Seite 19: Fazit

Die Inno3D iChill GeForce GTX 780 Ti HerculeZ X3 Ultra DHS-Edition ist ein wahres Monster unter den Grafikkarten und auch eines der besten Modelle aus NVIDIAs GeForce-780-Ti-Familie. Dank der deutlichen Taktsteigerung auf 1.085 bzw. 1.820 MHz für Chip und Speicher führt sie in der Regel unser Testfeld an, liefert sich in einigen Benchmarks aber ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Gigabyte GeForce GTX 780 Ti GHz-Edition, der bislang schnellsten GeForce GTX 780 Ti aus unserem Testlabor. Unterschiede zwischen den beiden Modellen ergeben sich eigentlich nur aufgrund des Boost-Taktes. Während unser heutiger Testkandidat hier Taktraten von bis zu 1.188 MHz erreicht, waren es beim Gigabyte-Modell bis zu 1.228 MHz. 

Beim Kühlsystem kann die iChill GeForce GTX 780 Ti HerculeZ X3 Ultra DHS-Edition voll ihre Muskeln ausspielen. Sowohl im normalen Windows-Betrieb wie auch unter Volllast zählt sie zu den leisesten High-End-Grafikkarten, die es aktuell auf dem Markt zu kaufen gibt. Im 3D-Betrieb liegt die Geräuschkulisse eher auf dem Niveau einer deutlich langsameren Mittelklasse-Grafikkarte wie der AMD Radeon R9 270X. Trotzdem können sich auch die Temperaturen sehen lassen. Erreichten unsere bisher getesteten Modelle wie die Gigabyte GeForce GTX 780 Ti GHz-Edition, die ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II oder die ZOTAC GeForce GTX 780 Ti AMP!-Edition noch die 70-°C-Marke, bleibt der neuste Ableger von Inno3D weit davon entfernt.

In Sachen Lieferumfang setzt man sich ebenfalls von der Konkurrenz ab. Neben dem obligatorischen Quick-Start-Guide, einer Treiber-CD und allen möglichen Adaptern gibt Inno3D seinem neusten Zuwachs unter den GK110-Grafikkarten auch die Advanced-Version von Futuremarks 3DMark mit auf den Weg und packt ein hochwertiges Mauspad sowie ein schickes Türschild mit ein. 

Einzig beim Overclocking-Potential hätten wir uns von der handselektierten Grafikkarte ein klein wenig mehr erwartet. Trotzdem kann sich das Endergebnis von 1.152 bzw. 1.925 MHz sehen lassen. Noch höher übertakten ließ sich lediglich unser Testmodell zur EVGA GeForce GTX 780 Ti Classified ACX.

Die Inno3D iChill GeForce GTX 780 Ti HerculeZ X3 Ultra DHS-Edition ist ab sofort bei Caseking.de für 719 Euro erhältlich und ist damit gut 120 Euro teurer als die günstigste GeForce GTX 780 Ti bei Amazon. Der Aufpreis zur nicht weiter selektierten, aber etwas langsameren iChill HerculeZ X3 Ultra beträgt 40 Euro. Ein sehr stolzer Preis wie wir finden.

 

Die Inno3D iChill GeForce GTX 780 Ti HerculeZ X3 Ultra DHS-Edition ist eine der schnellsten und zugleich leisesten GeForce-GTX-780-Ti-Grafikkarten. Da auch das Temperatur-Verhalten stimmt und der Lieferumfang sehr üppig ausfällt, zücken wir unseren begehrten Excellent-Hardware-Award. Herzlichen Glückwunsch!

inno3d gtx780ti dhs award

Persönliche Meinung

In den letzten Wochen und Monaten konnten wir bei uns in der Redaktion so einige Ableger der GeForce GTX 780 Ti auf den Prüfstand stellen. Alle von uns bislang getesteten Grafikkarten konnten die Messlatte im Vergleich zur Referenz-Version deutlich noch oben setzen und vor allem die Lautstärke minimieren. Kein Hersteller hat das bislang aber so geschafft, wie Inno3D mit seinem HerculeZ-X3-Kühler. Das mächtige Triple-Slot-Gespann ist ohne Frage eines der leisesten Kühlsysteme, die es aktuell zu kaufen gibt und lässt trotzdem hitzige und leistungsstarke Grafikchips wie eben den GK110 von NVIDIA einen kühlen Kopf bewahren. Der Boost-Takt von 1.188 MHz liegt zwar nur knapp über den versprochenen Mindest-Taktraten von 1.150 MHz, kann dafür aber aufgrund der niedrigen Temperaturen durchgehend gehalten werden.

An der Inno3D iChill GeForce GTX 780 Ti HerculeZ X3 Ultra habe ich persönlich nichts aussetzen, wenngleich ich nicht bereit wäre über 720 Euro in eine Grafikkarte zu investieren, das ist aber meine Sache... (Andreas Stegmüller)