Seite 2: Features und Layout (1)

Der Z77-Chipsatz hat nun mittlerweile eine weite Reise hinter sich. Alle namhaften Mainboard-Hersteller haben entsprechende Mainboards mit dem neuesten Ableger hergestellt. So ist natürlich auch auf dem Z77 FTW von EVGA der Z77-Chipsatz aufzufinden, der die lang ersehnte, native USB-3.0-Unterstützung mitbringt und obendrein alle Features von seinem Vorgänger mitgenommen hat, wie z.B. das SSD-Caching und die Intel Smart Response Technology. Mithilfe des Mini-DisplayPorts kann der geneigte Käufer auch auf das Lucid Virtu-Feature zurückgreifen.

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Auf dem Z77 FTW arbeitet ein 7+1 Phasendesign.

Der Bereich um den Sockel ist sehr übersichtlich und bietet genügend Platz für große CPU-Kühlkörper. EVGA setzt beim Z77 FTW auf ein kraftvolles 7+1 Phasendesign für die nötige CPU-Spannungsversorgung. Die weiteren drei Phasen sind für den Arbeitsspeicher reserviert. Oberhalb des Sockels sind zwei 8-Pin-ATX-Stromanschlüsse zu finden. Um das Mainboard in den Betrieb zu nehmen, muss mindestens ein 4-Pin-Stecker montiert werden. Für eine extreme Übertaktung bietet es sich an, die beiden 8-Pin-Stromanschlüsse auch zu belegen, sollte das Netzteil zwei Stecker zur Verfügung stellen. Der CPU-Kühlerlüfter wird über einen 4-Pin-PWM-Anschluss an das System gebunden und ermöglicht aufgrund einer Lüftersteuerung einen leisen Betrieb.

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Der 24-Pin ATX-Stromanschluss ist in abgewinkeltem Zustand.

In diesem Bereich gibt es viel zu entdecken. Links unten in der Ecke kann man die Kontrolle über die fünf PCIe-x16-Slots übernehmen und sie manuell deaktivieren oder erneut reaktivieren. EVGA hat den Hauptstromanschluss nicht wie sonst gewohnt nach oben gerichtet positioniert, sondern abgewinkelt platziert. Um die Kabel hinterher ordentlich zu verlegen, ist es jedenfalls sehr vorteilhaft. Rechts daneben sehen wir eine Debug-LED, die das Suchen nach einem Fehler erleichtern kann, gefolgt von einem Reset-, Power- und CMOS-Clear-Button.

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4-Way-SLI und CrossFireX ist beim EVGA Z77 FTW kein Problem.

Die große Stärke des Z77 FTW liegt bei der Unterstützung von 4-Way-SLI und CrossFireX über ingesamt fünf PCI-Express-3.0-x16-Slots. Aufgrund der geringen Anzahl der Lanes, die direkt von der CPU gesponsert werden, muss eine Lösung her, die mit vier installierten Grafikkarten mit jeweils acht Lanes zurechtkommt. Die Lösung hört auf den Namen PEX 8747 von PLX Tech. Der 5-Port-PCIe-Gen3-Switch bedient sich der 16 Lanes direkt von der CPU und erweitert sie auf effektive 32 Lanes. Bei einer Nutzung von vier Grafikkarten wird jede Karte mit ausreichenden acht Lanes angesteuert. Diese Aufgabe ist nicht gerade leicht und produziert eine zu bewältigende Abwärme, die vom Chipsatzlüfter mit gestemmt wird. Bei vier Grafikkarten entsteht zusätzlich ein großer Stromhunger, sodass EVGA zwei zusätzliche 6-Pin-PCIe-Stromanschlüsse aufs Mainboard gelötet hat. Dadurch wird eine bessere Stabilität gewährleistet. Dazwischen und ein wenig allein gelassen gesellt sich ein einzelner PCIe-2.0-x1-Slot.

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An SATA-Buchsen mangelt es in keinster Weise.

Um seine Laufwerke, SSDs oder HDDs an das System zu koppeln, bietet das Z77 FTW genügend Anschlüsse. Die vier roten Buchsen entsprechen der SATA-6G-Spezifikation. Zwei davon arbeiten mit dem Z77, die anderen beiden mit dem Marvell 88SE9182 eng zusammen. Die schwarzen SATA-Schnittstellen entsprechen dagegen der SATA-3G-Spezifikation. Hinzu kommen zwei eSATA-3G-Ports am I/O-Panel. Zusammen bleiben also kaum Wünsche offen!