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[Sammelthread] Rennräder

Ich habe gestern meinen aktuellen “Endurance” Aufbau abgeschlossen, wiegt fahrfertig inkl. Pedale 6.8kg.

Anhang anzeigen 1218190

Rahmen ist ein TFSA JH-37 in 56cm. Rollen tut der Plastikbomber auf einem 1127g schweren Ryet Prisma Carbon LRS mit 25mm Maulweite auf zwei GP 5000 S TR in 30C, real messen die Reifen 33.5mm.

Gruppe ist ne Ultegra R8170 Di2, Kette und Umwerfer sind aber DA. Kurbelgarnitur ist ne Elilee X310 mit Sigeyi AXO SL PM. Cockpit ist ein Spcycle Schotterlenker mit 380mm Breite und 120mm Länge und Möglichkeit zur Aufliegermontage. Dazu noch diverse High-End Anbauteile zur Gewichtsreduktion, wie die Chaser Bremsscheiben + Lockringe, UDH Direct Mount Schaltauge, Bremsscheibenadapter, Kassette und Flaschenhalter.
Die Sattelstütze ist nen älteres Modell von Hylix (115g T1100 355mm) und der Plastiksattel ist von Ryet.

Bin mit dem Rad glücklich geworden, trotz des hohen Gewichts fährt es sich sehr agil und durch die bessere Stabilität bedingt durch den längeren Radstand und die breiten Reifen fahre ich auf dem Rad viele Abfahrten deutlich schneller als auf meinem Climbing Rad.
Signifikante Geschwindigkeitsunterschiede auf meiner typischen Hausrunde konnte ich keine feststellen, meist ist das neue Rad sogar schneller 😎. Dürfte sicher an dem für ein “Endurance” untypisch niedrigen Stack liegen, vergleichbar zur Kletterkiste.

Am Donnerstag fahre ich mit dem Rad den Stoneman Mirquidi Road inkl. Anfahrt (400km, 6000hm), da wird sich zeigen ob die Kiste auch für die Langstrecke was taugt

Warum kürzt du das Gabelschaftrohr nicht vollständig?

Dieses Fahrrad müsste eine Rahmengröße von 58-60, vielleicht sogar 62 haben :inseguro: Bist du 1,95m groß?


Letzten Monat war ich auf einer Piratenparty, obwohl ich nicht eingeladen war. Ich hatte richtig viel Spaß mit jungen, lustigen Leuten. Es waren auch viele sehr starke Frauen dort! :fresse:

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Ich habe gestern meinen aktuellen “Endurance” Aufbau abgeschlossen, wiegt fahrfertig inkl. Pedale 6.8kg.
Geiles Gefährt, gute Fahrt! Wird sich auf der langen Runde hoffentlich bewähren :)

Nach ein paar Wochen weniger Radfahren hab ich ehrlich gesagt auch wieder mehr Freude am Sport. Ich versuche ja einen etwas ausgewogenen Trainingsplan zu machen, und statt 7x die Woche am Rad zu sitzen, und je nach Lust und Laune hin und wieder Krafttraining und Laufen einzubauen, momentan nur 3x die Woche am Rad zu sitzen, 2x Laufen, und 2x Rudern + Krafttraining. Dadurch freu ich mich auch schon wirklich auf die Tage mit Radfahren, wohingegen es vorher schon Routine war, und ich es halt irgendwie gemacht hab. Und durch etwas mehr Disziplin beim Essen sind es auch schon fast 3kg weniger geworden. Am Rad wäre die Gewichtsersparnis richtig teuer gewesen :d

Ich spiel ja auch mit dem Gedanken, nächstes Jahr mit Triathlon anzufangen. Da muss ich evtl. kurzfristig das Radtraining auf 2x die Woche reduzieren, da das ja ohnehin eine Stärke ist, und ich beim Laufen, und vor allem Schwimmen noch deutlich nachbessern muss. Um beim Laufen ernsthaft Fortschritte zu machen, werde ich da also irgendwas auf 3x die Woche hochgehen müssen, und 1-2x Schwimmen würde auch nicht schaden. Auch wenn ich das Krafttraining dann auf Erhaltungsmodus und 1x die Woche reduziere, wird es schwierig, alles unter einen Hut zu bringen. Oder die Intensität runterschrauben, und mehrere Dinge an einem Tag machen.
 
"trotz des hohes Gewichts" - die Karre wiegt nur 6,8Kg :rolleyes2:
Hatte um die 6.5kg angepeilt, der Rahmen war dann aber doch etwas schwerer als erwartet. Durch andere Pedale könnte ich noch 160g rausholen, für die 400km mache ich aber erstmal keine Experimente mehr, Pedale liegen aber schon bereit. Bei dem Garmin Mount kann ich auch noch rund 55g rausholen, aber die 3D gedruckte Titanvariante hat es mir nach 1000km bereits zerlegt. Ein recht großes Sparpotenzial wäre dann tatsächlich noch die Lenkervorbaueinheit, welche mit 410g recht viel Gewicht auf die Waage bringt, habe da aber bisher keine leichtere Alternative mit Möglichkeit zur Aufliegermontage gefunden. Bei den Anbauteilen könnte ich noch leichtere Custom-Steckachsen besorgen, da ließen sich auch noch 30-40g rausholen. Zuletzt ist der Rahmen halt auch recht schwer ohne Anbauteile kommt der auf 950g, Gabel auf 415g (ungekürzt). Für nen “Endurance” dürfte das aber schon ein recht leichter Rahmen sein.

Warum kürzt du das Gabelschaftrohr nicht vollständig?
Ich habe anfangs auf 30mm Spacerhöhe gekürzt um die Position noch fine-tunen zu können, in der Zwischenzeit habe ich noch einen Spacer rausgenommen, deshalb der Überstand.

Dieses Fahrrad müsste eine Rahmengröße von 58-60, vielleicht sogar 62 haben :inseguro: Bist du 1,95m groß?
Ich bin 1.80m groß, die RH ist 56, größere Rahmen gibt es bei diesem Modell nicht :fresse2:

Geiles Gefährt, gute Fahrt! Wird sich auf der langen Runde hoffentlich bewähren :)
Nach 400km weiß man dann zumindest ob der Fit stimmt. Meine längste Runde mit dem Rad waren bisher 150km, aber mit zu vielen Pausen, also nicht wirklich aussagekräftig.
 
na ja, ich wünsche dir jedenfalls eine gute Fahrt und das auch alles hält :)

Als ich mir den Edge 1050 zugelegt hatte (hätte ich schon viel früher machen sollen), passte der normale Canyon Mount unter der L/V Einheit nicht mehr richtig. Beim 1050 ist die Aufnahme etwas nach vorne gesetzt, dadurch stieß er fast am Lenker an und lies sich kaum bedienen. Lange Rede, mit dem 3D gedruckten *Canyon Garmin Mount passt es viel besser und der wiegt gefühlt nichts. Halten tut er bisher auch...

*edit
 
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Meiner Meinung nach ist das Gewicht nicht so wichtig. Ich fahre lieber ein 7,5kg Rad, das dafür perfekt auf meine Körpermaße abgestimmt ist. Die richtige Sattelhöhe, die passende Steuerrohr- und Oberrohrlänge sowie ein Sattel, der zu meinen Sitzknochen passt, sind für mich viel wichtiger

120-200€ für ein professionelles Bike-Fitting auszugeben, lohnt sich meiner Meinung nach wirklich. Dabei wird der optimale Winkel für deine Sitzposition ermittelt, damit dein Rücken nicht unnötig belastet wird. Auch die Lenkerposition wird genau eingestellt, schließlich passt nicht jeder Lenker zu jedem Fahrer. Dazu kommen die richtige Reichweite, die Einstellung der Schuhplatten (Cleats) und viele weitere Details. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, das unter der Anleitung eines Profis machen zu lassen

Ich musste sogar einen Keil zwischen Schuh und Schuhplatte (Cleat) montieren, um den Fuß an meinem schwächeren Bein etwas nach innen zu neigen. Ohne diese Anpassung wurden meine Zehen taub. Außerdem muss ich auf meinen Rücken achten. Nach meinem Unfall habe ich mich bewusst gegen eine Operation entschieden. Das bedeutet aber nicht, dass ich bei jeder Ausfahrt keine Beschwerden habe im Gegenteil, ich spüre sie jedes Mal ein Stück weit

Ich bin 1,77 m groß und fahre normalerweise Rahmengröße 54 "M", Bei vielen Fahrrädern passt mir aufgrund der Geometrie aber auch eine Rahmengröße 52 "S".
Jeder Mensch ist unterschiedlich. Auch wenn zwei Personen gleich groß sind, brauchen sie oft unterschiedliche Einstellungen am Fahrrad. In den meisten Fällen sollte ein Rad individuell angepasst werden 👀
 
Ich verstehe die Schwachsinnige Strategie von Red Bull mit den zwei Kapitänen einfach nicht. Lippowitz war letztes Jahr schon stärker in den Bergen als Evenepoel und wird es auch dieses Jahr sein...

Und anstatt mit Lippowitz das Podest anzugreifen, versucht man irgendwie den Belgier bei Laune zu halten...

Ich hab schon nicht verstanden, warum man den ins Team geholt hat, wenn man ein deutsches Top Talent hat, was mit dem richtigen Team locker ums Podest mitfahren kann, wenn die Form stimmt.

Letztes Jahr hat man Roglic schon vorn rumturnen lassen, anstatt dass er ordentlich für Lippowitz fährt.

Ich hoffe, spätestens in den Alpen gibt's dann klare Verhältnisse und denen bleibt gar nichts anderes übrig, als für Lippowitz zu fahren.
 
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Als ich mir den Edge 1050 zugelegt hatte (hätte ich schon viel früher machen sollen), passte der normale Canyon Mount unter der L/V Einheit nicht mehr richtig. Beim 1050 ist die Aufnahme etwas nach vorne gesetzt, dadurch stieß er fast am Lenker an und lies sich kaum bedienen. Lange Rede, mit dem 3D gedruckten Garmin Mount passt es viel besser und der wiegt gefühlt nichts. Halten tut er bisher auch...
GPS Mounts sind ein Wurmloch für sich :fresse2:.
Die „universal“ LVE Mounts haben oft langgezogene Bohrlöcher was mit einem Edge 1050 + Lampe mir bisher etliche Mounts durch Vibrationen zerlegt hat (2x Carbon, 1x Titan).
Vermutlich werde ich mir mal einen dieser Gopro Adapter für die Lampe zulegen wo die Halterung direkt mit der LVE verschraubt wird.

Wenn 6,8kg für die Profis reichen (müssen), dann auch für uns Hobbysportler. Merkt man sowieso nur im Kopf, also genieß es so, wie es ist :)
Mit 6.8kg bekommt man halt schon ein sehr „haltbares“ Rad ohne Kompromisse hin. Bei den Profis sind die Räder auch nochmal ganz anderen Belastungen ausgesetzt. Meine Zielmarke für den Aufbau war unter 7kg, also alles gut :fresse2:

Ich bin 1,77 m groß und fahre normalerweise Rahmengröße 54 "M", Bei vielen Fahrrädern passt mir aufgrund der Geometrie aber auch eine Rahmengröße 52 "S".
Am Ende kommt es immer auf die Rahmengeometrie an, ich kann geometrygeeks.bike empfehlen. Damit kann man seine Position von bestehenden Rädern gut übernehmen.

Mein nächstes Projekt ist es mein Kletterrad unter die 6kg Marke zu bringen. Heute kamen die dafür bestellten 40mm Climbing Laufräder, angegeben waren sie mit 965g +/-30g Toleranz. Ich dachte erst die Kiste wäre leer.
Anscheinend sind die Laufräder stark untergewichtig, die Waage sagt 904.5g (inkl. 2 Lagen Werksfelgenband) das wären 30g unter der Toleranz. Vermutlich habe ich da ein golden Sample erwischt:
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IMG_1354.jpeg
 
Evenepoel ist doch nur für die PR bei RedBull, die wissen doch selber das Lipowitz auf der gesamten Rundfahrt der stärkere ist. Mit den 2 Kapitänen das ist doch nur um RE bei Laune zu halten. Spätestens nächste Woche hat sich das dann eh erledigt. Einmal Hochgebirge und das Thema ist geklärt.
Denke mal RB hat das einfach unterschätzt das Pogi schon in der ersten Woche alles klar macht. Die dachten sicher das es am Anfang etwas ruhiger zugeht.
 
Gruppe ist ne Ultegra R8170 Di2, Kette und Umwerfer sind aber DA. Kurbelgarnitur ist ne Elilee X310 mit Sigeyi AXO SL PM. Cockpit ist ein Spcycle Schotterlenker mit 380mm Breite und 120mm Länge und Möglichkeit zur Aufliegermontage. Dazu noch diverse High-End Anbauteile zur Gewichtsreduktion, wie die Chaser Bremsscheiben + Lockringe, UDH Direct Mount Schaltauge, Bremsscheibenadapter, Kassette und Flaschenhalter.
Die Sattelstütze ist nen älteres Modell von Hylix (115g T1100 355mm) und der Plastiksattel ist von Ryet.
Wieso kauft man alles bei AliExpress?
Da ich keine Ahnung hab: Sind das dennoch alles auch Markenteile und, gerade die Bremsscheiben und so, auch wirklich sicher?

Meine Meinung:: Bevor man irgendwelche 100g insgesamt einspart, nehme ich lieber 100g selbst ab.
Verstehe diesen Wahn nicht, dass man alles maximal leicht baut. ob das Rad 6,8 oder 7,5kg wiegt macht wahrscheinlich genau gar nichts aus. Die 700g Einsparung bekomme ich auch hin wenn ich selbst das Gewicht verliere.
 
Irgendwann verlierst du aber kein Gewicht mehr weil es kein Körperfett mehr zu verlieren gibt. Oder zumindest was in Relation zum Aufwand steht.
0,5kg weniger bringen an einem Berg mit 3,5% Steigung auf einem Kilometer 6sek. Für manche ist das viel, andere interessiert das nicht. Jeder wie er mag.
 
Wieso kauft man alles bei AliExpress?
Da ich keine Ahnung hab: Sind das dennoch alles auch Markenteile und, gerade die Bremsscheiben und so, auch wirklich sicher?
Weil es kaum etwas vergleichbares hierzulande gibt. Die verbauten Teile sind alles „High-End“ Markenteile und werden auch auf dem chinesischen Markt verkauft, sind hierzulande halt eher unbekannt.
Insbesondere mit den verbauten Chaser Bremsscheiben habe ich an meinem anderen Rad sehr gute Erfahrungen gemacht, die bremsen durch die reine Stahlscheibenkonstruktion deutlich besser als die Shimano IceTech-Scheiben, bei gleichzeitig geringerem Gewicht.

Meine Meinung:: Bevor man irgendwelche 100g insgesamt einspart, nehme ich lieber 100g selbst ab.
Verstehe diesen Wahn nicht, dass man alles maximal leicht baut. ob das Rad 6,8 oder 7,5kg wiegt macht wahrscheinlich genau gar nichts aus. Die 700g Einsparung bekomme ich auch hin wenn ich selbst das Gewicht verliere.
Das mag für Leute mit hohem KFA vielleicht funktionieren, letztes Jahr war ich zeitweise im einstelligen Bereich, hatte dann aber vermehrt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, dauerhaft kannst du das kaum halten, außer du widmest dein Leben komplett dem Sport.

Daher wie @Dio schon schrieb, am Material 1-2kg einzusparen ist deutlich einfacher als am eigenen Körpergewicht. Inbesondere wenn man sonst schon alles durchoptimiert hat (Ernährung, Schlaf, Training, etc.) dann sollte das Material auch einfach in der gleichen Liga spielen.
 
Bin früher bei Amateurbergrennen mitgefahren, gibt für mich nichts ehrlicheres als gegen die Zeit bergauf. Kein Windschatten, kein abgesprintet, je nach Berg einfach 10-20min Vollgas, manchmal bis einem schwarz vor den Augen wurde. Hatte damals 71-72kg bei 1,80m, viel zu viel Gewicht am Berg. Da hat man locker 5-6kg zu viel. Für mich war das damals schon extrem schwer im Frühjahr das Gewicht zu machen und über den Sommer zu halten. Ständig war man krank mit irgendwelchen Infekten oder Entzündungen, Training hat fast keine Leistungssteigerung mehr gebracht, ausgesehen hat man wie ein Windhund.
Bei den Hobbyfahrern war ich schon auf der leichteren Seite.

Was manche da an Geld ausgegeben haben um Gewicht am Bike zu sparen war schon krass, vor allem wen es nicht unter UCI Regeln statt fand. Wenn da so ne Vollcarbon Kiste auf der Waage Sub 6 angezeigt hatte wusste man schon ok hier haste vom Start weg gleich mal ne Minute Rückstand.
 
Weil es kaum etwas vergleichbares hierzulande gibt. Die verbauten Teile sind alles „High-End“ Markenteile und werden auch auf dem chinesischen Markt verkauft, sind hierzulande halt eher unbekannt.
Insbesondere mit den verbauten Chaser Bremsscheiben habe ich an meinem anderen Rad sehr gute Erfahrungen gemacht, die bremsen durch die reine Stahlscheibenkonstruktion deutlich besser als die Shimano IceTech-Scheiben, bei gleichzeitig geringerem Gewicht.
Ok, krass, das wusste ich wirklich nicht.
Hab bei meinem MTB seit 2 Wochen die IceTech drauf und ich finde die bremsen schon echt übel gut. Hab ich richtig gemerkt als ich in Nauders auf den Trails war.
letztes Jahr war ich zeitweise im einstelligen Bereich, hatte dann aber vermehrt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, dauerhaft kannst du das kaum halten, außer du widmest dein Leben komplett dem Sport.
Das sollte man auch nicht dauerhaft halten. Das ist schon krankhaft. Schau dir Bodybuilder an die sich so runter shredden. Das ist absolut nicht mehr gesund.

Da hat man locker 5-6kg zu viel.
Bei der Größe sind unter 70kg dann aber auch einfach nur noch ungesund.
 
Glaubt ihr wirklich dass der sauber fährt? Jetzt mal ernst gemeint.
So krass wie sich der wissenschaftliche Background im Ausdauersport in den letzten Jahren entwickelt hat (Ernährung, Training, Material) + perfekte Genetik, kann ich mir das schon vorstellen.

Aber wenn in 10 Jahren raus kommen sollte, dass er gedopt war, würde es mich auch nicht überraschen.
 
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So krass wie sich der wissenschaftliche Background im Ausdauersport in den letzten Jahren entwickelt hat (Ernährung, Training, Material) + perfekte Genetik, kann ich mir das schon vorstellen.
Ist schon, keine Frage, beeindruckend wie er da einfach wegfährt.

Ich weiß leider nicht mehr was es für ne Doku war, vermutlich über Lance Armstrong, da war die Aussage dass in den "Hochzeiten" die ersten Top 10 nicht sauber gefahren sind, eigentlich seit dem Beginn und der "Legende" Eddy Merckx, der ja auch nicht immer sauber gefahren ist und immer noch für seine Erfolge trotzdessen gefeiert wird.

Der wissenschaftliche Background enthält leider auch sehr gute Ärzte, mich würde es auch nicht wundern wenn die irgendwas gefunden haben dass man eben dann erst wieder in ein paar Jahren rausfindet.
 
Leider kenne ich das Thema des arroganten Yankees ziemlich gut. Ich war damals sehr gut mit einem seiner Teamkollegen befreundet, als sie in Girona lebten. Es gibt viele Dinge aus dieser düsteren Zeit, die bis heute noch nicht erzählt wurden. Das systematische Doping begann jedoch erst nach seiner Krebserkrankung. Jedes Mal, wenn ich dem Yankee begegnete, verhielt er sich wie ein Irrer. In seinem Umfeld konnte ihn eigentlich niemand ausstehen, doch sein dominanter Einfluss bestimmte jederzeit alles.

Heutzutage ist Doping aufgrund des biologischen Passes deutlich schwieriger geworden. Jede Auffälligkeit oder jeder Zweifel im Verlauf der Kontrollen eines Radfahrers kann zur Sperrung seiner Lizenz führen. Genau das ist einem Bekannten von mir passiert: Unregelmäßigkeiten bei den Kontrollen führten 2026 zur Suspendierung seiner Lizenz.

Ich war auch einmal Zeuge einer Trainingsausfahrt mit einer Gruppe, an der mehrere Profis teilnahmen. Als wir nach der Ausfahrt auf dem Weg zu einem Getränk auf einem zentralen Platz in Girona waren, warteten die Dopingkontrolleure bereits auf Q.Simmons, um eine unangekündigte Kontrolle durchzuführen. Profis sind verpflichtet, jederzeit für Kontrollen auffindbar zu sein.

Übrigens: Das Gebäude, in dem der ausgehungerte Yankee in Girona wohnte, wurde von meinem Freund Robert Gesink zu einem guten Preis gekauft. Der Yankee musste es weit unter Wert verkaufen, um die Forderungen der Sponsoren nach dem Skandal zu bezahlen
 
Glaubt ihr wirklich dass der sauber fährt? Jetzt mal ernst gemeint.
Ich würd sagen in keinem absoluten Hochleistungssport ist alles sauber.
Egal ob nun Bodybuilding (wo es ja offensichtlich ist), Fußball oder auch Radsport.
 
Also ich kann aus persönlicher Erfahrung berichten, daß viele es sich nicht vorstellen können, wie genetisch begnadet manche Menschen sind.

2019 hatten wir bei Seba-Med einen neuen Teamkollegen (Daniel Höhn). Damals glaube ich 36 oder 37 Jahre alt. Erst seit 6 Monaten wieder auf dem Rad, nachdem er vorher 20 Jahre beim Bund war. Bei der ersten Leistungsdiagnostik, Anfang November hatte er eine gemessene VO² MAX von (glaube ich) 82 und FTP von 380w. (~72 kg). Zum Vergleich, Chris Froome hat damals die TDF gewonnen und eine Vo² max von 85.

Daniel hat nie richtig gezielt trainiert (ist nur irre viel gefahren und hat Koms gesammelt wie ein Rockstar Tangas von den Groupies), nie nach Ernährungsplan gegessen, gerne mal ein Bier getrunken usw.....

Hätte der mit Anfang 20 nicht den Vertrag beim Bund, sondern bei dem drittklassigen Continental Team unterschrieben, wäre der ein Star geworden.

Der dann Bundesliga bei Kröstitzer gefahren und hat 53 Rennen 28 gewonnen. Und das teilweise nach 5 Kilometer ausgerissen und dann alleine zu Ende gefahren. Die Rennen, die er nicht gewonnen hat, waren dann Platzierungen, also Platz 2-15.

Ist auch der einzige "Hobbyfahrer" den ich kenne, der auf Mallorca mehrere KOMS auf Strava hat. Beispielsweise nach Alcudia rein, an der Müllverbrennungsanlage. Da sind in den TOp 200 nur Profis. Da muss man locker 50 plus fahren. (bin mir nicht mehr sicher, waren glaube ich sogar 60+)


Nicht auszudenken, was aus dem geworden wäre, wenn der die letzten 20 Jahre professionell betreut worden wäre.

Nochmal die Rangliste aus 2022: https://meldungen.rad-net.de/modules.php?name=Rangliste&saison=2022&rlid=1 (fast doppelt so viel Punkte wie Platz 3 und vier)




Auf Mallorca sind wir im Trainingslager als Abschlussrunde von Alcudia aus über die ganze Insel gefahren. Nach Port Andratx und dann die ganze Küstenstraße über den Puig Major und an Sa Calobra und dem Kloste Le Luc vorbei nach Alcudia zurück. Auf der Küstenstraße war dann Auscheidungsfahren. Wer zurück blieb musste sehen wie er klar kam.

Daniel ist irgendwann alleine los, weil wir ihm zu langsam waren. (alles Leute die beispielsweise bei den Cyclassics unter die Top 100 von 15 tsd fahren). Er war dann wohl ~45 min vor uns allem im Hotel, frisch geduscht und mit einem Bier saß er vorm Hotel und hat auf uns alle gewartet. :eek:
Und das waren über 200 km und ~3000 hm.


Andererseits kenne ich auch Fahrer, die sich bei der Tour Transalp Schmerztabletten gepfiffen haben, damit sie besser fahren konnten.

Persönlich habe ich so einen Scheiss nie gemacht. Nur immer Kreatin supplementiert (bin damals durch eine Doku über Tony Martin drauf gekommen, wo er gesagt hat, was er zusätzlich nimmer), was aber völlig legal und auch ungefährlich ist. Es hat sich über die Zeit enorm bei meiner Sprintleistung bemerkbar gemacht. Damals im Peak 1600w und 25 Sekunden 1000w gehalten. :coolblue: Und auch bei weiteren kurzen Leistungen. Hatte damals 1min 20 Sekunden 650w. :)
 
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Irgendwo logisch das wenn man ein Ausnahmetalent ist genetisch irgend etwas anders sein muss. Beim Professionellen Radsport fahren aber auffällig viele Ausnahmetalente rum. Ich mach mir da keine Illusionen mehr. Wo es Geld zu verdienen gibt wird beschissen. Beschiss ist es aber erst wenn man erwischt wird. Von daher…..
 
Nur mal so in Zahlen:

Weltweit gibt es ca. 15 Mio Radsportler, die irgendwie regelmässig Rennen fahren (ohne Lizenz) und ca. 200 Mio Breitensportler.
Davon sind ca. 1 Mio Amateur und Vereinsfahrer, die eine Lizenz bei den nationalen Verbänden haben.
Von den 1 Mio gibt es 4500 die auf Profiniveau fahren.
Und von den 4500 sind es nur 500 Fahrer, die in der World Tour mitfahren dürfen.

Das sind ALLES Ausnahmetalente, die aus Sicht eines normalen Menschen auf einem anderen Stern fahren. Ein normaler Mann hat im Alter von 20-29 Jahren eine Vo² Max von 42-47 ml/kg/min. Der Durchschnitt bei mir im Team waren ca. 65-70 ml/kg/min.

Pogocar fährt mutmaßlich bei 95 ml/kg/min.

Und das ist auch das was ich selber erlebt habe. Von einem Normalo zu einem trainierten Radrennfahrer sind es Welten und von dem zu einem Profi sind es ebenfalls Welten. Auch wenn der Unterschied auf dem Papier vielleicht klein erscheint. Die Leistungen schon bei mir im Team sind für jemanden außerhalb dieser Blase schon nicht vorstellbar, sie sauber zu fahren. (und die Jungs haben alle Vollzeit gearbeitet. (und das Waren nicht mal alles Lizenzfahrer)

Daher kann ich verstehen, wenn aus der Sicht die Leistungen der Profis alle nur unter Stoff gehen müssen.

Aus meiner Sicht sind die Leistungen der Profis aber alle nachvollziehbar. Die fahren NUR Rad, es dreht sich wirklich ALLES nur ums TRaining, am Tisch wird jede noch so kleine Scheibe Brot gewogen und aufgeschrieben, damit alles nachvollziehbar ist. Es wird alles getrackt, Flüssigkeit, Wassergehalt des Körpers, Schlaf. Es wird im Höhenzelt geschlafen, sie müssen sich um nichts kümmern, es wird alles organisatorische Abgenimmen und und und.

Die fahren statt 12-16 tsd km pro Jahr 30-40tsd km

Das sind ganz andere Vorraussetzungen im Vergleich zu einem amibitionierten Amateur, der Vollzeit arbeitet und sich um seine ganze Lebens und Trainingsplanung selber kümmern muss. Und wenn du so viel Rad fährst, ohne Profi zu sein, taktest du idR schon alles durch. 4-6 die Wocher Training plus 2-3 Stunden Fitty. Intervalltraining (beispeislweise 40/20 INtervalle, also 40 Sekunden Vollgas/20 Sekunden Erholung 10x), vor der Arbeit um 5 aufstehen, frühstücken, 120 km Rad, auf der Arbeit duschen, zweites Frühstück, arbeiten, essen, schlafen, morgens wieder raus, Intervall training usw.

Da kommen pro Woche in der Regel 10-16 STunden zusammen. Wenn man Urlaub hat gerne auch mal 20-30 Stunden.

Profis fahren in einer normalen Woche ca. 35 Stunden Rad. Und dann in der Saison 2-3 Rennen pro Woche. Als Amateur kannst du froh sein, wenn du es auf 10-20 Wettkämpfe pro Saison schaffst.
 
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Bei Pogi stimmt einfach alles, Glück in der Gen-Lotterie gehabt, Talent früh erkannt und trainiert, und bei seinem aktuellen Team fehlt ihm sicher auch an nichts, da spielt Geld keine Rolex.
 
Und am Ende hat man nen Stoff oder Methode gefunden wie damals EPO, HGT oder Eigenblutdoping die im Labor noch nicht nachweisbar sind. Zu glauben das die Leistungen nur Attacken, Training und Talent kommen sind schon reichlich naiv.

Ullrich hat letztens bei Eurosport auf die Frage ob das aktuell alles sauber ist süffisant lächelnd gesagt „man hofft es“.

Es werden ja auch hin und wieder Profi Fahrer erwischt, keine aus Top Teams aber der ein oder andere ist schon dabei.
Und selbst bei Armstrong funktionierte das Dopen jahrelang weil Werte in Labors manipuliert wurden oder gar die UCI weggeschaut hat.
 
Nein, ich finde nicht dass das naiv ist. Aus der Sicht von jemandem der das nicht als Leistungssport gemacht hat und keine Zahlen kennt, muss ja alles gedoped sein. Und Jan... also sicherlich Ausnahmefahrer, aber da muss man mal fragen, wie sehr der sich mit modernen Methoden usw. auseinandersetzt. Wenn der den Stand von vor 30 Jahren hat oder von mir aus auch von vor 20, dann würde ich das nicht auf die Goldwaage legen.

Dazu muss jemand was sagen, der wirklich drin ist in aktueller Methodik - also ich bin es nicht.

Achja und alleine die Radtechnik hat enorm viel gebracht.

2019 bin ich von einem Aerorad (Bj 2016) auf ein 2019er Scott Foil gewechselt - hat 40w bei 45 km gebracht.

Das aktuelle Foil ist wesentlich schneller - da wird der Sprung nochmal 20-30w sein. Oder die Reifentechnik, kann man auch nicht vergleichen.

Ketten hat vor 10 Jahren auch noch keiner gewachst, bringt auch ein paar Watt. Die Lenker sind schmaler geworden, es gibt andere Klamotten usw..... und das sind nur in den letzten 10 Jahren Veränderungen. Zu Ulles Zeiten sind das nochmal WELTEN.
 
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