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Test: MSI Z77A-GD65 - Preis-Leistungs-Tipp mit Z77-Chipsatz

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Seite 2: Layout und Features (1)

Schauen wir uns zunächst die Anschlüsse und Schalter beim I/O-Shield etwas genauer an. Auf der Rückseite des Boards finden wir von links nach rechts betrachtet folgende Ports:

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Die rückseitigen Ein- und Ausgänge
  • PS/2-Tastaturanschluß/Mausanschluß, darunter 2x USB2.0
  • Clear CMOS Button
  • Coaxial S/PDIF-Out, darunter Optical S/PDIF-Out
  • 2x USB2.0, darunter HDMI
  • 1x Gigabit LAN, darunter 2x USB3.0
  • VGA, darunter DVI
  • 6x Audio Ein- und Ausgänge

Das Vorhandensein eines separaten CMOS-Switches ist durchaus praktisch: Es lässt sich somit auf einfache Art und Weise das BIOS wieder zurückstellen. Das umständliche Herausnehmen der Batterie gehört somit der Vergangenheit an, allerdings lässt sich durch den Schalter auch einmal versehentlich der CMOS löschen. Ferner gibt es je vier USB-2.0-Ports und zwei USB-3.0-Schnittstellen, wobei letztgenannte einen weitaus höheren Datendurchsatz besitzen. Ältere PS/2-Tastaturen oder Mäuse können an einem Port weiterhin genutzt werden.

Der 8-Kanal-Audioausgang nutzt die Treiber- und Software-Bibliotheken von THX TruStudio, ist jedoch ein normaler Realtek ALC898. Insofern ist der Audio-Chip auch eine der besseren Onboard-Lösungen, allerdings kein "echter" THX-Chip. Folgendes Anschlussschema für die Nutzung unterschiedlicher Kanäle ergibt sich auf dem Backpanel:

Channel Front-Speaker = grün Rear-Speaker = schwarz Central/Bass = orange Line In = blau  
2 x - - -
4 x x - -
6 x x x -
8 x x x x

Alternativ können auch die beiden Digitalausgänge mit koaxialem und optischem Ausgang genutzt werden. Der pinke Klinkenanschluss links unten ist für das Mikrophon.

Um die integrierte Grafik der Ivy- oder Sandy-Bridge-CPUs nutzen zu können, benötigt das Board auch einen Monitoranschluss. Hier bietet das MSI Z77A-GD65 mit VGA, DVD und HDMI eine gute Flexibilität. Alle drei Anschlüsse greifen auf die interne Grafiklösung der Ivy-Bridge-CPU zu. Nahezu jeder TFT nutzt mittlerweile eine der beiden Schnittstellen, auch der Fernseher kann so einfach verbunden werden. Auf VGA kann man mittlerweile sicherlich verzichten, für DVI gibt es entsprechende Adapter. Durch die drei Anschlüsse ist es auch möglich, zwei Monitore ohne dedizierter Grafikkarte zu nutzen. So kann man hierzu HDMI+DVI, DVI+VGA oder VGA+HDMI gemeinsam nutzen.

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3x PCIe 3.0 x16 und 4x PCIe 2.0 x1 sind für Erweiterungskarten verfügbar. Für die Grafikkarten bietet das Board zwei PCIe-x16-Ports im neuen PCIe-3.0-Standard, wenn eine Ivy-Bridge-CPU eingesetzt wird.

Dem Spieler eröffnet sich durch die drei PCIe-x16-Slots die Möglichkeit, zwei oder drei Grafikkarten einzusetzen. Sowohl NVIDIAs SLI als auch AMDs CrossFireX kann mit jeweils x8/x8-Lanes betrieben werden, wenn zwei Grafikkarten eingebaut werden. Nutzt man hingegen drei Grafikkarten, so teilen sich die insgesamt 16 Lanes in x8/x4/x4 auf. Aus diesem Grund wird 3-Way-SLI hier nicht unterstützt. Zudem wird es mit der Slothöhe bei der letzten Schnittstelle problematisch, da diese fast am untersten Ende des Mainboards angrenzt. Es sollte daher bei einem Betrieb von drei Grafikkarten darauf geachtet werden, dass der Kühler der untersten Karte nicht mit z.B. dem Netzteil darunter oder dem Gehäuseboden in Berührung kommt. 

Selbst mit x8 sollte die Bandbreite bei einer Multi-GPU-Konfiguration mehr als ausreichen, wenn eine PCIe-3.0-Karte eingesetzt und eine Ivy-Bridge-CPU verwendet wird. Da jedoch die verschiedenen Steckplätze eng beieinanderliegen, werden alle kaum nutzbar sein: Spielegrafikkarten werden hauptsächlich als Dual-Slot-Versionen angeboten, was dann schon den nächsten Steckplatz verdeckt. Mindestens ein PCIe 2.0 x1 wäre dann also verdeckt - aber damit kann man leben. Ein Großteil der Anwender werden bis auf eine Soundkarte weitere Slots im x1-Format meist nicht nutzen.

Einen PLX-Chip besitzt das GD65 nicht: Die acht PCIe-Lanes des Z77 reichen für alle Onboard-Geräte (LAN, ASMedia-SATA-Controller) und die gebotenen Ports aus. Das lässt wiederum auf einen guten Stromverbrauch hoffen, da die PCIe-Switches oftmals einen sehr hohen Stromverbrauch haben.  

Das MSI Z77A-GD65 besitzt einen LAN-Anschluss von Intel. Es handelt sich um den Chip 82579V, welcher Geschwindigkeiten von 10/100/1000 Mbit/s ermöglicht. Auf einen zweiten LAN-Anschluss hat man verzichtet, da dieser in der Praxis auch kaum eine Rolle spielt und nur in Ausnahmefällen genutzt wird.

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Der LAN-Anschluss des MSI Z77A-GD55

MSI verwendet auf dem Board eine 10+2-Phasen-Stromversorgung. Dies bedeutet, dass hier 10 Phasen für die Spannung der CPU und zwei Phasen für den ehemaligen UnCore-Bereich/System-Agent der Ivy-Bridge-CPU vorhanden sind. Mit dieser Anzahl von Phasen liegt das MSI-Board etwas über dem Durchschnitt und sorgt somit für eine effiziente Stromversorgung, liefert aber auch genügend Leistung bei Overclocking-Versuchen. Durch die großen, voluminösen Heatpipe-Kühler hält man die Spannungsversorgung auch stets im angenehmen Temperatur-Bereich. Die Beschriftung "Military Class III" bedeutet, dass das Board ein "Certificate of Quality and Reliability" besitzt, zu Deutsch: Qualitäts- und Zuverlässigkeitszertifikat. MSI hat auf besonders haltbare Komponenten geachtet, daher wurde bei diesem Produkt auch die Garantie auf drei Jahre angehoben. Der Schriftzug "OC Genie II" auf dem anderen Kühlkörper besagt ein einfach vorzunehmendes Übertakten mittels Schalters, worauf wir später noch eingehen werden.

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Der CPU-Sockel des MSI Z77A-GD65
 

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Kommentare (25)

#16
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Registriert seit: 04.05.2001
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Chefredakteur
Beiträge: 31028
Zitat Gubb3L;20341999
wenn er nicht die z.b 4,6ghz @ 1,25V booted ist er schlechter als nen gewisser schnitt oder halt eben besser oder erfüllt zumindest einen mindeststandart. Dann testet ihr kurz ob er mit z.b. 1,21 oder so (iwas um die 0,03-0,05V weniger immer noch booted und man kann sagen das es ein sehr gutes oc board ist und hat durch das formula direkt sogar noch nen vergleichwert.)
Das Prinzip ist verständlich und wäre sicherlich auch geeignet, um eine Einschätzung zu treffen, ob unsere CPU in Board A oder Board B mehr Spannung zum Laufen benötigt oder "stabiler" läuft - das Problem an der Sache ist nur, dass die ausgelesene Spannung an der CPU nicht hundertprozentig identisch sein muss mit dem, was tatsächlich an Spannung anliegt.

Manche Boards zeigen z.B. 1,18 V an, aber anhand des Stromverbrauchs kann man schon erahnen, dass dort evtl. 1,25 V oder sogar mehr anliegen müssten. Um da also valide zu sagen, dass Board A tatsächlich mehr Spannung bräucht als Board B, müssten wir auch noch die tatsächlich an der CPU anliegende Spannung messen - und zwar nicht mit Tools, sondern per Multimeter. Bei einigen Boards geht das ja noch einfach durch die vorhandenen Messpunkte - aber bei anderen sind diese halt nicht vorhanden. Dann haben wir ein Problem ;)

Overclocking ist recht schwer zu generalisieren. Auch würde ein Ergebnis bei uns (Board A ist besser als Board B, weil es weniger Spannung bei 4,6 GHz braucht) ja nicht unbedingt bedeuten, dass das bei allen Boards so ist. Wie bei einer CPU gibt es auch bei Mainboards Fertigungsschwankungen, die gerade im Bereich der Überlastung auftreten, aber wahrscheinlich im Standardbetrieb gar nicht auffallen.

Insofern ist die Frage, ob es sich lohnt, wenn wir X Stunden mehr Arbeit reinstecken und das Ergebnis dann am Ende vielleicht nur eine andere Aussage trifft, die aber vielleicht genauso fehleranfällig ist. Wir versuchen momentan halt mit der vorliegenden CPU einen möglichst hohen stabilen Takt zu erreichen (was mehr oder weniger nur zeigen soll: Das Board ist in der Lage, eine CPU möglichst stark zu übertakten, weil es Spannungen und Taktfrequenzen anfahren kann). Dass der Overclocker zu Hause natürlich seine CPU erst einmal genau auseinandernimmt und protokolliert, bei welchem Takt sie welche Spannungen benötigt, ist eine andere Sache.
#17
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Registriert seit: 03.05.2007
Gießen / Exil-Münchner
la famiglia della banana
Beiträge: 13093
MSIs Aussage zu den Phasen ist wirklich widersprüchlich. Die erste Spule links unten am Sockel scheint aber kleiner zu sein als die anderen. Vielleicht wird die von MSI separat gerechnet?

Mir gefällt bei dem Test, dass ihr die "Eco"-States einschaltet und vergleicht und dann noch mal mit deaktivieren OnBoard-Komponenten. Manche Boards wie das MSI schalten die C-States aus, wenn man den Multi verändert, das kann man schnell übersehen.
#18
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 29199
Zitat dbode;20340541
Hallo zusammen, Holger hat die Fehler mittlerweile ja ausgebessert. Bei der Spannungsversorgung ist es allerdings so, dass hier klar 12 Phasen vorhanden sind, 10+1 passt also nicht wirklich. Ich nehme an, dass es 10 Phasen für die CPU sind und zwei Phasen für den Uncore-Bereich.

Es sollte eine 8+2+1+1 Konfiguration sein. Also 8 Phasen für die CPU-Kerne, zwei für VAXG und jeweils eine für VSA und VTT. Eventuell auch zwei für VSA und nur eine für VAXG, da bin ich mir gerade nicht sicher... weil man es ohne nachzumessen schwer am PCB ablesen kann :fresse:
#19
Registriert seit: 15.01.2006
CH
Hauptgefreiter
Beiträge: 234
Auf der Seite 2 steht nach VGA, DVD. Sollte wohl DVI heissen. Einen DVD-Anschluss am Mainboard wäre natürlich auch interessant. ;-)
#20
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Registriert seit: 28.12.2006
Chicago
Flottillenadmiral
Beiträge: 4210
Das Z77 MPower find ich eindeutig besser und das kostet auch nicht mehr.
#21
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Registriert seit: 28.11.2004

Admiral
Beiträge: 13019
Zitat DrOwnz;20340361
ich finds für nen P/L Tipp absolut überteuert


haha, ich auch
#22
customavatars/avatar27_1.gif
Registriert seit: 10.05.2001
Hamburch
Hauptgefreiter
Beiträge: 227
Zitat bawder;20350541
haha, ich auch


Und davon einmal abgesehen auch noch reichlich mies ausgestattet...
Hat man MSI die USB3-Zusatzchips weg genommen, frag ich mich...
#23
Registriert seit: 24.07.2006
Süddeutschland
Matrose
Beiträge: 29
Habe das Board jetzt seit fast einem Jahr im Einsatz und bereue den Schritt nicht. Beim Wechsel auf Ivy Bridge hatte ich ein paar Vorstellungen wie mein neues Board aussehen sollte: grundsätzlich sparsam, kein High End welches ich nicht (mehr) brauche, keine Chips von Marvell, kein mSATA. Der Netzwerkchip von Intel (statt Realtek o.ä.) war noch ein weiteres Plus. Und weil ich das Board auch noch wunderhübsch finde, fiel die Wahl damals auf das GD65.

Ein weiterer Vorteil für mich als Nutzer der Sandy Bridge ausgelassen hatte, war das Tool "ClickBIOS". Ohne Reboot lassen sich die aktuellen Einstellungen anschauen und ändern. Ist sehr praktisch, wenn man mit einer Technologie noch nicht vertraut ist und sich die Besonderheiten eines neuen Chipsatzes erst aneignen muß. Und auch wenn die Software nicht perfekt ist (lange Ladezeiten), ist sie trotzdem noch deutlich besser als der Schrott den ich von ASUS oder Gigabyte gewohnt war.

Das Board (und der Hersteller MSI) hat zumindest mich so überzeugt, das ich mir für meinen Fileserver noch ein MSI B75MA-P45 (I3-3225) zugelegt habe, und auch damit sehr zufrieden bin.

Grüße, Lostgrip
#24
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Registriert seit: 20.06.2004
Ruhrgebiet
Fregattenkapitän
Beiträge: 2859
Zitat thom_cat;20340275
wie immer schicker idle verbrauch beim msi :)


Kann ich nur zustimmen. Mich hätte aber ein Vergleich mit älteren P67/Z68 Mainboards gefreut. Vor allem der Unterschied zum, von Hardwareluxx vor einiger Zeit ebenfalls getesteten, MSI P67A-GD65 wäre interessant gewesen.
#25
customavatars/avatar161675_1.gif
Registriert seit: 13.09.2011

Flottillenadmiral
Beiträge: 5548
Ich finde ja, zukünftige Mainboards Tests sollten genauer auf die Stromversorgung eingehen. Einfach nur vom Datenblatt 10+1 Phasen ablesen, finde ich für den Anspruch dieser Seite nicht mehr ausreichend. Also bitte das nächste mal, Heatsink/Kühler abnehmen und sich die Mosfets, Treiber und Phasen näher anschauen, gegebenenfalls jemanden zur Hilfe nehmen der sich mit Mainbaord Elektronik auskennt. Manche Hersteller tricksen nämlich zu gerne mit Dual Output und sogenannten Doubler um die Phasenzahl zu erhöhen. Danke sonst super Review.
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