Seite 6: Testsystem und generelle Performance

Unser Testsystem ist bis auf den Arbeitsspeicher mit den vorangangenen Tests identisch. Wir waren Opfer einer Arbeitsspeicher-Inkompatibilität mit den G.Skill TridentX DDR3-2400-Modulen und mussten somit auf ein anderes Kit vertrauen, um den Test weiter fortsetzen zu können. Ob nun alle TridentX-Module die Arbeit mit dem Z77 FTW verweigern, sei natürlich mal dahingestellt, bei unserem Sample bootete das System nicht, sobald 1600 MHz Takt eingestellt wurden. Mit den Kingston HyperX DDR3-2133-Modulen und den anderen vorliegenden Speichermodulen ging es dann leicht von der Hand und es gab keine Probleme.

Hardware:

  • Intel Core i7-3770K
  • entsprechendes Sockel 1155-Mainboard mit Intels Z77-Chipsatz
  • 2x4 GB DDR3-2133 - @ 1600 MHz, 9-9-9-24 1T, bei 1,5 V
  • Powercolor Radeon HD 7850
  • Seasonic X-Series 560W Netzteil
  • Samsung CDDVDW SH-222AB
  • Seagate ST1000524AS 1TB Festplatte

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

  • Windows 7 Home Premium 64-Bit
  • AMD Catalyst 12.4
  • Intel INF-Utility 9.3.0.1020

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1t - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim EVGA Z77 FTW ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark:

3DMark 2011

3DMark_2011_1
Leistung in Futuremark-Punkten

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench 1
Leistung in Cinebench-Punkten

SiSoft Sandra Memory Benchmark

SiSoft_Sandra 1
Bandbreite in GB/s

SuperPi 8M

SuperPi 1
Zeit in Sekunden (weniger ist besser)

Alle Ergebnisse liegen dicht beieinander. Nur beim 3DMark 2011 konnten wir keine Erklärung finden, warum das Ergebnis weiter unterhalb liegt. Die restlichen Ergebnisse sind jedenfalls passend, was auf das identische Testsystem zurückzuführen ist. Auch der etwas höhere Sisoft Sandra Benchmark ist zu erklären durch die leichte Variation bei unseren Speichermodulen. Insofern sind also alle Messwerte im Bereich des Üblichen.