Seite 22: Fazit

Vorerst wird die GeForce GTX 780 DirectCU II OC wohl das High-End-Modell der GeForce GTX 780 von ASUS sein. Den neuen DirectCU-II-Kühler hat ASUS an den richtigen Punkten verändert. Einige wenige Overclocking-Features wie die Spannungsmesspunkte und das VGA-Hotwire können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass ASUS bei der Karte etwas halbherzig vorgegangen ist.

Mit einem Basis-Takt von 889 MHz und dem Boost-Takt von 941 MHz geht ASUS etwas zu konservativ an die Übertaktung der GeForce GTX 780 heran. Andere Hersteller haben bewiesen, dass hier deutlich mehr möglich ist. Ein Punkt könnte sicherlich sein, dass nicht jede Karte ihren maximalem Boost-Takt auch bei längeren Gaming-Sessions halten kann - das können sie jedoch. Das führt letztendlich dazu, dass die ASUS GeForce GTX 780 DirectCU II OC zwar etwas schneller als die Referenzversion ist, nicht aber an Karten wie die EVGA GeForce GTX 780 Superclocked ACX, Gigabyte GeForce GTX 780 WindForce 3X OC oder Inno3D iChill GeForce GTX 780 heranreichen kann. 993 MHz sind dafür einfach zu wenig, egal wie gut die Kühlung auch sein mag.

ASUS lässt seine GPU unter Last bei 66 °C arbeiten und das bei gleichzeitig geringer Lautstärke. Hier legt ASUS die Messlatte einmal mehr für alle anderen sehr hoch. Aufgrund der guten Kühlung hätte ASUS also durchaus die Möglichkeit den Takt deutlich höher anzusetzen. Erst ein manuelles Eingreifen des Nutzers sorgt dann dafür, dass die Karte ihr volles Potenzial aus ausschöpfen kann. So richtig dürfte der Spaß erst losgehen, wenn die ASUS GeForce GTX 780 DirectCU II OC mit einem Wasserkühler bestückt wird oder gar durch flüssigen Stickstoff gekühlt wird.

ASUS GeForce GTX 780 DirectCU II OC
Straßenpreis -
Homepage www.asus.de
Technische Daten
GPU GK110 (GK110-300-A1)
Fertigung 28 nm
Transistoren 7,1 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 889 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 941 MHz
Speichertakt 1502 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 3072 MB
Speicherinterface 384 Bit
Speicherbandbreite 288,4 GB/Sek.
DirectX-Version 11.0
Shadereinheiten 2304
Textur Units 192
ROPs 48
Pixelfüllrate 42,7 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire SLI
Lautstärke
Idle-Modus 33,8 dB(A)
Last-Modus 49,7 dB(A) 
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 105,2 Watt
Last-Modus 386,4 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 34 °C
Last-Modus 66 °C

Was nun noch bleibt, ist die Frage nach dem Preis. Derzeit ist die Karte aber noch nicht gelistet, dürfte aber kein allzu günstiges Vergnügen werden. Es gilt also die Augen offen zu halten und bis zum Erscheinen der Karte am deutschen Markt können wir auch kein endgültiges Fazit fällen.

Alternativen? Alternativen zur ASUS GeForce GTX 780 DirectCU II OC gibt es zuhauf - dabei muss man aber auch vielleicht auch den ein oder anderen Kompromiss machen. Ein Blick in das erste Roundup mit Karten von EVGA GeForce GTX 780 Superclocked ACX, Gigabyte GeForce GTX 780 WindForce 3X OC oder Inno3D iChill GeForce GTX 780 könnte hier Aufschluss geben.

 

Persönliche Meinung

ASUS hätte die gute Basis in Form der GeForce GTX 780 und des ausgebauten DirectCU-II-Kühlers etwas besser zusammenbringen können. Die konservativen Vorgaben von Basis- und Boost-Takt sowie der damit gekoppelte maximale Boost-Takt wirken als eine Art Handbremse für die Karte. ASUS meint es gut, will auch bei Dauerlast immer einen möglichst hohen und stabilen Boost-Takt gewährleisten, doch das schaffen andere Hersteller auch mit höheren Vorgaben. Begeistert hat mich der effektive Kühler, der durchaus deutlich mehr werksseitiges Overclocking zugelassen hätte. Aber auch so macht die Karte Spaß, denn ohne großes Zutun quetscht der Nutzer eine deutlich höhere Performance aus der Karte. Noch mehr Spaß dürfte dies mit einer Wasserkühlung machen. (Andreas Schilling)

 

Positive Aspekte der ASUS GeForce GTX 780 DirectCU II OC:

  • gute Performance auch in hohen Auflösungen
  • hochwertige Komponenten
  • hohes Overclocking-Potenzial
  • GPU-Boost 2.0 mit neuen Optionen für den Nutzer
  • effektive und leise Kühlung

Negative Aspekte der ASUS GeForce GTX 780 DirectCU II OC:

  • nur geringe werksseitige Übertaktung der GPU
  • kein werksseitiges Overclocking des Speichers