Seite 7: Stromverbrauch

Neben einer gut ausgeprägten Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Auf dem EVGA Z77 FTW sind viele Zusatzchips zu finden, wie den PLX 8747-Switch, die beiden SATA-Controller von Marvell, den ASMedia-USB-3.0-Controller, den großen Netzwerkcontroller, samt dem Audio-Codec und dem Firewire-Erweiterungschip. Bei einem High-End-Mainboard, wie dem Z77 FTW, darf man also nicht erwarten, dass es besonders effizient ist.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung).

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme Idle

Bildname
Leistung in Watt

Trotz den zahlreichen Zusatzchips zeigt sich das EVGA Z77 FTW im Leerlauf recht effizient. Der Verbrauch ist mit dem Intel DZ77GA-70K gleichzusetzen.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

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Leistung in Watt

Auch beim Cinebench zeigt sich unser Testsample sehr genügsam. Es verbraucht auch hier genauso viel wie das Intel-Referenzboard.

Leistungsaufnahme Prime95

Bildname
Leistung in Watt

Nun zeigt sich ein anderes Bild. Das EVGA Z77 FTW ist unter Einsatz von Prime ganze zwei Watt sparsamer und verbraucht ein wenig mehr als das Gigabyte GA-Z77X-UD3H.

Spannungen Prime95

Bildname
Spannungen in Volt

Von allen bisher getesteten Mainboards benötigt das EVGA-Mainboard unter Last nur 1,114V. Dicht gefolgt vom ECS Z77H2-AX mit 1,116V.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme Idle

Bildname
Leistung in Watt

Nachdem wir die Zusatzchips deaktiviert haben, zeigt sich das EVGA Z77 FTW noch eine Spur sparsamer. Mit 45,2 Watt macht es schon ansatzweise dem MSI Z77A-GD80 Konkurrenz und hat bereits das Gigabyte GA-Z77X-UD3H eingeholt.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

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Leistung in Watt

Hier hat sich das EVGA-Mainboard doch mit 110,1 Watt sogar auf den zweiten Platz katapultiert. Dicht dahinter befindet sich das Gigabyte-Mainboard. Das MSI Z77A-GD80 bleibt jedoch ungeschlagen.

Leistungsaufnahme Prime95

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Leistung in Watt

Unter Volllast sichert sich das EVGA Z77 FTW bei Prime95 immerhin noch den dritten Platz.

Spannungen Prime95

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Spannungen in Volt

Wie nicht anders zu erwarten war, hat sich an den Spannungen absolut nichts verändert.

Es ist schon erstaunlich, dass sich das EVGA Z77 FTW recht effizient zeigt, obwohl es viele Zusatzchips und sogar einen PLX-Switch mit an Bord hat. EVGA hat somit die Mitte zwischen Leistung und Effizienz gefunden.