Seite 5: Das Board - Thermal Armor, TUF Fortifier und co.

Vier Features nennt ASUS als Besonderheit bei der Sabertooth-Serie: Thermal Armor zur besseren Kühlung der Komponenten, Thermal Radar 2 zur Überwachung, das "TUF Engine" Power Design und der TUF Fortifier.

Thermal Armor

Den Thermal Armor als Plastikabdeckung für das PCB gab es schon bei den vorangegangenen Sabertooth-Boards. Neu ist eine "flow valve" genannte Technik zum Öffnen und Schließen von Windkanälen rund um den CPU-Sockel. Hierdurch kann gesteuert werden, ob die Luft über die Heatpipes geleitet werden soll, um die MOSFETs zu kühlen, oder ob sie offen bleiben sollen, um die CPU besser zu kühlen.

Flow Valve Kühlungsmöglichkeit beim Thermal Armor
Flow Valve Kühlungsmöglichkeit beim Thermal Armor.

Im Konzept des Thermal Armor eingeschlossen ist neben der Heatpipe auch, dass zwei Lüfter den Bereich unter dem Cover belüften. Ein 35-mm-Lüfter lässt sich beim Sabertooth unter eine Klappe in der Nähe der I/O-Blende einbauen und saugt frische Luft ins Gehäuse. Hierfür hat ASUS einen Staubfilter auf der äußeren Seite der I/O-Blende angebracht. Ein zweiter 40-mm-Lüfter sitzt unter dem CPU-Sockel und soll den dortigen Raum mit Frischluft versorgen. Hier ist leider kein Staubfilter vorhanden und der blasend montierte Lüfter befördert somit im Gehäuse befindlichen Staub unter die Thermal-Armor-Abdeckung.

 

Thermal Radar 2

Hier ist eigentlich die Software der King: Mit den reichhaltigen FAN-Headern auf dem Board und den bereits integrierten Temperatursensoren kann ASUS das System perfekt optimieren, um sämtliche Heatspots auf dem Mainboard unter Kontrolle zu bringen. Die Überwachungsmöglichkeiten sind wirklich immens, hinzu kommen Möglichkeiten für die Lüfternachlaufsteuerung, die die Lebensdauer der Komponenten durch eine schnellere Abkühlung erhöhen soll.

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Zwei kleine Lüfter dienen zur Belüftung der Thermal Armor.

 

TUF Engine

Zur TUF Engine gehören zunächst einmal die DIGI+ Power Control-Einheit mit seinen VRM-, DRAM- und CPU-Spannungssteuerungen. Der DIGI+-Power-Controller kann sehr genau die Spannungen einstellen, was nicht nur der Lebensdauer zu Gute kommt, aber auch beim Over- oder Undervolting positive Effekte hat.

Weiterhin setzt ASUS auf dem Board aber auch neueste Chokes, Titanium Solid-State-Wiederstände und MOSFETs ein, die bezüglich der Belastbarkeit und der Umgebungstemperatur dem Militärstandard entsprechen. Stromstärken von 40A sollen pro MOSFET kein Problem sein, zudem ist das Powerdesign so ausgelegt, dass Stromspannungen oder unsaubere Stromanlieferung ausgeglichen werden soll.

 

TUF Fortifier

Der TUF Fortifier ist in erster Linie eine Verstärkung der PCB-Rückseite des Boards. Durch ihn wird der Thermal Armor an seinem Platz gehalten, aber er verhindert auch ein Durchbiegen des PCBs, wenn sehr große CPU-Kühler zum Einsatz kommen oder mehrere Grafikkarten eingesetzt sind. Zudem hat er eine weitere Eigenschaft, denn er nimmt die Wärme von den Bauteilen der Spannungswandlung auf der Rückseite des PCBs auf.

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Der TUF Fortifier sorgt auch für die Kühlung einiger Bauteile der Spannungsversorgung.

 

Dust Defender

Durchaus lustiges Zubehör sind die Dust Defender. Hier hat ASUS für jeden PCIe-Slot, für jeden Onboard-Header und für jeden Port der I/O-Blende einen Verschluss gebastelt, um die Anschlüsse zu schützen. Dabei ist der Schutz vor Dreck sicherlich nicht nur der einzige Sinn, denn die internen Header können so auch vor dem Umbiegen oder vor Kurzschlüssen geschützt werden.

Schicker aussehen kann eine I/O-Blende mit den Dust Defender-Verschlüssen auf jeden Fall:

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Mit den Dust Defender-Caps kann man die Anschlüsse auf der I/O-Blende abdichten.

Auch die PCIe-Slots sind geschützt, aber hauptsächlich sieht diese Variante deutlich besser aus:

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Auch für die PCIe-Anschlüsse ist ein Dust Defender verfügbar.

Kommen wir jetzt zu den internen Werten des Boards, wir gehen ins Bios...