Seite 2: Features und Layout (1)

Die Unterschiede zwischen dem Z170 und den H170 liegen im Detail: Beide können dieselben Prozessoren aufnehmen, beide besitzen DDR4-Slots und können bis zu 64 GB aufnehmen und je nach Mainboard können M.2-Sockel, SATA-Express, USB 3.0 und ähnliche Features eingesetzt werden. Der offizielle Unterschied besteht im DDR4-Speed, den Intel für den H170 nur bis 2.133 MHz freigibt und in der Overclocking-Fähigkeit. Zudem können maximal 8 statt 10 USB 3.0-Ports verwendet werden und der PCIe-x16-Slot lässt sich nicht in zwei Ports aufsplitten. Auf Chipsatz-Ebene stehen zudem nur 16 PCIe-Lanes des 3.0-Standards bereit, beim Z170 sind es 20. Insgesamt verschmerzbare Einschränkungen, wenn man davon ausgeht, dass Supermicro die Overclocking-Sperre auch noch umgangen hat.  

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Insgesamt kümmern sich acht Spulen um die LGA1151-CPU (eine Spule ist auf dem Bild nicht zu sehen).

Um die installierte Skylake-S-CPU mit Strom zu versorgen, hat das US-Unternehmen von zwei Initiator-Spulen abgesehen acht Spulen verlötet. Sie selbst werden von von jeweils einem IR3556M-MOSFET von International Rectifier angetrieben. Der Strominput wird über einen 8-poligen EPS12V-Anschluss (336 Watt) geregelt, doch auf dem Mainboard ist auch noch ein 4-poliger ATX-12V-Anschluss vertreten. Dieser hingegen ist für die erweiterte Stromzufuhr für die Erweiterungskarten gedacht.

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Gleich zwei PWM-Controller übernehmen die Führung der Spulen.

Hier sehen wir zwei IR35203-PWM-Controller, die ebenfalls aus dem Hause International Rectifier kommen. Der Controller mit der gelben Markierung übernimmt die Steuerung von fünf Spulen, der andere die restlichen drei. Daher werden hier auch keine Phasen-Doubler benötigt.

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Links unten vom CPU-Sockel hält sich die achte Spule auf.

An dieser Stelle hat Supermicro die achte Spule untergebracht. Sie wurde links unten vom CPU-Sockel positioniert. Auch diese Spule wird von einem IR3556M mit Strom versorgt.

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Vier DDR4-Speicherbänke bedeuten maximal 64 GB Arbeitsspeicher.

Auch das C7H170-M bietet die maximal vier DDR4-DIMM-Slots, mit denen sich der Arbeitsspeicher auf maximal 64 GB aufrüsten lässt. Unterhalb der Slots sehen wir nicht nur den 24-poligen ATX-Stromanschluss und den USB-3.0-Header, sondern auch noch einen Power-, Clear-CMOS- und BIOS-Restore-Button in der Mini-Ausführung. Während die Funktion der ersten beiden genannten Buttons verständlich ist, erfüllt der BIOS-Restore-Taster die Funktion, das BIOS mittels eines USB-Sticks zu reparieren, falls es nach einem Flash-Vorgang korrupt sein sollte.

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Neben einem PCIe-3.0-x16-Slot wurde auch an einen x4- und x1-Steckplatz gedacht.

Der rote Steckplatz ist direkt mit der Skylake-S-CPU verbunden und kann die 16 Lanes, beispielsweise für eine Grafikkarte, direkt abrufen. Darunter befindet sich ein PCIe-3.0-x4- und x1-Slot, die beide an den H170-Chipsatz gekoppelt sind. Anstelle des vierten Erweiterungssteckplatzes wurde über dem roten Slot die M.2-Schnittstelle untergebracht. In diesem kann ein Modul mit einer Länge von 6 cm bis 11 cm installiert werden.

Heutzutage auch selten vorhanden ist ein Speaker, der die Beepcodes ausgibt.

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Sechs native SATA-6GBit/s-Ports stehen außerdem bereit.

Supermicro vertraut im Storage-Bereich nicht auf die SATA-Express-Technologie, sondern belässt es bei den sechs nativen SATA-6GBit/s-Anschlüssen.

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Das I/O-Panel beim Supermicro C7H170-M.

Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

  • PS/2, 2x USB 2.0
  • DVI-D
  • Toslink, HDMI, DisplayPort
  • Gigabit-LAN (Intel I219-V), 2x USB 3.0 (Intel H170)
  • 2x USB 3.0 (Intel H170)
  • und die analogen Audioanschlüsse

Ganz solide fällt das I/O-Panel aus, das mit zwei USB-2.0-, vier USB-3.0-Anschlüssen, jeweils einem HDMI-, DVI-D- und DisplayPort-Grafikausgang ausgestattet wurde und zusätzlich natürlich auch einen Gigabit-LAN-Port, eine PS/2-Schnittstelle zur Verfügung stellt. Für die Audioausgabe wurde einmal Toslink und sechs 3,5-mm-Audiojacks vorgesehen.