Seite 10: Fazit

Am Ende des Reviews angelangt, spricht also eine ganze Menge für die HP SSD S700 Pro, aber auch einiges dagegen. Die soliden Eckdaten der SSD können letztlich nicht über alle Mängel hinwegtäuschen. Zwar kann die S700 Pro einerseits mit TLC-NAND aufwarten, was gerade gegen die zunehmende QLC-Konkurrenz einen Vorteil birgt, andererseits zeigt sich teilweise das Alter des verwendeten Micron-NAND erster Generation. So sind die Latenzen beispielsweise deutlich besser als bei den QLC-Referenzmodellen, jedoch eben schlechter als beispielsweise bei den TLC-Modellen von Samsung oder gar der TeamGroup T-Force Vulcan, die denselben SM2258-Controller von Silicon Motion nutzt.

Die Vorteile der HP SSD S700 Pro sind andere. Dass die SSD nicht auf einen (Pseudo-)SLC-Cache zurückgreifen muss, sondern die Kapazität konstant beschreiben kann, verdient sicherlich Beachtung und könnte bereits dem ein oder anderen als Kaufargument ausreichen. Außerdem hebt sich die SSD von HP auch im Verhalten der Anwendungsleistung ab. Auch wenn diese nicht unbedingt im SATA-Spitzenfeld kumuliert auftaucht, ist die Stärke bei schreibintensiven Anwendungen nicht unbedingt üblich. Die meisten Laufwerke sind lediglich lesend sehr schnell, allen voran natürlich die QLC-Massenspeicher. In diesen Anwendungen konnte die S700 Pro selbst zur Samsung 860 PRO aufschließen, die immer noch als SATA-Messlatte zu sehen ist. 

Der Vorteil der HP-SSD ist dabei jedoch im direkten Vergleich sicherlich im Preis zu finden, denn während das PRO-Modell von Samsung mit 1 TB Kapazität immer noch kaum für unter 200 Euro zu finden ist, liegt die S700 Pro etwa bei der Hälfte. Dennoch kann das Preisleistungsverhältnis nicht als Stärke herausgehoben werden, denn damit ist die HP-SSD nicht unbedingt günstig, die Samsung nur eben entsprechend teuer. Die bereits genannte TeamGroup T-Force Vulcan kostet meist unter 100 Euro, war jedoch konstant schneller in unserem Testparcours.

Abschließend ist die HP SSD S700 Pro sicherlich eine interessante SSD für User, die ganz bestimmte Eigenschaften in einem Massenspeicher suchen. Ein Detailblick in die Ergebnisse kann sich lohnen, auch wenn sicherlich keine High-End-Leistung zu erwarten ist. 

Positive Aspekte der HP SSD S700 Pro:

  • Konstante sequenzielle Schreibleistung
  • Gute Leistung bei schreibintensiven Anwendungen
  • Gute Latenzen

Negative Aspekte der HP SSD S700 Pro:

  • Schwache Kopierleistung
  • Schwache Leistung in leseintensiven Anwendungen