empfehlung nichts im Weg.

Positive Aspekte der PNY XLR8 CS3140:

  • Sehr schnell lesend bzw. bei lese-intensiven Anwendungen
  • Hohe Kopierleistung
  • Kühler ist sehr effektiv
  • Auch ohne (Pseudo-)SLC-Cache mit hoher Schreibrate 
  • Fünf Jahre Garantie

Negative Aspekte der PNY XLR8 CS3140:

  • Schreibend eher schwach
  • Keine TBW-Angaben des Herstellers
  • Aktuell zu teuer

Preise und Verfügbarkeit
PNY XLR8 CS3140
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 376,85 EUR