Seite 6: Bildqualität: Subjektive Einschätzung und Messergebnisse

In die Bewertung der Bildqualität des ASUS PQ321QE möchten wir sowohl unsere subjektive Einschätzung als auch einige Messwerte einfließen lassen.

Subjektive Einschätzung

In unserem Test zeigte der ASUS PQ321QE in den Standardeinstellungen ein sehr helles, kontrastreiches Bild, das einen angenehmen Eindruck machte. Besonders hervor sticht natürlich die 4K-Auflösung, die dafür sorgt, dass dem Nutzer ein riesiger Desktop zur Verfügung steht – und die Schrift entsprechend klein ausfällt. Für das gewöhnliche Arbeiten dürfte diese Art der Nutzung sicherlich nicht besonders vorteilhaft sein, schließlich sollte auch ein gewisser Sitzabstand zu dem 32-Zöller eingehalten werden. Insbesondere beim Surfen durch das Web zeigte sich dann auch, dass eine vertikale Montage der Displayeinheit Sinn macht, da ansonsten ein Großteil der Anzeigefläche für die (meist leeren) Seitenränder verloren geht. Ein riesiger Vorteil ist die hohe native Auflösung natürlich für alle Anwender, die regelmäßig Bilder bearbeiten, denn die sehen durch die vielen Pixel einfach klasse aus. Auch bei der Videobearbeitung bietet der riesige Desktop große Vorteile, wird so doch deutlich mehr Platz für die zahlreichen Fenster geboten.

Messergebnisse

Die nachfolgenden Messergebnisse wurden mit der X-Rite-Software „i1 Profiler" und dem Kolorimeter „i1 Display Pro" gewonnen. Alle Messungen wurden nach erfolgter Kalibrierung durchgeführt.

Helligkeit und Ausleuchtung:

Unsere Messung zur Helligkeit und Ausleuchtung des PQ321QE zeigt, dass die Hintergrundbeleuchtung eine maximale Leuchtdichte von 421 cd/m² in der Mitte erreicht. Das sind rund 70 cd/m² mehr, als der Hersteller offiziell in den Spezifikationen ausschreibt (350 cd/m²). Damit ist der 32-Zöller der hellste Monitor, den wir bisher auf unserem Prüfstand hatten. Reguliert man die Helligkeit über das OSD auf 50 Prozent herunter, so beträgt die Leuchtdichte im mittleren Feld noch 235 cd/m².

Die Gleichförmigkeit der Hintergrundbeleuchtung lässt dabei nur bedingt zu wünschen übrig. Bei einer Helligkeitseinstellung von 100 Prozent fällt die Leuchtdichte insbesondere in der rechten und linken oberen Ecke etwas ab – optisch lassen sich diese Schwankungen bei der Ausleuchtung aber noch nicht wahrnehmen.

Helligkeit und Ausleuchtung bei 100 Prozent

Helligkeit und Ausleuchtung bei 50 Prozent

3D-Ansicht: Ausleuchtung

Im Vergleich: Maximale Helligkeit (Angaben in cd/m²)


Weißpunkt und Kontrast:

Der Weißpunkt liegt mit einer Farbtemperatur von 6463 Kelvin nur knapp unter den für den D65-Farbraum üblichen 6500 Kelvin. Wie die Feldmessung zeigt, ist die Darstellung vor allem an den Rändern deutlich kühler als in der Bildschirmmitte. Besonders hervor sticht dabei die obere linke Ecke, die mit 7188 Kelvin deutlich über dem Vergleichswert in der Bildschirmmitte liegt (6572 Kelvin).

ASUS schreibt in den Spezifikationen einen Kontrast von 800:1 aus, den unser Testsample auch ohne Probleme erreichte. So lag der Kontrast bei unserer Messung bei 874:1, was im Vergleich zu anderen Modellen als durchschnittliches Ergebnis einzustufen ist.

Feldmessung: Weißpunkt

3D-Ansicht: Weißpunkt

Im Vergleich: Weißpunkt (Angaben in Kelvin)

Im Vergleich: Kontrast (Angaben in x:1)


Farbreproduktion:

Profi-Anwender, wie beispielsweise Fotografen oder Grafiker, legen ein besonderes Augenmerk auf die Farbreproduktion eines Monitors. Diese beschreibt die Natürlichkeit der dargestellten Farben – Abweichungen von den Referenzfarben werden mit Delta E (dE) angegeben. Unser Testsample erzielte dabei gute Messergebnisse. Mit einer maximalen Abweichung von 2,812 dE (Color 12) lässt sich der Monitor hervorragend für die Bearbeitung von Bildmaterial nutzen. Überwiegend liegen die Differenzen zu den Referenzfarben sogar bei unter einem dE, was für eine sehr neutrale Darstellung spricht.

Angaben in dE - weniger ist besser


Inputlag:

Der Inputlag spielt vor allem für Spieler eine wesentliche Rolle. So beschreibt dieser die Zeitspanne zwischen der Signalausgabe durch die Grafikkarte und der eigentlichen Bilddarstellung am Monitor. Benötigt dieser Prozess zu viel Zeit, so kann es zu wahrnehmbaren Verzögerungen während eines Spiels kommen, was das Gameplay negativ beeinträchtigen kann.

Beim ASUS PQ321QE haben wir einen Inputlag von 18 Millisekunden messen können, was für hitzige Gefechte in Actionspielen zu lang ist. So lassen sich bereits mit bloßem Auge kleine Verzögerungen bei schnellen Bewegungen im Spiel erkennen. Da das von uns verwendete Messverfahren allerdings keine absolute Genauigkeit liefern kann, sollte der hier angegebene Wert nur als grober Richtwert verstanden werden.

Angaben in Millisekunden - weniger ist besser

Stromverbrauch:

Bei einem Monitor dieser Größe spielt der Stromverbrauch eine zentrale Rolle. Mit einem Gesamtstromverbrauch von 48,5 Watt bei einer eingestellten Helligkeit von 150 cd/m² liegt der PQ321QE rund vier Watt über dem bereits von uns getesteten 30-Zoll-Bildschirm Dell UltraSharp U3014. Setzt man den Gesamtstromverbrauch in ein Verhältnis zur Anzeigefläche, so liegt der PQ321QE aufgrund der größeren Diagonalen aber nahezu gleichauf mit der Konkurrenz aus dem Hause Dell. Dennoch gilt: Aufgrund des insgesamt sehr hohen Stromverbrauches sind Bildschirme dieser Größenordnung sicherlich nichts für echte Sparfüchse.

Gesamtstromverbrauch (Angaben in Watt)

Stromverbrauch pro Quadratzoll (Angaben in Watt)