Seite 4: Software, Performance und Akkulaufzeit

Software und Performance:

Klinkte sich Steve Jobs noch in eine Telefonkonferenz mit Analysten ein und verneinte die Möglichkeit ein kleineres iPad realisieren können, denn dann müsste man auch Schleifpapier für die Finger mitliefern, so hat man seine Meinung dahingehend offenbar überdacht. Vielleicht liegt das auch daran, dass nicht mehr in Pixeln, sondern in Dots gerechnet wird. Apple gibt eine bestimmte Größe für Interface-Elemente vor, egal welche Auflösung die Hardware hat. Diese Definitionen sind sowohl beim iPhone, wie auch beim iPad gültig und werden auch beim iPad mini eingehalten.

In den wenigen Stunden unseres bisherigen Tests konnten wir alle Bedienelemente gut erreichen bzw. treffen. Die von Steve Jobs gemachten Vorbehalte scheinen widerlegt worden zu sein. Apps mit vielen Interface-Elementen fühlen sich allerdings weniger komfortabel an, als dies beim größeren Display des iPad der Fall ist. Eine Displaytastatur ist nicht jedermanns Sache und wer schon auf dem großen iPad damit so seine Schwierigkeiten hat, der wird auch beim iPad mini nicht vollends glücklich werden. Im Vergleich besser von der Hand geht das Schreiben im Hochkant-Format. Mit dem Daumen stellt sich ein ähnliches Tippgefühl ein, wie beim iPhone. Dies kann aber nur ein subjektiver Eindruck sein, denn hier spielt die Nutzerpräferenz eine wichtige Rolle.

Apple iPad mini
Apple iPad mini

Aufseiten der Software lässt das iPad mini in iOS 6 keinerlei Wünsche offen. Anders als beim iPad 2 muss noch nicht einmal auf Siri verzichtet werden. Die drahtlose Übertragung von Videos, Fotos und des kompletten Bildschirminhaltes via AirPlay ist ebenso möglich. In soweit steht das iPad mini dem größeren Modell also in nichts nach.

Das iPad mini ist mit dem vom iPad 2 und iPhone 4 bekannten A5-Prozessor ausgestattet. Da dieser auch schon das iPad 2 mit gleicher Auflösung ausreichend schnell bedienbar machte, überrascht es auch nicht, dass es dem iPad mini ebenso ergeht. Die schnellen Programmstartes des iPad der 3. Generation sowie des iPhone 5 sehen wir nicht, was Entwickler gerade an Apps auf die Non-Retina iPads werfen, läuft aber auch auf dem iPad mini problemlos. Sicher, Apple hat gerade mit dem A6 und A6X einen weiteren Schritt in der CPU-Performance gemacht, für das iPad mini ist dieser jedoch nicht zwingend notwendig. Beim im iPad mini eingesetzten Modell des A5 handelt es sich um die in 32 nm gefertigte Variante, die wir auch vom überarbeiteten iPad 2 und dem AppleTV der 3. Generation kennen.

Akkulaufzeit:

Gewohnt positiv überrascht sind wir von der Akkulaufzeit des iPad mini. Apple verspricht bis zu 10 Stunden Surfen im Web mit WiFi, Video- oder Musikwiedergabe. Wir müssen diesen Wert an dieser etwas hochrechnen, da uns noch nicht genügend Zeit mit dem iPad mini blieb, aber diesen Wert können wir zumindest bestätigen, wenn er bei konservativen Einstellungen des Display-Helligkeit nicht sogar noch überboten wird.

Apple iPad mini
Apple iPad mini

LTE:

Apple bewirbt das iPad mini WiFi+Cellular mit der Möglichkeit auch in LTE-Netzen zu arbeiten. Dies beschränkt sich in Deutschland aber auf die Nutzung im 1800-MHz-Band der Telekom in entsprechend ausgebauten Städten. Das im ländlichen Bereich eingesetzt 800-MHz-Band wird nicht verwendet. Hier hat Google vielleicht den cleveren Schritt gemacht und das Nexus 7 ausschließlich als UMTS-Modell angekündigt, was schlussendlich auch bedeutet, dass Google keinerlei Einschränkungen in diesem Bereich machen muss.