Seite 3: Software: GeForce Experience

NVIDIA hat seine GeForce Experience mit Software-Version 1.5 einen Schritt nach vorne gebracht. Daher wollen wir an dieser Stelle noch einmal etwas näher darauf eingehen.

Bei der "GeForce Experience" handelt es sich um eine Software, die auf dem System installierte Spiele erkennt und bei Bedarf die optimalen Settings setzt. Was auf den ersten Blick einfach klingt, bedeutet für NVIDIA einen enormen Aufwand. Während Spieleentwickler derzeit nur drei Konsolen (Microfts Xbox 360, Sonys PlayStation 3 und Nintendos Wii U) und deren Performance ins Auge fassen müssen, ist diese Aufgabe im PC-Bereich deutlich komplizierter. Alleine die Kombination aus dutzenden Prozessoren von AMD und Intel, gemeinsam mit einer fast gleichen Anzahl an Grafikkarten, macht die schiere Anzahl der Konfigurationen deutlich. Hinzu kommen noch verschiedene Ansprüche an Desktop-Systeme und Notebooks. Doch bei der Hardware darf man an dieser Stelle nicht Schuss machen, denn auch die Software bzw. die verwendeten Treiber spielen eine entscheidende Rolle.

NVIDIA will bei der Ermittlung der Daten aber zunächst einmal auf eigene Erfahrungen setzen. Dazu hat man mehrere hundert Hardware-Konfigurationen aufgestellt und lässt diese durch Mitarbeiter in den verschiedensten Spielen testen. Es wird also ermitteln, mit welchen Settings das Spiel auf der jeweiligen Hardware-Konfiguration und Display-Auflösung am besten läuft. Diese Daten werden durch die "GeForce Experience"-Software abgerufen. NVIDIA ist aber auch an den Settings der Nutzer interessiert und übermittelt diese an den eigenen Dienst, wenn der Nutzer seine Zustimmung dazu gibt.

NVIDIA GeForce Experience

So sieht ein Blick in die GeForce Experience mitsamt einiger installierter Spiele momentan aus. Für unsere Tests verwendet wir natürlich weiterhin die von uns gewählten Einstellungen. Für unbedarfte Spieler könnte die Software aber durchaus eine Stütze sein.

NVIDIA GeForce Experience

Auch wenn dies an anderer Stelle ebenfalls möglich ist, bietet die GeForce Experience noch einmal einem Überblick über das komplette System und nennt darunter auch noch einmal die Voraussetzungen für den Einsatz der Software.

NVIDIA GeForce Experience

Zukünftig möchte NVIDIA dem Nutzer die Wahl lassen, mit dem Treiber auch gleich die GeForce Experience herunterzuladen. Derzeit hat NVIDIA keine Pläne, den Treiber und die Software enger miteinander zu verknüpfen, als darüber auch entsprechende Treiber-Updates anzubieten.

NVIDIA GeForce Experience

Bereits von der Vorstellung der PlayStation 4 kennen wir Sonys Pläne dem Nutzer über einen einfachen Knopfdruck die Möglichkeit zu bieten den aktuellen Bildschirminhalt mit anderen Nutzern zu teilen. Bei NVIDIA soll dies über Shadowplay möglich gemacht werden. Ohne größere Performance-Verluste macht dies der H.264-Encoder in der "Kepler"-GPU möglich. An die Aufnahme muss der Spieler noch nicht einmal im Vorfeld denken, denn die Software zeichnet die letzten 20 Spielminuten auf. Zahlreiche Optionen zur Video- und Audioqualität sollen dem Nutzer die größtmögliche Freiheit bei der Auswahl und Qualität des Videos lassen. Wann Shadowplay in die GeForce Experience eingebaut wird, ist allerdings noch nicht bekannt.

So weit so gut, nun schauen wir unseren Testkandidaten näher an.