Seite 12: Sondertest: „Intake“ oder „Exhaust“ Konfiguration?

Auch bei der Montage der Lüfter hat man die Qual der Wahl: Lässt man die beiden Serienlüfter der Corsair H110 die warme Luft aus dem Gehäuse durch den Radiator nach draußen befördern („Exhaust“) oder aber kalte Luft von außen ansaugen, um den Radiator zu kühlen und dann die erhitzte Luft ins Gehäuse blasen („Intake“)? Wir untersuchen die beiden Möglichkeiten sowie deren Auswirkungen auf die CPU Temperaturen in einem kurzen Vergleich.  Zur Vereinfachung der Untersuchung kam lediglich das anspruchsvollste Testszenario zum Einsatz, in dem unser Intel Xeon E5 2678W auf 3,6 GHz übertaktet wurde.

Folgende Werte ergaben sich im direkten Vergleich:

Wie sich bei einem kurzen Vergleich zeigt, ist die „Exhaust“-Konfiguration nicht nur um 2,25 °C respektive 0,5 °C kühler, sondern befördert die warme Luft auch noch aus dem Gehäuse heraus und unterstützt somit die Belüftung des Gehäuses. Die Unterschiede werden kleiner, je geringer die Drehzahl der Lüfter ist.

Die „Intake“ Variante hat zwar den Vorteil, dass kalte Luft von außerhalb des Gehäuses benutzt werden kann um den Radiator und somit das Wasser zu kühlen, befördert aber somit natürlich sehr viel warme Luft in das Gehäuse, die sich dort staut und die Temperatur rund um den CPU-Sockel herum in die Höhe schnellen lässt. Gerade wenn die Gehäusebelüftung aus langsam drehenden Lüftern besteht, wie in unserem Testsystem, ist das einer guten Innentemperatur nicht gerade förderlich und erhitzt auch die andere Komponenten des PC ungemein mit.

Ein Vergleich dieser Art lässt sich aber schwer verallgemeinern und hängt auch immer von der Kühlsituation im konkreten Gehäuse ab – und kann somit, je nach Gehäuse und Gehäusebelüftung, von Fall zu Fall variieren.