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MSI Z87M GAMING im Test

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Seite 4: BIOS und Overclocking

BIOS

So wie das Mainboard selbst, so auch das UEFI! Optisch ist beim Z87M GAMING absolut keinen Unterschied zum Z87-GD65 GAMING festzustellen. Mittlerweile hat das taiwanische Unternehmen auch eine neue UEFI-Version (V1.1) bereitgestellt, in der einige Verbesserungen implementiert wurden:

  • Improved RAID card compatibility
  • Improved VGA compatibility
  • Improved memory compatibility
  • Improved USB compatibility

Dank der komfortablen Instant-Flash-Funktion ist die neue UEFI-Version auch fix aufgespielt.

img_4.jpg
Die UEFI-Oberfläche vom MSI Z87M GAMING.

Das UEFI-BIOS ist, wie bereits erwähnt, absolut identisch mit UEFI-BIOS vom Z87-GD65 GAMING. Noch immer wird auf der Hauptseite der silberne Drache abgebildet. Farblich wurde das UEFI natürlich an das PCB selbst angepasst. Wie wir es bereits von MSI gewohnt sind, erhalten wir jederzeit den Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur. Weiter rechts sieht man neben der Uhrzeit und dem aktuellen Datum die installierte CPU inkl. deren Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität, ebenfalls mit der Gesamtkapazität. Direkt darunter lässt sich auf einfache Art und Weise die Boot-Reihenfolge verändern, indem man das jeweilige Icon verschiebt.

Der Menüpunkt "Settings" ist in fünf weitere Untermenüs aufgeteilt. Das erste mit dem Titel "System Status" bildet die Startseite, wie sie bei den traditionellen BIOS-Versionen gang und gäbe waren. Der Anwender erhält noch einmal den Überblick die aktuelle BIOS- und ME-Version, die RAM-Kapazität und auch Informationen darüber, an welchem SATA-Anschluss welches Laufwerk angeschlossen ist. Die "Advanced"-Seite bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, die sich vorwiegend den Onboard-Komponenten und dem Power Management widmen. Die letzten drei Punkte ""Boot", "Security" und "Save & Exit" sind bereits ohnehin bekannt. Besondere Aufmerksamkeit genießt der Overclocking-Menüpunkt. Dort lassen sich für eine Platine, die primär für den Gaming-Einsatz prädestiniert ist, umfangreiche Overclocking-Einstellungen finden. Ein Anwender, der diese Platine eigentlich für Gaming-Zwecke erworben hat und dennoch den i5-4670K oder den i7-4770K ein wenig übertakten möchte, kommt hier also voll und ganz auf seine Kosten.

Das integrierte Instant Flash-Tool, welches bei MSI auf den Namen "M-Flash" hört, hat ein eigenes Menü erhalten, welches auch für die "OC-Profile" gilt. Letztere können auch auf einen USB-Stick exportiert und auch wieder von einem USB-Stick importiert werden. Insgesamt lassen sich sechs OC-Profile anlegen. Wie auch beim MSI Z87-GD65 GAMING, so auch beim MSI Z87M GAMING. Wir meinen an dieser Stelle den gut gelungenen Hardware-Monitor, bei dem es sich nicht einfach nur um eine weitere UEFI-Seite handelt, sondern um ein dediziertes Fenster, auf dem sich allerlei Sachen anstellen und natürlich auch einsehen lassen. Dort integriert ist natürlich die Lüftersteuerung, die alle vier FAN-Header steuern kann. Mit dabei ist jeweils eine Grafik, auf der sich die Lüfterkurve einsehen und entsprechend anpassen lässt. Für jeden Lüfter kann im Zusammenhang mit der Min- und Max-Temperatur die Min- und Max-Lüftergeschwindigkeit in Prozent festgelegt werden. Zusätzlich behält der Anwender die wichtigsten Spannungen am unteren Rand jeder Zeit im Auge. Zu guter Letzt kommt auch der Board-Explorer auf das neue GAMING-Brett. Er ist dafür gedacht, die installierten Hardware-Komponenten zu identifizieren.

Wir haben keine Punkte finden können, die uns am UEFI-Bios von MSI nicht gefallen haben. Die gewählten Einstellungen wurden zu jeder Zeit ordnungsgemäß und absolut zufriedenstellend umgesetzt. Des weiteren gab es an der Stabilität ebenfalls nichts auszusetzen. Durch die ganzen Menüs konnten wir mit Maus und Tastatur ohne Einschränkungen navigieren. Auf Wunsch kann auch die UEFI-Sprache geändert werden.

 

Overclocking

Durch den Z87-Chipsatz ist es für den Käufer dieser Gaming-Platine möglich, seinen Core i5-4670K oder seinen Core i7-4770K zu übertakten. MSI integriert ins UEFI-BIOS daher auch die von Intel spezifizierten CPU-Straps von 1.0, 1.25, 1.67 und 2.5, die als Multiplikator für den BCLK dienlich sind. Für uns interessant sind aber nur die ersten beiden CPU-Straps.

Der Grundtakt lässt sich ebenfalls, wie beim Z87-GD65 GAMING, von 90 MHz bis 300 MHz in 0,05 MHz- bzw. 0,06 MHz-Schritten einstellen. Auf Wunsch kann daher also auch der BCLK fein eingestellt werden. Gewohnte Kost erhält der Käufer wieder mit den VCore-Modi. Zur Auswahl steht der Override-, Adaptive- und Offset-Modus. Bei den ersten beiden Modi beträgt die auswählbare Spannung 0,800 Volt bis 2,100 Volt, die sich in 0,001 Volt-Schritten einstellen lässt. Der Offset-Modus kann in beide Richtungen von 0,001 Volt bis 0,990 Volt festgelegt werden. Bei allen drei Modi betragen die Intervalle sehr kleine 0,001 Volt. Positiv hervorzuheben ist, dass MSI auch bei der MicroATX-Version erweiterte Overclocking-Features wie das DRAM Training anbietet und diverse VDroop-Settings bereitstellt. Alle anderen Overclocking-Eigenschaften haben wir wie immer in einer Tabelle zusammengefasst.

Die Overclocking-Funktionen des MSI Z87M GAMING in der Übersicht
Base Clock Rate 90 bis 300 MHz in 0,05 MHz/0,06-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 2,100 V in 0,001-V-Schritten (Fixed- und Adaptive-Modus)
-0,990 V bis +0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,300 V bis 2,445 V in 0,015-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 1,200 V bis 3,040 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,800 V bis 2,100 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,990 V bis +0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung -0,990 V bis +0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung -0,990 V bis +0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 0,700 V bis 1,680 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH 1,5V
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 55 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und drei optionale Fans,
VR 12VIN OCP Expander, CPU Phase Control, CPU Switching Frequency,
CPU Power Duty Control, DRAM Training

Überraschenderweise fiel der Overclocking-Test mit dem MSI Z87M GAMING trotz Micro-ATX-Format recht ansprechend aus. Wir haben unseren Core i7-4770K auf 4,7 GHz übertakten können. Dafür war dann auch eine VCore von 1,250 Volt nötig, damit das Ganze auch stabil laufen konnte. Wir konnten das Board und die CPU zudem dazu überreden, auf 4,8 GHz zu laufen, jedoch konnte diese Taktfrequenz alles andere als stabil betrieben werden.

cpuz2.PNG
Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,7 GHz bei 1,251 Volt

Auch haben wir uns an dem CPU-Strap 1.25 versucht, den das Z87M GAMING aber nicht akzeptieren wollte. Viel wichtiger ist jedoch in den meisten Fällen das Overclocking mit dem mittlerweile klassischen CPU-Strap 1.0 und hierbei war das MSI Z87M GAMING keine Enttäuschung.

Aber auch das Overclocking-Verhalten beim Arbeitsspeicher haben wir uns angeschaut. Wir haben mittlerweile neue RAM-Module für Overclocking-Zwecke besorgt: Corsair XMS3 Dominator Platinum DDR3-2800. Ohne auf das XMP-Profil zuzugreifen, kamen wir zu folgendem Ergebnis:

cpuz2.PNG

Die effektive RAM-Taktfrequenz von 2800 MHz war keine Herausforderung für das Z87M GAMING. Zusätzlich konnten wir von den von Corsair spezifizierten Latenzen etwas Abstand nehmen und die Latenzen verschärfen.

Wie bei den meisten anderen MSI-Platinen auch, liefert MSI beim Z87M GAMING das Intel Extreme Tuning Utility mit. Egal ob es darum geht, die Taktfrequenzen, die Spannungen oder andere kleinere Einstellungen zu verändern, nützlich ist es in jedem Fall. Zusätzlich ist ein Hardware-Monitor integriert. Durch ihn können wir die Temperaturen, die Spannungen und beispielsweise die RAM-Nutzung ganz genau beobachten.

img_4.jpg
Das MSI | Intel Extreme Tuning Utility

In der folgenden Bildergalerie können alle BIOS- und IXTU-Screenshots eingesehen werden:

 

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Kommentare (12)

#3
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Registriert seit: 28.02.2010
Lummerland
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1460
Sind sie ja in ATX nicht nur eben in mATX und mITX,
abgesehen davon würde ich das ASRock Z87M OC Formula nicht unbedingt als Gamer Board bezeichnen
#4
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Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 656
Der Preis geht so gerade noch in Ordnung wobei man dem doch zumindest noch Bluetooth oder Wlan hätte spendieren können. So sind es wohl Formfaktor und 2x PCI 16x die hier für das Preisgefüge auschlaggebend sind. Killer NIC ist für mich eine Marketingblase ohne sittlichen Nährwert...insbesondere im üblichen Heimbiotop von 1-2 PCs und Breitbandinternetanschluss. Ein preiswertes CFOS Speed als Priorisiorungssoftware ist da weitaus sinnvoller. Ausserdem ist für mich das BIOS ein wichtiges Kriterium.
#5
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Registriert seit: 28.02.2010
Lummerland
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1460
Das is doch aber allgemein so im "Mobomittelpreissegment"
von 100-150€ bieten alle mehr oder weniger das gleiche, da kann man grad nach Optik entscheiden....
#6
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Registriert seit: 13.03.2008
In der Nähe von Hannover
Hauptgefreiter
Beiträge: 174
Habe es hier schon rumliegen. Ich bin mal gespannt wie es sich schlägt, ich werde es in meiner MM-Machine nutzen. Dazu dann noch die MSI GTX 770 mit einem i5 4670 in einem BitFenix Phenom und man hat eine nette kleine Gaming Maschine.
#7
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Registriert seit: 01.02.2006
Hessen\LDK
Moderator
Beiträge: 40656
das gute stück läuft bei mir jetzt auch.
optisch ein echter leckerbissen und wie von msi gewohnt, eine top effizienz!
#8
Registriert seit: 05.05.2005

Gefreiter
Beiträge: 40
Zitat BoondockSaint;21867780
Habe es hier schon rumliegen. Ich bin mal gespannt wie es sich schlägt, ich werde es in meiner MM-Machine nutzen. Dazu dann noch die MSI GTX 770 mit einem i5 4670 in einem BitFenix Phenom und man hat eine nette kleine Gaming Maschine.


Kannst du schon was zum Sound sagen?
Schwanke gerade stark zwischen diesem hier und dem GigaByte G1.Sniper M5.
Das ja einen "echten Creative" Chip hat.
Die Frage ist halt ob man es merkt/braucht/lohnt.
Bin mir da unschlüssig.
#9
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Registriert seit: 01.02.2006
Hessen\LDK
Moderator
Beiträge: 40656
kommt auch auf dein ausgabegerät an.
#10
Registriert seit: 05.05.2005

Gefreiter
Beiträge: 40
Zitat thom_cat;21959233
kommt auch auf dein ausgabegerät an.


Unterschiedlich. Habe ein 0815 System im Büro von Teufel und nutze da aber auch ordentliche Kopfhörer, aber ab und an wird das Ding auch ins Wohnzimmer verfrachtet und da steht schon eine ganz ordentliche Anlage.
#11
customavatars/avatar34574_1.gif
Registriert seit: 01.02.2006
Hessen\LDK
Moderator
Beiträge: 40656
also bei dem teufel teil ist es egal würde ich sagen.
bei guten kopfhörern würde ich immer auf eine separate soundkarte gehen.
die anlage könnte man digital direkt anschliessen.
#12
Registriert seit: 05.05.2005

Gefreiter
Beiträge: 40
Zitat thom_cat;21979288
also bei dem teufel teil ist es egal würde ich sagen.
bei guten kopfhörern würde ich immer auf eine separate soundkarte gehen.
die anlage könnte man digital direkt anschliessen.


Habe mir mal die PCGames Hardware rausgekramt.
Die haben vor einiger Zeit mal nenn Test zu Onboardsoundkarten gemacht.
Da kam die MSI sparte so mittelprächtig weg.
Mir ist eine 3dimensionale Ortung schon wichtig und da schwächeln leider viele Onboardlösungen.
Hab mir aber schon was neues angelacht...hab mir den Asrock M8 angeschaut.
Bis auf die Lautstärke und den Preis ist das Ding wirklich interessant! :drool:
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