Seite 8: Android 4.1 (Jelly Bean)

Der Reiz des Nexus 7 geht neben dem günstigen Preis vor allem von der Kombination aus potenter Hardware und Googles jüngster Android-Version Jelly Bean aus. Zudem ist damit zu rechnen, dass das Google-Tablet wie auch die Nexus-Smartphones in Zukunft früh mit neuen Android-Versionen versorgt werden wird. Die Nexus-Geräte sollen schließlich Vorzeigehardware für Android darstellen. Das aktuelle Android 4.1 zeichnet sich trotz des kleinen Versionssprungs von Android 4.0 durch einige Verbesserungen aus. Besonders hervorzuheben ist "Project Butter". Google versteht darunter eine Reihe von Optimierungen, die für flüssigeres Handling und bessere Darstellung sorgen sollen. So wurde die Frame-Rate auf konstante 60 fps angehoben. Das Betriebssystem ahnt außerdem, wo Eingaben zur Zeit des Screen Refresh stattfinden werden und geht bei der Darstellung des User Interfaces davon aus. Außerdem wird der Prozessor sofort hochgetaktet, wenn eine Eingabe registriert wird.

Das liest sich alles recht theoretisch, die Praxis bestätigt aber, dass Google das selbst gesteckte Ziel erreicht hat: Jelly Bean läuft auf dem Nexus 7 butterweich. In Verbindung mit der Tegra 3-Hardware reagiert das OS ungemein flüssig, die Bedienung des Nexus 7 ist so ein richtiger Genuss.

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Über den schlicht gestalteten Lockscreen kann das System zum einen freigeschaltet werden, zum anderen ist aber auch die Google App direkt zugänglich. Diese App bietet u.a. sprachgesteuerte Such-Eingaben, Google Maps mit Offline-Modus (die Daten für eine ganze Stadt können gespeichert werden, um anschließend auch ohne Internet-Verbindung darauf zugreifen zu können) und Google Now. Letztere Komponente nutzt die aktuelle Position des Nutzers, um ihn mit Informationen zu versorgen. Wer an einer Straßenbahnstation steht, soll z.B. mit aktuellen Fahrplandaten versorgt werden. Noch scheinen diese Funktionen in Deutschland aber nur eingeschränkt nutzbar zu sein.

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Das Nexus 7 wird mit zwei vorgestalteten Home-Screens ausgeliefert. Alle Home-Screens zeigen unten die drei bekannten Android-Buttons an. Darüber wird jeweils eine Leiste mit den sechs wichtigsten Apps angezeigt (die Auswahl kann angepasst werden). Das mittlere Symbol leitet zur Übersicht über alle installierten Apps und Widgets weiter. Im oberen Bereich der Home-Screens können diverse System-Settings abgerufen bzw. eingestellt werden. Direkt darunter und prominent angeordnet ist das Google Now-Widget.

Der zentrale Home-Screen ermöglicht den direkten Zugriff auf Elemente der Bibliothek. Die drei im Screenshot zu sehenden Bücher waren auf unserem Test-Sample voraufgespielt (die US-Version bietet mit Robert Ludlums "The Bourne Dominion" hingegen ein etwas aktuelleres Werk an...). Nexus 7-Käufer erhalten außerdem kostenlos den Film Transformers 3.

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Der zweite vorgestaltete Home-Screen zeigt Empfehlungen für Content aus dem Google Play Store an. Hierüber sind außerdem Apps abrufbar, die man selbst installiert hat (die gezeigten Apps wurden von uns aufgespielt).

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Das Nexus 7 kann natürlich auch im Querformat genutzt werden - hier zu sehen mit geöffnetem Chrome-Browser. Auch das Surfen geht mit dem Google-Tablet flüssig voran. 

Einen anschaulicheren Eindruck von Jelly Bean auf dem Nexus 7 bietet unser Testvideo:

Testvideo zum Nexus 7Alternative YouTube-Version