Seite 11: Sondertest: Pumpe

Wie schon eingangs bei den Lautstärkebetrachtungen festgestellt, läuft die Pumpeneinheit der Corsair H110 mit 1450 Umdrehungen pro Minute und ist leider nicht unbedingt als leise zu bezeichnen, da die etwas klackernden Arbeitsgeräusche der Pumpe sowie ein leicht zu vernehmendes Blubbern in einem sehr leisen System durchaus wahrnehmbar sind und somit die Akustik des Gesamtsystems beeinträchtigen.

Schon eine Absenkung auf 1000 Umdrehungen pro Minute verbessert den Geräuschpegel enorm. Daher untersuchen wir in diesem Sondertest, inwiefern sich die Leistung der Corsair H110 verschlechtert, wenn die Leistung der Pumpe auf 1000 bzw. 600 Umdrehungen pro Minute reduziert wird und wie laut die Pumpe alleine in diesen Testszenarien ist (alle andern Lüfter im System werden für die Lautstärkemessung der Pumpe kurz angehalten).

Zur Vereinfachung der Untersuchung kam lediglich das anspruchsvollste Testszenario zum Einsatz, in dem unser Intel Xeon E5 2678W auf 3,6 GHz übertaktet wurde. Die Serienlüfter der Corsair H110 liefen bei diesem Test auf voller Leistung.

Folgende Werte ergaben sich im direkten Vergleich:

Eine Absenkung der Pumpenleistung auf 1000 Umdrehungen pro Minute verbessert die Akustik enorm, verschlechtert die Temperaturen gleichzeitig aber nur um etwas weniger als ein Grad – ist daher also eine Überlegung wert. Das zuvor angesprochene Arbeitsgeräusch der Pumpe tritt dabei in den Hintergrund, auch das Blubbern wird leiser und unauffälliger.

Eine weitere Reduzierung der Drehzahl der Pumpe auf 600 Umdrehungen pro Minute verbesserte die Akustik dahin gehend, dass die Pumpeneinheit nun als unhörbar bezeichnet werden kann. Die Temperaturen steigen durch diesen Eingriff aber um ganze 6 °C, daher ist der Betrieb mit 600 Umdrehungen unserer Ansicht nach nur für Nutzer erstrebenswert, die sehr viel Wert auf einen geräuscharmen Rechner legen und dafür auch bereit sind etwas schlechtere Temperaturen in Kauf zu nehmen.