Seite 20: Fazit

EVGA will mit der GeForce GTX 680 Classified die ultimative GeForce GTX 680 stellen. Dies gelingt allerdings nur in Teilen. Nüchtern betrachtet gibt es schnellere Karten dieses Modells, einige davon hatten wir auch schon im Test. Zu nennen sind hier die ASUS GeForce GTX 680 DirectCU II TOP (zum Test) oder die Point of View TGT GeForce GTX 680 Beast. Selbst aus eigenem Haus wird ihr ein ab Werk schnellere Konkurrent gegenübergestellt: die EVGA GeForce GTX 680 Hydro Copper (zum Test).

Dies kann allerdings nicht über den Fakt hinwegtäuschen, dass die EVGA GeForce GTX 680 Classified ab Werk zu den schnellsten aktuell verfügbaren Karten gehört. Der doppelt so große Grafikspeicher wird bei den meisten Anwendern kaum bis gar nicht ins Gewicht fallen, dennoch ist es eine sinnvolle Zugabe, gerade bei einem derartigen High-End-Modell. Für die Performance ab Werk müssen also bereits Einschränkungen gemacht werden, denn wie die Benchmarks zeigen sind hier einige andere Modelle schneller. Doch dies ist vielleicht auch gar nicht der Bereich, in dem sich eine EVGA GeForce GTX 680 Classified bewegen möchte. Das PCB, die Strom- und Spannungsversorgung sowie die OC-Features legen für diese Karte ein ganz anderes Anwendungsgebiet nahe.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified

EVGA GeForce GTX 680 Classified
Straßenpreis 655 Euro
Homepage EVGA
Technische Daten
GPU GK104 (GK104-400-A2)
Fertigung 28 nm
Transistoren 3,54 Milliarden
GPU-Takt 1111 MHz (Boost: 1176 MHz)
Speichertakt 1502 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 2048 MB
Speicherinterface 256 Bit
Speicherbandbreite 192,3 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 1536 (1D)
Textur Units 112
ROPs 32
Pixelfüllrate 35,6 Gigapixel
SLI/CrossFire SLI
Lautstärke
Idle-Modus 35,2 dB(A)
Last-Modus 50,5 dB(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus

116,2 Watt

Last-Modus 381,6 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 33 °C
Last-Modus 70 °C

Kompromissloses Overclocking ist die Spielwiese, auf der sich die EVGA GeForce GTX 680 Classified wohl fühlt. Bereits ohne groß Einfluss auf die Spannungen zu nehmen, ist eine enorme Taktsteigerung möglich. Legt man nun mittels EVBot auch noch Hand an, werden ungeahnte Höhen erreicht. 1327 MHz GPU-Takt sind ein Wort für eine luftgekühlte Karte, auch wenn diese bei 55 Prozent Lüfterdrehzahl geradezu nach Frischluft schrie. NVIDIA wirft den Herstellern jedoch jede Menge Knüppel zwischen die Beine, sodass solche Methoden angewandt werden müssen, um überhaupt in diese Bereich vorzudringen.

Das volle Potenzial dieser Karte ist noch lange nicht ausgeschöpft. Vermutlich konnten wir nur an der Oberfläche kratzen, wie die 2 GHz GPU-Takt beweisen, die mit LN2 erreicht wurden. Mehr als 1,3 Volt wollten wir dem Luftkühler nicht zumuten. Wer nun plant einen Standard-Wasserkühler einzusetzen, wird leider in die Röhre schauen, denn bisher ist kein Kühler zur EVGA GeForce GTX 680 Classified kompatibel. So gilt es für Hobby-Overclocker auf die wassergekühlte Variante zu warten oder einen guten CNC-Fräser an der Hand zu haben.

Wer einfach nur eine möglichst schnelle und dabei leise GeForce GTX 680 sucht, wird sicherlich bei einem der anderen Hersteller fündig. Kompromisslose Overclocker haben derzeit aber nur eine Wahl: die EVGA GeForce GTX 680 Classified. Der Preis von 655 Euro wird teilweise durch das OC-Potenzial gerechtfertigt und auch der doppelt so große Grafikspeicher spielt dabei ebenso eine Rolle. Zum Preis der Grafikkarten müssen allerdings auch noch rund 60 Euro für den EVBot hinzugerechnet werden.

Positive Aspekte der EVGA GeForce GTX 680 Classified:

  • gute werksseitige Performance
  • ausgezeichnete OC-Features
  • enormes OC-Potenzial

Negative Aspekte der EVGA GeForce GTX 680 Classified:

  • hoher Stromverbrauch
  • hoher Preis

excellent award

Aufgrund des enormen OC-Potentials und der guten OC-Features verleihen wir der
EVGA GeForce GTX 680 Classified den "Hardwareluxx Excellent Hardware"-Award.