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Mit Zurückhaltung bei den Timings: Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38 im Test

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corsair vengeance rgb ddr5 black logoDa in Kürze auch AMD-Systeme mit Ryzen-7000-Prozessoren auf der neuen AM5-Plattform auf DDR5-Speicher wechseln, wird dieser Standard immer wichtiger. Zwar bietet AMD mit EXPO ein eigenes Profil-System für die Module an, aber auch XMP dürfte auf den Mainboards funktionieren. Insofern könnten alle DDR5-Module diverser Hersteller interessant sein. Heute schauen wir uns den Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38-40-40-84 an.

DDR5-Speicher bezieht seine Vorteile vor allem aus den höheren Transferraten. Zwei Sub-Speicherkanäle pro Module sorgen bei gleichem Takt für eine Verdopplung der Bandbreite. So können DDR5-Kits bei 6.400 MT/s im Dual-Channel-Betrieb schon auf Speicherbandbreiten von 100 GB/s kommen. Ein großes Manko sind allerdings die Timings, die gerade anfangs extrem hoch waren und die Leistung damit negativ beeinflussten. Von hohen Speicherbandbreiten profitieren nicht alle Anwendungen, niedrige Timings können sich aber vor allem bei Spielen positiv auswirken.

Nach nun einigen Monaten aber hat sich die Situation beim DDR5-Speicher nicht nur hinsichtlich des Preises entspannt, inzwischen gibt es auch schnelle Kits, die zugleich mit relativ niedrigen Haupt-Timings aufwarten können. Corsair stellte die neuen Vengeance-Serie erst kürzlich vor. Wir schauen uns heute die RGB-Modelle mit DDR5-6400 CL38-40-40-84 an.

Die neuen Vengeance-RGB-Module gibt es in den Farben schwarz und weiß und bis DDR5-6600. Aktuell sind die von uns getesteten Vengeance RGB DDR5-6400 CL38-40-40-84 in Deutschland noch nicht verfügbar. Preislich bewegen wir uns zwischen 185 Euro für 2x 16 GB DDR5-5200 CL40 und 445 Euro für 2x 16 GB DDR5-6000 CL36.

Corsair hat für die Vengeance RGB DDR5-6400 CL38 nur ein einziges XMP-Profil hinterlegt. Von den JEDEC-konformen DDR4-4800 CL40 geht es also gleich auf DDR5-6400 CL38 – wenn man dies denn möchte. Ansonsten kann man natürlich auch entsprechende Zwischenschritte wählen, sofern dies denn Sinn macht. Wir haben den Speicher in einigen Zwischenstufen getestet, auch um die Skalierung des DDR5 besser darstellen zu können.


Corsair verpackt das PCB mitsamt der DDR5-Speicherchips und des PMICs unter einem beidseitigen Heatspreader aus Aluminium. Bei den weißen Modulen ist dieser dann entsprechend in weiß gehalten. Auf der Rückseite befindet sich ein Aufdruck, der alle technisch relevanten Daten enthält. Die Module haben eine Höhe von 44,9 mm, sind also trotz der aufgesetzten RGB-Beleuchtung noch relativ kompakt. Dies macht den Einsatz unter einem ausladenden Tower-Kühler etwas einfacher, da eventuell ein Lüfter des CPU-Kühlers über den Modulen montiert werden kann.


Die komplette Oberkante der Module dient der RGB-Beleuchtung bzw. der Streuung des Lichts der RGB-LEDs, die sich darunter befinden. Es handelt sich um eine Multi-Zonen-Beleuchtung, die zu Corsair iCUE, Gigabyte RGB Fusion und MSI Mystic Light Sync kompatibel ist.

Auch ohne Entfernen des Heatspreaders können wir die verbauten Speicherchips ergründen. HWINFO64 liest diese aus und wenig überraschend finden wir M-Dies von Sk hynix.

Benchmarks

Die Benchmarks haben wir auf einem ASUS ROG Maximus Z690 Apex durchgeführt, auf dem ein Core i9-12900K zum Einsatz kam. Das BIOS trug die Versionsnummer 1720. Als Grafikkarten haben wir eine NVIDIA GeForce RTX 3090 Ti in der Founders Edition verwendet.

Kommen wir zu den ersten Benchmarks:

AIDA64

Lesedurchsatz

MB/s
Mehr ist besser

AIDA64

Schreibdurchsatz

MB/s
Mehr ist besser

AIDA64

Kopierdurchsatz

MB/s
Mehr ist besser

AIDA64

Speicherlatenz

ns
Weniger ist besser

Y-Chruncher

nT 500M

s
Weniger ist besser

Spiele-Benchmarks

Cyberpunk 2077

1.280 x 720 Pixel (Hoch)

FPS
Mehr ist besser

DOOM: Eternal

1.920 x 1.080 Pixel (Hoch)

FPS
Mehr ist besser

F1 2021

1.920 x 1.080 Pixel (Hoch)

FPS
Mehr ist besser

Marvel's Spider-Man Remastered

1.920 x 1.080 Pixel (Hoch)

FPS
Mehr ist besser

Fazit

Bevor wir zum Fazit kommen, noch ein Blick auf die Temperaturen. Wir haben das Kit in den verschiedenen Geschwindigkeitsstufen alle Benchmarks durchlaufen lassen und dann während des MemTest-Durchlaufs die Temperaturen aufgenommen.

Temperatur (SPD-Hub)

20 Minuten MemTest

°C
Weniger ist besser

Ausgehend von DDR5-4800, wo wir noch eine Temperatur von 57,5 °C gemessen haben, werden die Module bei DDR5-6200+ und 1,35 V deutlich über 70 °C warm. Dies ist etwas mehr, als wir bei den Corsair Dominator Platinum RGB gemessen haben, die noch unter 60 °C geblieben sind. Etwas Belüftung durch einen CPU-Kühler oder Zugluft durch die Gehäusebelüftung sind bei den Vengeance RGB DDR5-6400 CL38 also durchaus sinnvoll.

Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38
Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38
Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38
Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38
Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38
Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38
Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38
Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38

Wie bei allen bisherigen Tests von DDR5 zeigt sich auch hier recht deutlich, dass DDR5-4800 nur der Einstieg sein sollten und man bereits bei 5.600 MT/s ein deutliches Leistungsplus erreicht. Ab DDR5-6000 sind die Zugewinne zu 6.000 und 6.200 MT/s nur noch recht gering. Wer aber das Letzte an Leistung aus seinem System quetschen möchte, der kann durchaus zu den schnellsten Kits greifen. Ganz so teuer wie zu Beginn sind diese Kits auch nicht mehr.

Das XMP-3.0-Profil der Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38 wurde ohne Probleme geladen und lief auch problemlos durch alle Tests. In den Haupttimings sowie in der Spannung gibt es aber nicht viel Spielraum, das Binning ist auf 6.400 MT/s bei 1,35 V bei CL38 ausgelegt und viel mehr geht hier auch nicht, ohne dass es direkt zu Instabilitäten und Fehlern im MemTest kommt.

Die Vengeance-Serie ist unterhalb der Dominator-Platinum-Reihe angesiedelt. Hinsichtlich der Leistung muss man aber nur wenige Abstriche machen, denn auf beiden Seiten gibt es Kits bis 6.600 MT/s. Die Dominator-Serie bietet etwas straffere Timings. Der kleinere Heatspreader kommt mit der Abwärme der übertakteten DDR5-Chips weniger gut zurecht und wird deutlich wärmer. Aus technischer Sicht problematisch sind die Temperaturen aber noch nicht – kühler ist aber natürlich immer besser. Neben den verschiedenen Takt-Stufen hat der interessierte Käufer noch die Wahl zwischen weißen und schwarzen Modulen. Die RGB-Beleuchtung ist bei den Vengeance-Modulen obligatorisch. Aktuell verfügbar sind die Kits bis DDR5-6000. Die Preise reichen bis 450 Euro. Das von uns getestete Kit Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38-40-40-84 ist noch nicht verfügbar.

Positive Aspekte des Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38-40-40-84:

  • DDR5-6400 CL38 laufen problemlos
  • gutes Leistungsplus gegenüber JEDEC-Vorgaben und Sweet-Spot
  • flache Heatspreader
  • RGB-Beleuchtung

Negative Aspekte des Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38-40-40-84:

  • nur ein XMP-Profil
  • hohe Temperaturen

Aktuell bietet Corsair die neuen Vengeance-Kits nur mit 2x 16 GB an. 2x 32 GB sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Preise und Verfügbarkeit
Corsair Vengeance RGB DDR5-6400 CL38
Nicht verfügbar 219,90 Euro Ab 169,90 EUR


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