Seite 4: HD4000 + Chipsätze

 

Die HD4000-Grafik:

Im Vorfeld des Launches sprach Intel immer wieder von einem Tick+, der Ivy Bridge darstellen soll. Das Plus führt Intel aber nicht auf die CPU-Leistung zurück, sondern auf die verbesserte Grafikeinheit HD4000, auf die Ivy Bridge zurückgreifen kann. Mit Hinblick auf die hohe GPU-Leistung, die AMDs Llano-Plattform bietet, ist hier Intel unter Zugzwang.

Auch hier noch einmal der Hinweis auf unseren sehr umfangreichen Launch-Artikel, denn dort gehen wir auf die neue GPU im Detail ein.

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Anders als die HD3000 ist die in Ivy Bridge integrierte HD4000 nun DirectX 11 fähig. Damit die Leistung stimmt, wurde die Anzahl der Execution-Units auf 16 erhöht, der Vorgänger muss noch mit 12 vorlieb nehmen. Damit sollte zwar mehr Leistung als beim Vorgänger bereitstehen, wie groß der Vorsprung tatsächlich sein wird, zeigen später unsere Benchmarks.

Die HD2500, die es im Desktop-Segment gibt, wird in den Mobile-GPUs nicht zum Einsatz kommen.

Analog zu den Dektop-GPUs fällt auch in den Notebooks auf, dass die stärksten CPUs die potentesten Grafikeinheiten mit an Bord haben. Dieses Vorgehen erscheint nicht ganz nachvollziehbar, werden doch gerade die starken CPUs in der Regel mit einer dedizierten GPU kombiniert. Was für den Desktop gilt, trifft natürlich auch auf die Notebooks zu. Spätestens dann, wenn die Leistung der GPU gefordert wäre, übernimmt dank dynamischen Umschaltmechanismen wie Optimus ohnehin die starke Gaming GPU. Die Taktraten der integrierten Grafiklösungen haben wir in die Tabelle auf der vorigen Seite integriert.

Gerade für den Business-Bereich und die Ultrabooks ist interessant, dass die HD4000 nun drei Displays ansprechen kann und nicht wie bislang nur zwei Monitore unterstützt. So können neben dem Notebook-Display zwei weitere Monitore angesteuert werden.

Die neuen Chipsätze:

Die neuen Z77-Boards sind bereits seit Ostern bekannt, und auch die Notebooks bekommen zusammen mit Ivy Bridge natürlich ein Update auf die 7er-Reihe spendiert. Insgesamt gibt es mit QM77, QS77, UM77, HM77, HM76 und HM75 sechs Chipsätze, es ist aber davon auszugehen, dass uns im Consumer-Segment in erster Linie der neue HM77 begegnen wird.

Die wohl wichtigste Neuerung ist der direkte Support von USB 3.0 im Chipsatz. Zwar haben bereits die meisten Notebooks der letzten Generation entsprechende Buchsen an Bord, die mussten aber über Zusatzchips realisiert werden. Dass Notebooks nun aber merklich günstiger werden, da keine Zusatzchips mehr erworben werden müssen, ist doch eher unwahrscheinlich.

Leider nicht mit von der Partie ist auch in dieser Generation Thunderbolt. Ist das Fehlen im Desktop noch halbwegs zu verschmerzen, werden im Mobile-Segment so zahlreiche interessante Ansätze für Docking-Lösungen wieder einmal um ein Jahr verschoben. Das ist bedauerlich, zumindest besteht aber die Hoffnung, dass die vierte Core-Generation vermutlich über den entsprechenden Support verfügt – und zu den Schnellsten hat Intel bei der Integration neuer Schnittstellen bislang noch nie gehört.