Seite 5: Benchmarks - Geschwindigkeit

Dass der Intel Celeron J3355 eine gute Systemperformance zeigen kann, hat sich schon an verschiedener Stelle gezeigt. Beim zeitgleichen Zugriff von zwei verschiedenen Clientsystem aus, konnten wir ohne Probleme jeweils volle Gigabit-Geschwindigkeit erreichen, also zusammen knapp 250 MB/s beim Lesen wie auch beim Schreiben von sequentiellen Daten.

Für den Test haben wir insgesamt drei Corsair Force GT SSDs mit 240 GB Kapazität eingesetzt, da unsere üblichen WD-Red-Festplatten natürlich aufgrund des 3,5"-Format nicht einsetzbar waren. Das Testsystem basiert auf einem Intel i7-7700K, welcher u.a. dank abgeschaltetem Windows Defender und RAM-Disk genug Performance mitbringen sollte. Als Ergänzung für den Lautstärketest versuchen wir aktuell noch, möglichst viele 2,5"-Notebookplatten zusammenzubekommen.

Datenrate

seq. Lesen per SMB

MB/s
Mehr ist besser

Im ersten Test haben wir per SMB von einem Client aus mehrere große Testdateien über die Gigabit-Schnittstelle an die DS620slim übertragen. Im sequentiellen Zugriff erreichten wir dabei in allen Fälle de facto volle Gigabit-Geschwindigkeit. Es machte dabei keinen Unterschied, ob das RAID per SHR (ähnlich RAID5) oder RAID0 organisiert war, ob das btrfs- oder EXT4-Dateisystem zum Einsatz kam oder der betreffende Ordner auf dem NAs noch zusätzlich verschlüsselt war.

Datenrate

seq. Schreiben per SMB

MB/s
Mehr ist besser

Das gleiche Bild zeigt sich auch beim  Schreiben auf die DS620slim. Die Schreibraten sind hier wirklich alle am Maximum, minimale Schwankungen wie beim Lesen entfallen völlig.

Datenrate

Lesen per SMB (1MB Blöcke)

MB/s
Mehr ist besser

Im zweiten Test kopieren ebenfalls per SMB-Protokoll 10 GB an Daten, allerdings dieses Mal aufgeteilt in kleine Einzeldateien von je 1 MB Größe, was erhöhte Anforderungen an das Gesamtsystem stellt. Beim Lesen werden insgesamt um die 70 MB/s erreicht, was im Vergleich mit anderen getesteten NAS ein guter Wert ist. Beim Lesen spielt es zudem auch keine Rolle, in welchem Verfahren die Daten gespeichert werden.

Datenrate

Schreiben per SMB (1MB Blöcke)

MB/s
Mehr ist besser

Beim Schreiben von Daten sieht das etwas anders aus, denn hier zeigen die beiden Testkonfigurationen mit btrfs-Dateisystem beim Lesen von unverschlüsselten Daten ebenfalls recht hohe Werte von um die 70 MB/s. Bei dem im EXT4-formatierten SHR-Volumen konnten wir hingegen nur knapp über 50 MB/s erreichen. Die Verschlüsselung, die als weiterer Task vor dem eigentlichen Schreiben ins Dateisystem erfolgt, sorgt bei allen drei Testkonfigurationen für eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 45 bis 50 MB/s

Alles in allem lässt sich aber sagen, dass die gewählte Konfiguration von RAID-Modus, Dateisystem und Verschlüsselungsstatus in der Praxis keinen signifikanten Einfluss auf die Grundperformance hat. So ist z.B. auch zu sehen, dass btrfs zumindest in diesen Testszenarien auf Augenhöhe mit EXT4 liegt.