Seite 6: Fazit

Kommen wir zum Fazit für das iPad mini: Zum Design muss man keine großen Worte verlieren, da dies im Geschmack des Betrachters liegt. Ohne Frage aber schafft es Apple einmal mehr ein hochqualitatives "Industrie-Design" in ein Endkundenprodukt einzubringen. Die Verarbeitungsqualität ist auf gewohnt hohem Niveau angesiedelt. Dies spielt sicherlich auch eine Rolle bei den Faktoren wie Maße und Gewicht. Gerade die Dicke von nur 7,2 mm und das Gewicht von nur etwas mehr als 300 g spielen eine entscheidende Rolle, wenn es um die Handhabung eines Tablets geht.

Der Halt mit nur einer Hand ist nun auch über eine längere Zeit möglich und einzig die E-Paper-Reader wie beispielsweise der Kindle Paperwhite sind noch einmal fast 100 g leichter. Zumindest im Punkt Gewicht wird das iPad mini nun vielleicht zur echten E-Book-Reader-Alternative. Auf einen breiten seitlichen Rahmen kann Apple verzichten und kompensierte eventuell nicht gewollte Eingaben mit einem Software-Kniff. Die Software ist dann auch gleich ein weiterer guter Punkt, denn auch wenn iOS im Vergleich zu Android im Entwicklungsfortschritt nachgelassen hat, so sprechen wir noch immer von einem der besten mobilen Betriebssysteme, dass kaum wie ein anderes weiß, den Benutzer an den richtigen Punkt zu führen.

Auf technischer Seite muss Apple mit dem iPad mini beim Display Federn lassen. Die Konkurrenten wie Amazon und Google bieten eine höhere Auflösung, bei geringerer Displaygröße. Nun kann ein größeres Display sicherlich ein Pluspunkt sein, die gewählte Auflösung ist aber sicherlich nur ein Kompromiss zugunsten der App-Kompatibilität. Ob Apple schon mit der nächsten Generation des iPad mini auf ein höher aufgelöstes Display wechsel kann, ist nicht abzusehen.

Ein Punkt der gerne vergessen oder auch ignoriert wird, ist das Apple-Ökosystem. iTunes ist sicherlich nicht der komfortabelste Weg Musik und andere Mediendaten auf ein Tablet zu bekommen, inzwischen aber kann dies auch ganz gut ohne iTunes geschehen und somit ist es nur noch als Türöffner zu dem zu sehen, was der App Store und die iCloud bieten. Backups, Shared Fotostreams und iTunes Match sind hier nur einige Punkte.

Neben dem Display ist der Preis unser Hauptkritikpunkt am iPad mini. 329 Euro sind im Vergleich zur Konkurrenz nicht angemessen. Apple wäre es sicherlich möglich gewesen das iPad mini für 299 Euro anzubieten, womit man dann auch die psychologische Preishürde von 300 Euro geschafft hätte. Mit Blick auf die hohen Margen muss sich Apple diesen Schuh anziehen, letztendlich hat es aber auch der Käufer in der Hand zu entscheiden, ob das iPad mini diese 329 Euro Einstiegspreis wert ist. In ganz andere Regionen steigen wir vor, wenn das WiFi+Cellular-Modell gewünscht ist, dass erst gegen Ende November ausgeliefert werden soll. Hier kostet das günstigste Modell sogar 459 Euro und mit 64 GB werden dann 659 Euro fällig.

Eine Alternative sind das Amazon Kindle Fire HD und Google Nexus 7 allemal - letztendlich ausschlaggebend sind auch die persönlichen Vorlieben.

Positive Aspekte des iPad mini:

  • sehr gute Verarbeitungsqualität
  • Design
  • niedriges Gewicht
  • gewohnt intuitive Software (mit Einschränkungen)
  • gute Akkulaufzeit

Negative Aspekte des iPad mini:

  • hoher Preis
  • geringere Auflösung im Vergleich zur Konkurrenz