Seite 1: ASUS Rampage V Extreme im Test

IMG 4 logoAuch bei einer Enthusiasten-Plattform, wie der neuen Haswell-E-Plattform von Intel, gibt es eine große Bandbreite an günstigen und teuren Platinen, die sich rein von ihrer Ausstattung und teilweise von der Qualität der einzelnen Bauteile unterscheiden. Heute werden wir ein Sockel LGA2011-v3-Mainboard untersuchen, welches in der absoluten Oberklasse anzutreffen ist. So dürfte das Rampage V Extreme von ASUS, das aus der bekannten Republic-of-Gamers-Serie stammt, eines der interessantesten Boards für die neuen Haswell-E-Prozessoren sein.

In diesem Jahr hat es kein Extreme-Modell in das Midrange-Segment geschafft. So ist nun das neue Maximus VII Formula das Flaggschiff für den Sockel LGA1150 mit Intels Z97-Chipsatz. ASUS hat sich ein Extreme-Modell einzig und allein für die neue Haswell-E-Plattform aufgespart. Das neue ROG-Topmodell hört nun auf dem Namen "Rampage V Extreme", ist das direkte Nachfolgemodell vom Rampage IV Extreme, basiert auf dem Sockel LGA2011v3 und beherbergt somit den neuen X99-Chipsatz. Auch ist gerade bei diesem Mainboard der eigens patentierte OC-Sockel bei ASUS nicht wegzudenken.

Ohne Frage hat ASUS das Rampage V Extreme mit einer umfangreichen Ausstattung versehen, die sich wirklich sehen lassen kann. Als einzige der neueren ROG-Platinen kann sie vier PCI-Express-x16-Steckplätze der dritten Generation vorweisen, mit denen allein schon mit bis zu vier Dual-Slot-Grafikkarten ein Multi-GPU-Setup eingerichtet werden kann. Hinzu kommen beachtliche 14 USB-3.0- und vier weitere USB-2.0-Schnittstellen, acht SATA-6G-Ports, zwei SATAe-Anschlüsse und auch ein M.2-Steckplatz. Neben einem Gigabit-LAN-Port und dem WLAN-802.11-ac-/Bluetooth-4.0-Modul halten sich zudem wieder zahlreiche Overclocking-Funktionen auf dem Board selbst sowie im BIOS bereit. Es kann daher viel erwartet werden.

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Das ASUS Rampage V Extreme in der Übersicht.

Um die ganze umfangreiche Ausstattung inkl. der acht DDR4-DIMM-Speicherbänke unterzubringen, musste ASUS auf das E-ATX-Format ausweichen, was je nach Gehäuse kein Problem darstellt. Vor dem Kauf sollte man die Kompatibilität aber kurz überprüfen. Wie bei allen ROG-Platinen bleibt es beim schwarzen PCB und der restlichen Schwarz-Rot-Kombination. Der verbaute PCH-Kühler ist gegenüber dem MOSFET- und Phasen-Kühlkörper relativ klein geraten. In der Tat werden beim Rampage V Extreme sowohl die MOSFETs als auch die Phasen mitgekühlt. Mittels einer Heatpipe kann die Wärme mit einem weiteren Kühlkörper besser abgeleitet werden, der selbst das I/O-Panel vollständig überdeckt. Das ist natürlich ein Hingucker schlechthin.

Die Spezifikationen

Das sind die technischen Eigenschaften:

Die Daten des ASUS Rampage V Extreme in der Übersicht
Mainboard-Format E-ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Rampage V Extreme
CPU-Sockel LGA2011-v3 (OC-Sockel)
Straßenpreis ca. 370 Euro
Homepage http://www.asus.com/de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel X99 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Quad-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (4-Way, nur mit i7-5930K und 5960X), CrossFireX (4-Way, nur mit i7-5930K und 5960X)
Onboard-Features
PCI-Express

4x PCIe 3.0 x16 (x16/-/-/-, x16/-/x16/-, x16/x8/x8/-, x16/x8/x8/x8 mit Core i7-5930K und 5960X); (x16/-/-/-, x16/-/x8/-, x8/x8/x8/- mit Core i7-5820K)
1x PCIe 2.0 x16 (x4)
1x PCIe 2.0 x1

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

8x SATA 6G (6x mit RAID 0, 1, 5, 10) über Intel X99
1x SATA Express 10 GBit/s über Intel X99
1x SATA Express 10 GBit/s über ASMedia ASM106SE
1x M.2 mit 32 GBit/s

USB 14x USB 3.0 (10x am I/O-Panel, 4x über Header) 4x direkt über Intel X99, 8x über 2x ASMedia ASM1074, 2x über ASMedia ASM1042AE
6x USB 2.0 (2x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel X99
Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth Wi-Fi GO! 802.11a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0 über WLAN/Bluetooth-Modul
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I218-V Gigabit-LAN

Audio 8-Channel ROG SupremeFX 2014 (Realtek ALC1150 Audio Codec)

Der Aufmachung der Verpackung bleibt ASUS auch beim Rampage V Extreme treu und verwendet unverändert dunkle Rottöne, die oben und unten ins Schwarze übergehen. Oben links ist das ROG-Logo zu erkennen, dadrunter mittig dagegen die Modellbezeichnung und der Hinweis zum OC-Panel. Unten wurden abseits des ASUS-Logos noch einige Grund-Features aufgelistet.

Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

  • I/O-Blende
  • Mainboard-Handbuch inkl. Treiber- und Software-DVD
  • Quick-Start-Guide
  • zehn SATA-Kabel
  • 3T3R-Dual-Band-Antenne
  • 2-Way-SLI-Bridge
  • 3-Way-SLI-Bridge
  • 4-Way-SLI-Bridge
  • CrossFireX-Bridge
  • Q-Connectors
  • drei Thermal-Sensor-Kabel
  • ROG-Kabelaufkleber
  • X-Socket-2-Kit
  • ROG-Türschild
  • OC-Panel inkl. 5,25-Zoll-Einbaurahmen und Schrauben
  • OC-Panel-Verbindungskabel
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Der Käufer des Rampage V Extreme kann sich mit dem Zubehör ganz beruhigt zurücklehnen. Mit zehn SATA-Kabeln, der beiliegenden WLAN-Antenne, dem X-Socket-2-Kit, drei SLI-Brücken und einer CrossFireX-Brücke erwartet ihn ein umfangreiches Zubehör. Ebenfalls dabei: Drei Thermal-Sensor-Kabel, die bekannten Q-Connectors und Aufkleber für die SATA-Kabel. Auf das OC-Panel gehen wir später noch genauer ein. Das X-Socket-2-Kit besteht aus einer anderen Backplate für den CPU-Sockel und ermöglicht den Einsatz von LN2-Kühlkörpern.