Seite 7: Vorab-Fazit

Unser Vorab-Test des Schenker Notebooks P703 ist ausführlicher ausgefallen, als wir dies zunächst erwartet haben, was aber daran liegt, das der Vorserienbarebone einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat.

Schenker P703

Clevo setzt bei seinem P177SM erstmals seit längerer Zeit auf ein gänzlich neues Design. So sind nun gebürstete Aluoberflächen out, stattdessen kommt im großen Stile Softtouch-Kunststoff zum Einsatz. Das sieht gut aus und fasst sich recht angenehm an, auch wenn sich die aktuellen Alienware-Geräte noch einmal besser anfühlen. Auch hinsichtlich der Formensprache hat sich etwas geändert, denn Clevo verabschiedet sich von seiner etwas betagten aber doch beliebten Design-Sprache, sodass das P703 der ASUS‘ G-Reihe nun etwas ähnlicher sieht. Die Verarbeitungsqualität und die Materialgüte wissen zu gefallen, sodass der positive Eindruck, der bereits von den letzten Generationen vermittelt wurde, abermals unterstrichen werden kann. Wenig getan hat sich gewichtstechnisch – allerdings ist ein 17-Zoll-Gaming-Barebone auch alles andere als ein hochmobiles Gerät.

Anschlusstechnisch sind alle wichtigen Buchsen mit an Bord und noch dazu recht sinnvoll auf die verschiedenen Seiten aufgeteilt. So nutzt Clevo beispielsweise die Rückseite dazu, um die Bildausgänge zu positionieren. Schön wäre gewesen, wenn auch noch ein USB-Anschluss an dieser Stelle untergekommen wäre, denn so hätte zusätzliches Kabelchaos sicher vermieden werden können.
Die von Clevo eingesetzte Tastatur gehört hinsichtlich ihres Tipp-Gefühls noch immer zum Besten, was der Markt aktuell zu bieten hat. Leider hält Clevo aber am etwas unglücklichen Tastatur-Layout fest, sodass ein Umstieg stets mit einer längeren Umgewöhnung verbunden ist.

Das von Clevo eingesetzte matte TN-Display ist nur eine von mehreren Konfigurationsmöglichkeiten, hinterließ in unserem Test aber einen durchaus positiven Eindruck. Die Farbdarstellung könnte TN-typisch natürlich noch etwas intensiver sein. Davon einmal abgesehen, bietet das Display angenehme Farben und ist dank einer hohen maximalen Helligkeit und eines sehr hohen Kontrastumfangs auch problemlos in hellen Räumen oder auf dem Balkon nutzbar.

Im Bereich der Lautstärke bietet das neue Design leider keine elementaren Fortschritt, sodass das XMG P703 unter Last leider noch immer deutlich zu laut ist. Dafür hat das Kühlsystem die Temperaturen stets bestens im Griff, sodass wir uns im Umkehrschluss eine noch etwas moderatere Lüftersteuerung gewünscht hätten – Luft dafür wäre eigentlich vorhanden gewesen.

Alles in allem ist Schenkers beliebten XMG-P-Serie auch in der Hawell-Itteration, nun mit der Versionsnummer 3, ein Gaming-Notebook wie es im Buche steht, das ein gutes Display mit maximaler Leistung und einer vorzüglichen Tastatur verbindet. Die hohe Lautstärke wird Gamer hingegen weniger stören. Damit erreicht das XMG P703 das Niveau für unseren Excellent-Hardware-Award, bis zum nächsten Jahr sollte es gerade im Bereich des Kühlkonzepts deutliche Fortschritte geben, denn die Luft wird im Gaming-Segment schließlich immer dünner.