Seite 3: Features und Layout (2)

Wir setzen den Artikel mit der verbauten Audiolösung fort:

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Unter dem Verdeck arbeitet unter anderem der Realtek ALC1150.

Besonders bei den höherpreisigen Mainboards mit dem Sockel LGA1150 findet man sehr häufig den ALC1150 von Realtek wieder. Im Falle des MSI Z87M GAMING liegt er unter dem "Audio-Boost"-Verdeck versteckt. Unterstützt werden dabei maximal acht Kanäle. Mithilfe des ebenfalls verlöteten OPA1652 von Texas Instruments können auch problemlos Kopfhörer mit einer maximalen Impedanz von 600 Ohm betrieben werden. MSI hat den Audio-Bereich mithilfe einer künstlich eingelassenen Leiterbahn, hier in gelb, sichtlich eingegrenzt. Die Leiterbahn wird rückseitig von weißen LEDs bestrahlt. Von MSI haben wir die Mitteilung erhalten, dass die Retail-Modelle des Z87M GAMING eine rote künstliche Leiterbahn erhalten haben. In einem hellen Rosa wird zudem das Audio Boost-Logo beleuchtet.

Ebenfalls mit dabei ist das Soundblaster Cinema-Feature mit dem SBX Pro Studio, welches in fünf Untergruppen unterteilt wurde: Surround, Crystalizer, Dialog Plus, Smart Volume und Bass. Zusammen sollen sie die Basis für eine besonders gute Wahrnehmung in der Spieleumgebung ermöglichen. Die folgenden Videos erklären die genannten Features im Detail.

Soundblaster SBX Pro Studio - Features
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Als Super I/O-Chip hat sich MSI für den Nuvoton NCT6779D entschieden.

Der Nuvoton NCT6779D überwacht die Spannungen, die Temperaturen und die Lüftergeschwindigkeiten. Auch ist er in der Lage, letztere zu beeinflussen.

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Ein spezielles Gaming-Feature: Der Killer E2205 von Qualcomm.

Die kabelgebundene Netzwerkanbindung erfolgt beim MSI Z87M GAMING über den Qualcomm Atheros Killer E2205. Die Killer-NIC unterstützt eine maximale Datenübertragungsrate von 1 GBit/s, ist aber auch zu 100 MBit/s und 10 MBit/s abwärtskompatibel. Ihre Besonderheit liegt darin, den anfallenden Traffic beim Online-Gaming zu priorisieren, wodurch die Latenz bestmöglich nach unten gedrückt wird. Das ist jedoch nur dann möglich, wenn die heimische Internetanbindung an sich eine entsprechende Grundleistung bietet. Demnach dürfen keine Wunder erwartet werden.

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Die beiden eSATA-6G-Buchsen kommunizieren über den ASM1061.

MSI hat sich dazu entschlossen, die beiden eSATA-6G-Schnittstellen nicht shared an den Z87-PCH anzubinden, sondern stattdessen auf einen Zusatzchip zu setzen. In diesem Fall ist es der ASM1061 von ASMedia geworden. Mit den beiden Buchsen ist der ASM1061 auch schon vollständig ausgelastet.

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Ein weiterer Zusatzchip ist der Renesas UPD720202.

Der UPD720202 von Renesas fungiert als USB-3.0-Controller, der auch dringend benötigt wird. Der Z87-Chipsatz kann selbst schon sechs Anschlüsse ansteuern, jedoch sind auf dem MSI Z87M GAMING insgesamt acht Stück verwendbar.

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Das MSI Z87M GAMING nochmal in der Übersicht.

Im quadratischen Format ist MSI ein ansprechendes Mainboard-Layout gelungen. Immer wieder kritisch kann bei manchen Boards die CPU-Kühler-Montage ausfallen. Diese fiel jedoch beim Z87M GAMING mit unserem bequiet! Dark Rock Pro C1 spielend einfach aus. Die Passivkühlkörper sind, wie bei den anderen GAMING-Brettern, nicht allzu groß ausgefallen, sodass auch mit anderen CPU-Kühlern mit keinen Schwierigkeiten gerechnet werden muss. Auch alles andere befindet sich am richtigen Platz. Schönheitsfehler wie die etwas ungünstig platzierte BIOS-Batterie kann unter Kritik auf höchstem Niveau fallen. Da die Batterie jedoch nur in seltenen Fällen entfernt werden muss, kann das vernachlässigt werden.

Die Lüftersteuerung arbeitete unserer Meinung nach sehr effizient. Im Idle war von den beiden Lüftern am CPU-Kühler nichts zu hören. Ging es dann mit Prime95 ordentlich zur Sache, drehten die Lüfter natürlich deutlich mehr auf.