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Man kann es zwar nicht an der Modellbezeichnung erkennen, aber auf dem G1.Sniper 5 verrichtet der neue Intel Z87-PCH seine Arbeit, der nun bis zu sechs native SATA-6G- und auch eine größere Anzahl USB-3.0-Schnittstellen unterstützt. Des Weiteren hat er viele Features vom Vorgänger übernommen. Im Detail geht es um das SSD-Caching, Intel Smart Response Technology, Intel Rapid Start Technology und natürlich die Intel Smart Connect Technology.

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Gigabyte hat 16 Phasen verbaut.

Am Übertakten soll es nicht scheitern. Deswegen hat das taiwanische Unternehmen dem G1.Sniper 5 insgesamt 16 Phasen spendiert, die nur zum Vorteil sein können, auch wenn sie wie alle anderen Mainboards den iVR (integrated Voltage Regulator) mit einer Spannung von 1,8 Volt beliefern. Die Phasen selbst werden von Kühlkörpern überdacht, um sie auf niedriger Temperatur zu halten. Zur Unterstützung hat Gigabyte einen kleinen Lüfter mit draufgepackt. Als besonderes Feature lassen sich die Kühlkörper in einen Wasserkühlungskreislauf mit einbinden, wodurch sich die Temperaturen nochmals verbessern sollten.

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Zahlreiche Overclocking-Features sind auch mit von der Partie.

Der Arbeitsspeicher kann mithilfe der vier DIMM-Slots auf bis zu 32 GB ausgebaut werden, was das Maximum der Lynx-Point-Plattform darstellt. Links unter den DIMM-Slots hat Gigabyte einen von zwei USB-3.0-Headern untergebracht. Weiter rechts zeigen sich Overclocking-Features wie eine Debug-LED, ein Power- und Reset-Button sowie ein CMOS-Clear-Taster und Spannungsmesspunkte, auf die wir später genauer eingehen werden.

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Vier PCIe-3.0-x16-Slots bedeuten 4-Way-Multi-GPU-Support.

In den vier grünen PCIe-3.0-x16-Slots können vorzugsweise vier dedizierte Grafikkarten Platz nehmen. Die Anbindung der vier Slots erfolgt über den PLX PEX8747-Chip, der insgesamt 48 Lanes unter einen Hut bringen kann. 16 Stück davon schnappt sich aber gleich die Haswell-CPU selbst. Die übrigen 32 Lanes werden unter den vier grünen Slots aufgeteilt. Der erste Slot erhält volle 16 Lanes, sofern sich in den restlichen keine Erweiterungskarten befinden. Entscheidet sich der Enthusiast für ein 2-Way-Multi-GPU-Setup, ist es optimal, wenn die zweite Karte im dritten Slot installiert wird, da auf diesem Wege hin beide, zumindest künstlich, mit jeweils 16 Lanes betrieben werden. Sollen es dann doch lieber drei Grafikkarten sein, bekommt der erste Slot weiterhin 16 Lanes, die anderen beiden jedoch nur noch jeweils acht. Bei einem Vorhaben von gleich vier Grafikkarten bekommen alle vier Karten auch nur noch acht Lanes. Unterstützt wird NVIDIAs SLI und AMDs CrossFireX.

Zwischen den großen Slots wurden aber auch noch drei PCIe-2.0-x1-Slots bereitgestellt, von denen allerdings nur zwei Stück genutzt werden können, sofern nur eine Dual-Slot-Grafikkarte die Bilder rendert.

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Für ausreichend SATA-6G-Ports ist gesorgt. Es sind zehn Stück vorhanden.

Für ein größeres Storage-Vorhaben ist das Gigabyte G1.Sniper 5 hervorragend vorbereitet. Mit gleich zehn schnellen SATA-6G-Buchsen sind bereits genügend Schnittstellen vorhanden. Dabei verrichten die schwarzen Ports ihre Arbeit direkt über den Z87-Chipsatz. Für die restlichen vier Anschlüsse hat sich Gigabyte für den Marvell 88SE9230 entschieden, der eine optimale Wahl ist, da er schnell angebunden ist. Rechts neben den SATA-Ports wurde auch noch ein SATA-Power-Anschluss verlötet, der eventuelle Instabilitäten beim Einsatz mit mehreren Grafikkarten kompensieren soll.