Seite 18: Fazit

Ein anstrengendes Grafikkarten-Jahr, in dem insgesamt mehr als 15 neue 3D-Beschleunger von AMD und NVIDIA vorgestellt wurden, wir einige große Round-Ups und Einzeltests hatten, liegt hinter uns und auch zwischen den Jahren sowie auf der CES ist nicht viel passiert. Während zwölf Monate zuvor AMD den ersten Schritt wagte und seine neuste Generation an den Start schickte, ist es in diesem Jahr noch erstaunlich ruhig. Die Feuer der Gerüchteküchen sind noch immer nicht entfacht. Trotzdem haben wir ein Modell gefunden, welches wir bislang noch nicht auf den Prüfstand gestellt hatten: Die SPARKLE GeForce GTX 670 Calibre Captain.

Sie hat optisch nicht viel mit der Referenz gemein und erinnert beim Kühlsystem mehr an eine Gainward GeForce GTX 670 Phantom. Tatsächlich wird hier ein ähnliches Konzept verfolgt. Zwar nimmt dieses in der Höhe weiterhin die gewohnten zwei Slots ein, setzt auf eine aufwendige Heatpipes-Konstruktion, bei der es insgesamt sechs 6-mm-Kapillare gibt, doch sitzen die Lüfter nicht mehr über den zahlreichen Aluminiumfinnen, sondern direkt darunter. Von diesen stehen drei 70-mm-Modelle in Axialbauweise zur Verfügung.

Sieht man vom Montagefehler unseres Samples einmal ab, bei dem leider der Abstand zwischen Platine und Lüfter nicht stimmte und einer der drei Rotoren so ständig gegen die Buchse der Stromversorgung schlug – das Problem ließ sich allerdings per Hand aus der Welt schaffen – so kann sich die Leistung des Dual-Slot-Kühlers durchaus sehen lassen. Die SPARKLE GeForce GTX 670 Calibre Captain zählt vor allem unter 3D-Last zu den leisesten Modellen ihrer Art. Wir haben unter Volllast erfreulich ruhige 47,2 dB(A) gemessen. Im normalen Windows-Betrieb waren es hingegen 38,2 dB(A). Zum Vergleich: Die NVIDIA-Vorlage war hier mit 36,1 bzw. satten 52,9 dB(A) unterwegs.

Trotzdem können sich auch die Temperaturen sehen lassen. In unseren Tests wurde das Testmuster nicht wärmer als 65 ° C, wohingegen die Referenz hier schon die magische 80-° C-Marke durchbrach.

Keine großen Überraschungen gab es bei der Leistungsaufnahme der SPARKLE GeForce GTX 670 Calibre Captain. Aufgrund der höheren Taktraten ab Werk – der Hersteller befeuerte seinen jüngsten GK104-Ableger mit 954/1550 MHz (Standard: 915/1504 MHz) – fiel der Stromhunger des getesteten 3D-Beschleunigers geringfügig höher aus. Wir haben im 2D- und 3D-Betrieb jeweils einen Maximalwert von 112,9 respektive 342,4 für das Gesamtsystem gemessen.

Beim Overclocking hinterließ die Karte ebenfalls einen passablen Eindruck, wenngleich sie in dieser Disziplin nicht für Höchstwerte sorgen konnte. Trotzdem können sich unsere Werte sehen lassen. Der Speicher ließ immerhin 171 MHz mehr über sich ergehen und arbeitete am Ende mit 1721 MHz ein gutes Stückchen schneller. Beim Grafikprozessor war hingegen bei 1095 MHz Schluss. Ein Zuwachs von gut 141 MHz. Zu guter Letzt erhöhte sich auch der Boost-Takt von ehemals 1033 auf 1174 MHz.

Beim Lieferumfang fährt SPARKLE jedoch nicht ganz so dick auf und gibt seinem Captain der GeForce-GTX-670-Karte gerade einmal das Nötigste mit auf den Weg. Unserem Testmuster lagen eine Schnellstart-Anleitung, eine Treiber-CD, alle möglichen Adapter für die Anschlüsse und die Stromversorgung der Grafikkarte sowie eine VIP-Karte des Herstellers bei. Eine Vollversion, mit der sich die Leistungsfähigkeit der Grafikkarte gleich hätte austesten können, hätten wir gerne noch gesehen. AMD liegt hier mit seinem "Never Settle"-Paket weit vorne.

 

SPARKLE GeForce GTX 670 Calibre Captain
Straßenpreis ca. 370 Euro
Homepage www.sparkle.com.tw
Technische Daten
GPU GK104 (GK104-325-A2)
Fertigung 28 nm
Transistoren 3,54 Milliarden
GPU-Takt 954 MHz
Speichertakt 1550 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 2048 MB
Speicherinterface 256 Bit
Speicherbandbreite 198,4 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 1344 (1D)
Shadertakt 954 MHz
Textur Units 112
ROPs 32
Pixelfüllrate 30,5 Gigapixel
SLI/CrossFire SLI
Lautstärke
Idle-Modus 38,2 dB(A)
Last-Modus 47,2 dB(A) 
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 112,9 Watt
Last-Modus 342,4 Watt 
Temperaturen
Idle-Modus 29 °C
Last-Modus 65 °C 

SPARKLEs GeForce GTX 670 Calibre Captain ist eine sehr schnelle und vor allem unter 3D-Last eine sehr leise Grafikkarte. Verglichen mit anderen Konkurrenz-Karten, schafft sie es jedoch nicht, sich merklich abzusetzen. Preislich haben andere Hersteller meist ähnliches oder gar mehr zu bieten. Um nur ein Beispiel zu nennen: Die Gigabyte GeForce GTX 670 WindForce 3X ist schon für knapp 335 Euro im Handel erhältlich.

 

Positive Aspekte der SPARKLE GeForce GTX 670 Calibre Captain:

 

  • Vor allem im 3D-Betrieb sehr leise
  • Gutes Overclocking-Potential
  • Hohe Leistung

Negative Aspekte der SPARKLE GeForce GTX 670 Calibre Captain:

  • Geringes Zubehör