Seite 2: Features und Layout (1)

Der neu erschienene Z77-Chipsatz bietet gegenüber dem Vorgänger, dem Z68-Chipsatz, zugegeben geringe Vorteile. Die wesentliche Veränderung ist die native Unterstützung von USB 3.0, sodass man hierbei nicht mehr auf Zusatzchips angewiesen ist. An den restlichen Features hat sich nichts geändert. Weiterhin sind sowohl die Nutzung der IGP möglich als auch die erweiterten Overclocking-Funktionen. Letzteres ist natürlich nur möglich, wenn man einen passenden Prozessor mit frei wählbarem Multiplikator besitzt.

So ändert sich auch nichts an den SATA-Anschlüssen. In den meisten Fällen, wie auch bei unserem Testkandidaten, stehen vier SATA 6G-Buchsen zur Verfügung, von denen zwei über den Z77-Chipsatz direkt kommunizieren. Die anderen beiden Anschlüsse müssen mit Zusatzchips wie z.B. dem Marvell 9172 vorlieb nehmen. Weitere vier SATA-3G-Anschlüsse sind ebenfalls mit dem Z77-Chipsatz verknüpft. Für die meisten Anwender wird dies ausreichen.

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Der Bereich um den CPU-Sockel.

Wie man gut erkennen kann, verbaut Intel bei diesem Board acht Phasen für die CPU. Die zwei weiteren, grauen Phasen sind für den ehemalig "UnCore" genannten Bereich der CPU, wie z.B. den Memory-Controller, PCIe-Controller und den Cache. Ganz typisch für den Sockel 1155 sind vier DDR3-Slots verfügbar, die Speichermodule mit einer Kapazität von 8 GB unterstützen, was bei vier belegten Slots logischerweise 32 GB ergibt. Intel setzt bei diesem Mainboard-Modell auf einen zusätzlichen 8-Pin-Stromanschluss, welcher verschärftem Overclocking zugutekommt.

Des weiteren sehen wir oberhalb des CPU-Sockels den 4-Pin PWM-Lüfteranschluss. Für einen weiteren Lüfter, der in der Regel an der Gehäuserückseite angebracht wird, steht ein weiterer PWM-Lüfteranschluss bereit. Sehr gut!

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Vier DIMM-Slots sind beim Z77 der Standard.

Zu einem weiteren 4-Pin PWM-Connector gesellt sich links daneben ein Speaker, der die Beep-Codes ausgibt. Direkt unterhalb der DIMM-Slots sehen wir weitere drei graue Phasen, die vermuten lassen, dass diese eben für die DIMM-Slots zuständig sind. Wenig überraschend ist natürlich auch der 24-Pin-Stromanschluss vorhanden. Für einen offenen (Overclocking-)Testbetrieb, bevor man das Board in ein Gehäuse verbaut, hat Intel direkt auf dem Board einen Power-Button sowie einen Reset-Button installiert.

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Erweiterungsmöglichkeiten und Multi-GPU sind kein Problem.

Für die gewünschte Grafikausgabe sind zwei PCIe 3.0-Slots vorhanden. Beide treten direkt mit der CPU in Kontakt. Die Lane-Aufteilung entspricht dem gewohnten Standard, sprich 16 Lanes für den ersten Slot und acht Lanes für den zweiten Slot. Im Falle eines Multi-GPU-Setups werden beide Slots mit acht Lanes angesprochen. Wenn man weitere Erweiterungskarten nutzt, können diese ebenfalls untergebracht werden. Es stehen zwei PCIe 2.0 x1, sowie ein PCIe 2.0 x4 Slot frei zur Auswahl. Mit den zusammen genannten Expansion-Slots sind ebenfalls zwei ältere PCI-Slots montiert worden, die über einen Extrachip realisiert werden. Wählt man nun eine Multi-GPU-Konfiguration, sollte man nicht vergessen, dass einige Erweiterungsslots nicht mehr benutzt werden können und man damit auf externe Lösungen angewiesen ist, sollte man diese benötigen.

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Mit acht Storage-Anschlüssen werden fast alle Anwender auskommen.

Die beiden blauen SATA-Ports entsprechen der 6G-Spezifikation und sind direkt mit dem Z77-Chipsatz verbunden. Die vier schwarzen SATA-Anschlüsse können den SATA-3G-Standard vorweisen. Schließlich bleiben nur noch die beiden grauen Ports auf der linken Seite. Sie unterstützen, genauso wie die beiden blauen, SATA 6G, nur mit dem Unterschied, dass sie über den Zusatzchip Marvell-88SE9172 realisiert wurden.

Für eine leichtere Fehlerdiagnose ist wie bei vielen aktuellen Mainboards obendrein eine Debug-LED auf dem Board existent.