Seite 3: Das Display

Software-Begrenzungen

Ein Blick auf die neuen Ultrabooks, die zur Computex erstmalig gezeigt wurden wie beispielsweise das Acer Aspire S7-392 oder das ASUS Zenbook Infinity, lässt schnell erkennen, dass hochauflösende Displays einer der Trend des zweiten Halbjahres werden. Aktuell verfügbar ist eben unser ASUS UX51VZ mit hochauflösendem Display, Toshibas Kirabook wiederum wird erst einmal nicht auf dem deutschen Markt erscheinen. Noch gibt es aber das Problem, dass die Windows-Welt nicht wirklich auf die HiDPI-Displays vorbereitet ist, denn die Skalierung reicht bei Windows 8 nur bis 150 Prozent. Dies führt bereits bei unserem UX51VZ, das 2880x1620 Bildpunkte auf 15 Zoll bietet, nicht wirklich zu einer großen Darstellung, bei den vor kurzem präsentierten Samsung Ativ Q oder Samsung Ativ Book 9 Pro, die 13 Zoll mit 3200x1800 Bildpunkten kombinieren, wäre nun aber wirklich kaum noch etwas zu erkennen.

Besser soll dies nun bei Windows 8.1 (von dem Microsoft seit kurzem die Preview-Version verteilt) werden, denn Microsoft bedient sich nun des Tricks (den wir schon von Apple kennen) und führt zusätzliche höhere Skalierungsstufen ein. Samsungs Ativ-Geräte würden so mit der im 13-Zoll-Bereich üblichen Darstellung von 1600x900 Dots arbeiten, was die Augen gerade bei der langen Nutzung merklich entlastet. Das ist aber nicht die einzige Anpassung seitens Microsoft. Darüber hinaus greift Microsoft an einer zweiten Stelle der Skalierung an – und zwar bei Multimonitor-Setups.  Hier war es bislang lediglich möglich, eine Skalierung für alle angeschlossenen Displays vorzugeben, was mit Windows 8.1 auch der Vergangenheit angehört. Für diesen Lösungsweg hat sich übrigens auch Apple in MacOS entschieden. Abgerundet werden die Anpassungen durch die Onscreen-Tastatur, die bislang bei hochauflösenden Geräten zu klein ausfallen konnte. Nun soll sich die Darstellungsgröße aber zusätzlich an der Display-Diagonale orientieren.

In der Praxis

So viel zu den Restriktionen seitens Windows – nun zu unseren Praxiseindrücken. Das hochauflösende IPS-Display ist wirklich ausgesprochen scharf, kann sein Können aber gerade dann zur Schau stellen, wenn es mit detailreichem Material, beispielsweise Bildern kombiniert wird oder Anwendungen genutzt werden, die möglichst viel Platz auf dem Desktop benötigen. Das kann bei Layout-Anwendungen wie InDesign oder aber bei Videoschnitt-Programmen ausgesprochen praktisch sein. Wie bereits erwähnt: Mit Windows 8 gibt es bei der Darstellung noch Grenzen – die hängen aber natürlich vom Nutzer ab. 100 Prozent-Darstellungsgröße ist ohne Frage deutlich zu klein und auch 125 Prozent stellt die Augen vor heftige Anforderungen. Besser sieht es bereits bei 150 Prozent aus, was in den meisten Fällen zu einer angenehmen Darstellung führt. Wer es etwas größer mag, der muss auf Windows 8.1 warten. Pixel sind übrigens nur noch bei ganz genauem Hinsehen zu erkennen – so genau, wie man es beim normalen Betrieb wohl sicherlich nur äußerst selten tun wird. Problematischer wird es aber, wenn eine Anwendung nicht korrekt skaliert wird, denn dann sieht die Darstellung alles andere als hübsch aus. Das passiert aktuell leider noch recht häufig. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich dies mit einer zunehmenden Verbreitung von hochauflösenden Displays schnell ändern wird.

Lenovo U410T
Gut zu erkennen: Die Windows-Fonts sind gestochen scharf, das Installationsfenster im Vordergrund sieht hingegen etwas matschig aus.

ASUS setzt wie bereits beim „niedrig aufgelösten“ UX51VZ auf ein IPS-Panel. Entsprechend kann das Display mit einer hohen Blickwinkelstabilität aufwarten. Auch wenn unser Testmuster über kein Touch-Display verfügt, so nutzt ASUS dennoch eine Glare-Oberfläche – eine Tatsache, die sicherlich nicht jedermann gefallen wird. Zumindest ist das Panel mit einer maximalen Helligkeit von 305 cd/m² ausreichend leuchtstark, um auch in hellen Umgebungen problemlos zurechtzukommen. Darüber hinaus wartet unser Testmuster mit einem hohen nativen Kontrastumfang von 1197:1 auf. Messtechnisch leistet sich das UX51VZ also keine Blöße.

Auch die Farbwiedergabe kann überzeugen. Das Panel ist ab Werk zwar etwas wärmer abgestimmt als die fotoneutralen 6500 Kelvin, rein subjektiv wirkt die Darstellung aber recht angenehm. Fotofans, die dank der hohen Auflösung natürlich prädestiniert sind für das UX51VZ sollten aber doch zum Colorimeter greifen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Wer nicht ganz so anspruchsvoll ist, der sollte sich die Splendid-Presets genauer ansehen – leider lassen sich diese aber nicht beeinflussen.

Ausleuchtung

Ausleuchtung

Maximale Helligkeit

Kontrastwert