Seite 2: Leistung, Laufzeit und Kühlung

Leistung

Das wichtigste zuerst: Im Aspire R13 setzt Acer auf Intels „Haswell“-Generation. In puncto Leistung sind dementsprechend keine großen Überraschungen zu erwarten. Ob sich die Taiwaner aufgrund der so vorhandenen Mehrleistung oder aufgrund der Verfügbarkeit gegen den neueren Core M entschieden haben, ist nicht bekannt. Allerdings werben erste Händler mit einer Konfiguration, in der ein „Broadwell“-basierter i7 stecken soll. Bis dahin haben Interessierte die Wahl zwischen dem altbekannten i5-4201U und dem schnelleren i7-4510U.

SSD und RAM lassen sich tauschen, Fingerspitzengefühl ist dafür aber nötig
SSD und RAM lassen sich tauschen, Fingerspitzengefühl ist dafür aber nötig

In der Testkonfiguration (NX.MQQEG.002) wird ersterer verbaut. Geboten werden dementsprechend zwei Kerne, Hyper-Threading und CPU-Taktraten zwischen 1,7 und 2,7 GHz. Gefertigt wird in 22 nm, der L3-Cache bietet eine Kapazität von 3 MB, die TDP beziffert Intel mit 15 W. Ebenso wenig Überraschungen gibt es hinsichtlich der integrierten GPU. Die HD Graphics 4400 taktet mit 200 bis 1.000 MHz und teilt sich sowohl TDP als auch Cache mit dem CPU-Part des Prozessors. Während hinsichtlich des Chips zumindest ein gewisses Maß an Wahlfreiheit besteht, verzichtet Acer in Sachen Speicher auf diese. Denn alle Konfigurationen des Aspire R13 werden ab Werk mit 8 GB RAM, die i5-Versionen müssen zudem mit 256 GB großen SSDs auskommen; das i7-Modell verfügt über den doppelten Platz. Sowohl Arbeitsspeicher als auch Massenspeicher können getauscht werden, allerdings hat Acer den Zugang aufgrund des Gehäuseaufbaus ein Stück weit erschwert - Geduld und Fingerspitzengefühl sind zwingend erforderlich.

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Dafür kann die Massenspeicherkapazität auch günstig erweitert werden. Denn dank eines zweiten Slots kann einfach eine zweite SSD zusätzlich verbaut werden. Anders als von Acer beworben, kommt zumindest in der getesteten Einstiegsvariante kein RAID 0 zum Einsatz. Wie Tests anderer Konfigurationen zeigen, ist dies kein größerer Verlust, denn von den theoretisch erreichbaren Übertragungsraten bleiben diese weit entfernt, die in der begutachteten Version verbaute SSD bringt es alleine immerhin auf 513 MB pro Sekunde - kein überragender, aber ein dennoch guter Wert.

Ähnlich sieht es in den anderen Leistungsmessungen aus. Auch in PCMark, 3DMark und Cinebench werden Resultate geboten, die fast durchgängig für das obere Drittel - wenn man sich auf Ultrabooks und ähnliche Geräte beschränkt, ausreichen. Für die Praxis bedeutet dies, dass es während der üblichen Einsätze mit Browsern, Office und Co. zu keinerlei Einschränkungen kommt.

Erwähnt werden muss aber, dass das Aspire R13 unter voller Last, die im Alltag eher selten vorkommt, gedrosselt wird. In einem solchen Fall sinkt der CPU-Takt auf knapp 900 MHz, wie bei „Haswell“ üblich erhält die GPU eine höhere Priorität und kann dementsprechend mit rund 600 MHz ungebremst weiterarbeiten.

Laufzeit

Mit 48 Wh bietet der Akku eine für Notebooks dieser Größe übliche Kapazität. Zum Vergleich: Lenovos Yoga 3 Pro bringt es auf knapp 45 Wh, das Dell XPS 13 auf 55 Wh, Acers Aspire S7 auf 47 Wh. Deshalb fallen die Laufzeiten unter Last wie erwartet aus: Im PCMark 8 schafft das Testgerät mit einer Ladung gut 3,5 Stunden, Battery Eater im Classic-Modus attestiert etwas mehr als 2 Stunden. Für eine Überraschung sorgt das Aspire R13 aber, wenn der Nutzer nur wenig Leistung fordert. Denn im leerlauf-ähnlichen Betrieb reicht es für gut 12 Stunden, ganze Tage im Büro oder der Uni lassen sich somit problemlos überbrücken - das Ladegerät kann häufiger zuhause gelassen werden.

Gut bei hoher, sehr gut bei geringer Last - die Laufzeiten überzeugen
Gut bei hoher, sehr gut bei geringer Last - die Laufzeiten überzeugen

Möglich wird dies durch einen geringen Maximalverbrauch - 7,9 W - bei geringer Last, in der Spitze genehmigt sich das Notebook knapp 30 W.

Kühlung

Angesichts der Drosselung des Prozessors stellt sich die Frage nach zu hohen Temperaturen nicht zu Unrecht. Ein Stück weit kann hier jedoch Entwarnung gegeben werden, mit 79 Grad Celsius ist der i5 deutlich von kritischen Werten entfernt - umso ärgerlicher ist jedoch die Bremse. Ein abweichendes Bild zeichnet sich hingegen beim Gehäuse ab. Bei geringer Last erwärmt es sich auf durchschnittlich etwa 27 und 31 Grad Celsius an Ober- und Unterseite, punktuell werden Spitzen von bis zu 41 Grad Celsius erreicht, was für ein Ultrabook ein verhältnismäßig hoher Wert ist.

Vor allem im hinteren Bereich werden zu hohe Temperaturen erreicht
Vor allem im hinteren Bereich werden zu hohe Temperaturen erreicht

Ähnlich sieht es nach langen Lastphasen aus, auch hier liegt das Aspire R13 klar über dem Schnitt. An der Oberseite werden durchschnittlich knapp 32 Grad Celsius erreicht, an der Unterseite rund 39 Grad Celsius. Kritischer ist jedoch das Überschreiten der 50-Grad-Marke im hinteren Bereich des Bodens. Hier sollte längerer Kontakt mit der Haut oder anderen empfindlichen Materialien vermieden werden.

Luft für mehr Kühlung wäre dabei aus Sicht der Geräuschentwicklung durchaus vorhanden. Denn selbst bei vollen Touren werden nur 38 dB(A) erreicht, was zusammen mit den tiefen Frequenzen wenig stört. Ärgerlicher ist, dass der Lüfter auch bei geringer Last fast durchgängig arbeitet, mit 32,8 dB(A) ist er aber auch dann nicht aufdringlich.