Seite 7: Fragen zu den RAM-Timings

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Welche Timings sollte ich setzen?

Wird das XMP von den DIMMs genutzt, ist eine manuelle Auswahl der Timings nicht notwendig, da die passenden und stabilen Werte bereits im Profil hinterlegt sind und bei Aktivierung an das Mainboard übermittelt werden. Möchte man jedoch anschließend oder generell manuell die Timings setzen und ausloten, so sollte man sich Schritt für Schritt herantasten und die einzelnen Werte allein für sich selbst nach und nach heruntersetzen und schauen, ob das System zunächst einmal booten kann. Falls ja, macht man weiter, bis das System nicht mehr starten kann. Den Command-Rate-Wert sollte man für den Anfang bei 2T belassen.

Moderate Timings für DDR4-Speicher bis effektiv 3.600 MHz sind beispielsweise CL17-19-19-39, besser wäre jedoch bereits CL16-18-18-35. Viele Speicherkits kommen auch bis auf CL15-17-17-32 herunter, was dann schon ziemlich gute Timings sind. Beachtet werden sollte jedoch, dass je höher der Speichertakt ist, desto höher auch die Timings gesetzt werden müssen, um im stabilen Bereich zu bleiben. Möchte man den maximalen Speichertakt herausfinden, so sollten die Timings für den Anfang sehr locker gesetzt werden, zum Beispiel mit CL19-26-26-42.

Sofern gewünscht, können auch die zahlreichen weitergeführten Timings manuell ausgelotet werden, doch dies nimmt natürlich eine deutliche Menge mehr an Zeit in Anspruch.

Welche Timings sind beim "Sweet Spot" empfehlenswert?

Das Optimum sind natürlich so niedrige Timings wie möglich, doch beim DDR4-Standard ist auch irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht. Eine hervorragende Kombination wäre CL14-14-14-34, doch das erreichen nur die wenigsten Speicherchips mit 3.600 MHz oder mehr. Demnach ist der Kompromiss mit CL16-16-16-35 eine sehr gute Alternative und noch immer ziemlich straff angezogen. Sollten die Module auch damit Probleme haben, kann als nächstes Ziel CL17-17-17-36 anvisiert werden.

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