Seite 1: Test: Gigabyte G1.Sniper 5 - ein Gigant mit Luxusausstattung

IMG 5 logoZur Einführung der Lynx Point-Plattform haben die Mainboard-Hersteller gleich zu Anfang ihre besonderen Probanden auf den Markt gebracht, die in früheren Jahren erst nach und nach etwas später verfügbar gemacht wurden. Das gilt auch für Gigabyte. Neben einer neuen Mainboard-Serie wurde auch gleich die neue Sniper-Familie aktualisiert. Wir schauen uns in diesem Artikel das G1.Sniper 5  genauer an und prüfen es in unserem Review. Es wird sich also klären, ob Gigabyte mit dem neuen High-End-Board erneut gute Arbeit geleistet hat, denn die letzte Serie konnte bereits gefallen.

Das Gigabyte G1.Sniper 5 ist der direkte Nachfolger des G1.Sniper 3 mit Intels Z77-Chipsatz (zum Hardwareluxx-Test), das sich einen Excellent Hardware-Award erarbeiten konnte. Gleichzeitig ist es der große Bruder vom G1.Sniper M5. Völlig ungewöhnlich ist die Benennung des neuen Modells, da nach der drei schließlich die Zahl Vier folgt. Der Grund hierfür liegt darin begründet, dass die vier im asiatischen Raum als Unglückszahl angesehen wird. Viele werden sich bestimmt fragen, ob Gigabyte lediglich den neuen Sockel 1150 und den passenden Z87-Chipsatz verlötet hat und ansonsten alles beim Alten gelassen hat. Das können wir an dieser Stelle bereits verneinen.

Gigabyte hat die Sniper-Serie generell für Gaming-Absichten auf den Markt losgelassen. Jedoch bietet sie auch viele Overclocking-Rafinessen und stellen somit das Pendant zu den ASUS ROG-Platinen dar. Das G1.Sniper 5 bietet vier PCIe-x16-Slots der dritten Generation und kommt dementsprechend problemlos mit einem Multi-GPU-Setup, bestehend aus vier dedizierten Grafikkarten, zurecht. Dazu gibt es ordentlichen Sound von Creative inkl. auswechselbarem OP-Amp (auf deutsch: Operationsverstärker) und dazu ein Killer-Netzwerkcontroller. Das hört sich gut an!

img_4.jpg
Das Gigabyte G1.Sniper 5 in der Übersicht.

Bei der Farbkombination ist alles beim Alten geblieben. Allerdings sind deutliche Veränderungen bei den MOSFET-Kühlern zu beobachten, die mit einem zusätzlichen Lüfter heruntergekühlt werden. Das PCB ist komplett in Schwarz gehalten sowie  einige Slots und Akzente auf den Kühlkörpern in Grün gestaltet wurden. Bei der Wahl dieser Platine muss darauf geachtet werden, dass das Gehäuse genügend Platz für ein E-ATX-Mainboard bietet.

Die Spezifikationen

Kommen wir zu den Spezifikationen:

Die Daten des Gigabyte G1.Sniper 5 in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
Gigabyte
G1.Sniper 5
Straßenpreis ca. 418 Euro
Homepage http://www.gigabyte.de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z87 Express Chipsatz + PEX8747
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (4-Way) , SLI (4-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

4x PCIe 3.0 x16, (x16/-/-/-, x16/-/x16/-, x16/x8/x8/-, x8/x8/x8/x8)
3x PCIe 2.0 x1

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller
6x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z87
4x SATA 6G über Marvell 88SE9230
USB 10x USB 3.0 (6x am I/O-Panel, 4x über Header)
zwei über Z87 direkt, acht über 2x Renesas uPD720210 (Hub)
6x USB 2.0 über Z87 (2x am I/O-Panel, 4x über Header)
Grafikschnittstellen 2x HDMI, 1x DisplayPort
WLAN / Bluetooth WiFi 802.11a/b/g/n, Bluetooth 4.0
Firewire -
LAN

1x Qualcomm Atheros Killer E2201 Gigabit-LAN
1x Intel I217-V Gigabit-LAN

Audio 6-Channel Creative Sound Core3D Audio Codec

Der Karton ist zum größten Teil in Schwarz gehalten, was exzellent zum Mainboard selbst passt. In der Mitte prangt ein Bild vom MOSFET-Kühler, weiter unten die Modellbezeichnung. Links sieht man bereits eine Besonderheit, die Gigabyte dem Endkunden ermöglicht: Der OP-Amp, der ausgewechselt werden kann. Ein weiterer OP-Amp befindet sich bereits im Lieferumfang.

Das mitgelieferte Zubehör

Gigabyte gibt folgendes Zubehör mit auf den Weg:

  • I/O-Blende
  • Mainboard-Handbuch inkl. Treiber- und Software-DVD
  • WLAN-Handbuch inkl. Treiber-DVD
  • Installation Guide
  • OP-Amp inkl. IC-Extractor
  • USB-3.0-Frontpanel mit zwei Ports
  • WLAN/Bluetooth-Karte
  • WLAN-Antenne
  • internes Audiokabel
  • 2-Way-SLI-Bridge
  • 3-Way-SLI-Bridge
  • 4-Way-SLI-Bridge
  • 2-Way-CrossFireX-Bridge
  • sechs SATA-Kabel
img_2.jpg

Gigabyte hat ordentlich zugelangt und eine Menge Zubehör ins Paket gelegt. Besonders anzumerken sind das USB-3.0-Frontpanel, die WLAN/Bluetooth-Karte inkl. Antenne, die SLI-Brücken sowie eine CrossFireX-Brücke. Bei einem solchen Produkt wie dem G1.Sniper 5 darf man das aber auch erwarten.