[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Gerade kommt überraschend was Schwung bei mir rein, die Zahlen sprechen eindeutig für mich (GF sieht den Umschwung, die Einsparungen und die Verbesserugen) und daher werde ich nächstes Jahr in die nächste Gehaltsgruppe gezogen. Dann könnte ich die 100k doch schneller knacken als gedacht... ändert aber nichts an meinen Exit Plänen in ein paar Jahren.
Leistung wird schon belohnt vom AG... aber die Politik... ach lassen wir das lieber.

Zweite Karriere wird dann Hängemattenvermietung in Thailand 🙃 🤣
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie lauten denn Deine realistischen Exit Pläne? Aus der Tretmühle raus ist ja schon ein großer Schritt, je nachdem wie viele Arbeitsjahre man noch vor sich hätte.

Wenn das finanzielle Polster schon groß genug ist, dann natürlich Glückwunsch. :)

Hatte das für mich mal ausgerechnet, wenn ich den aktuellen Lebensstandard ohne Einkünfte (also keine Zinsen oder Rendite) halten wollte, bräuchte ich inkl Inflation noch mindestens 1,3 Millionen, wenn ich davon ausgehe dass ich so 85 werde. Wird natürlich mit jedem Jahr in Arbeit weniger. Aber das Hamsterrad bleibt mir noch lange erhalten. :fresse:
 
Also ich persönlich hab gar nichts gegen das Hamsterrad aktuell. Mir macht mein Job Spaß und ohne würde mir was fehlen. Bin so gar nicht der Aussteiger Thailand Typ. War einmal da, reicht mir. Wenn dann ein Loft auf den Caymans oder Bermuda. Aber da man ja nie aufhören soll zu träumen, sehe ich auch diese nie wahr werdenden Träume positiv. :d
 
Leistung wird schon belohnt vom AG... aber die Politik... ach lassen wir das lieber.
Gehaltserhöhungen werden bei uns ziemlich niedrig ausfallen dieses Jahr, rechne mit 2,2%. D.h von knapp 245€ Erhöhung werden mir dann Netto ca. 134€ bleiben, dann kommt am 1.1. die überproportionale Erhöhung der Bemessungsgrenze von GKV, sicherlich auch bei den Renten und dann noch PV sowie Zusatzbeiträge und ggf. andere Erhöhungen wo die "Spitzenverdiener" ja mehr leisten können. Wenn ich von den 245€ dann nachher noch 50€ behalten darf ist das wahrscheinlich sogar noch optimistisch.
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Mir macht mein Job Spaß und ohne würde mir was fehlen
Ist bei mir auch so, mein Job motiviert mich, die politischen Rahmenbedingungen und Zukunftsaussichten sind so dermaßen frustrierend dass ich jedes mal schlechte Laune bekomme wenn ich nur dran denke.
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Dann könnte ich die 100k doch schneller knacken als gedacht
Sehr gut, wir brauchen mehr Solizahler!
 
Gerade dem Steuerberater die geschätzten Kosten und geschätzten Umsatz für die zweite Jahreshälfte für 2026 und das ganze 2027 geschickt.
Damit wäre die steuerliche Erfassung für die Selbständigkeit fertig. Freitag gehts für 8 Tage mit meiner Jungstruppe in den Urlaub und am 25.05. wird die Kündigung eingereicht.
Langsam wird's Ernst.

Die große frage freiwillig gesetzlich oder PKV steht noch aus, aber das soll nicht hier Thema sein...
 
Gehaltserhöhungen werden bei uns ziemlich niedrig ausfallen dieses Jahr, rechne mit 2,2%. D.h von knapp 245€ Erhöhung werden mir dann Netto ca. 134€ bleiben, dann kommt am 1.1. die überproportionale Erhöhung der Bemessungsgrenze von GKV, sicherlich auch bei den Renten und dann noch PV sowie Zusatzbeiträge und ggf. andere Erhöhungen wo die "Spitzenverdiener" ja mehr leisten können. Wenn ich von den 245€ dann nachher noch 50€ behalten darf ist das wahrscheinlich sogar noch optimistisch.
bei über 10k im Monat wirst du es verkraften können
 
Komisch ist halt immer, dass die am jammern sind die eh schon "genug" haben.
 
Mir war schon vor Absenden des Posts klar, dass so ein Spruch kommt. Dabei hab ich nichtmal wirklich rumgeheult sondern nur neutral meine Situation beschrieben, erwartest du jetzt von mir, dass ich trotzdem extra motiviert bin oder was ist dein Punkt?
Komisch ist halt immer,
Die wirklich Reichen lachen sich über solche dummen Aussagen kaputt. Genau das ist das Ziel, wir in der Unterschicht streiten uns darüber ob man mit 10k nicht mal noch bissl was abgeben könnte, während man Körperschaftssteuer reduziert und Erbschaftssteuer umgehen kann und bei Cum Ex Steuerbetrug absichtlich die Ermittlung eingestellt wird. Wegen sowas rege ich mich auf, nicht weil ich Netto wieder 50€ abgezogen bekomme weil man halt bei Arbeitern die Kohle bequem vom Lohn abziehen kann.
 
... dass die am jammern sind die eh schon "genug" haben.
Als ob "genug" irgendwie sinnvoll zu definieren wäre. Die Relation zu Arbeitseinsatz, Verantwortung, Zeitaufwand und Kostenstruktur des Lebens-Umfeldes lässt sich so nicht verallgemeinern.
Auf dem Allgäuer Acker (selbst Kempten ist nur ein großes Dorf und Schnäppchen - habe Freunde dort und bin regelmäßig im Allgäu) sind die Lebenshaltungskosten mit Sicherheit komplett andere, als z.B. in der Münchner Innenstadt.
 
Und die GKV und sonstigen erhöhungen halt auch in den niedrigen Gehaltsklassen genauso die Gehaltserhöhungen wegfressen. Als würde das nur bei swn Topverdienern passieren. Grade was die gkv etc angeht trifft das die kleinen Gehälter mindestens genauso bzw jeder der über beitragsbemessung verdient ist weniger belastet.

Das, was regierung merz treibt, ist für alle ausser die oberen 1-2% scheisse. Lasst euch nicht verarschen und spalten!
 
Als würde das nur bei swn Topverdienern passieren.
Es betrifft vorallem Leute die über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen, Top Verdiener muss man dafür ja nicht sein. Aber mit der Reform ist doch geplant, die Grenze nächstes Jahr um Zusätzlich zur jährlichen Erhöhung nochmal um 300€ / Monat anzuheben. Das betrifft Leute mit "niedrigerem" Gehalt nicht. Das gleiche passiert bei der Rente da ist die Grenze ja inzwischen auch schon bei über 100k. Reiche Leute betrifft das nicht, die sind ja nicht so doof und in der GKV :D
 
Als ob "genug" irgendwie sinnvoll zu definieren wäre.
Ich denke es wäre vernünftiger darüber nachzudenken, was zu wenig ist. Mir fallen da einige Berufe ein, in denen die Leistung nicht passend bezahlt wird

Wenn es einem gut geht ändert sich der Kontext, und das Leben wird automatisch teurer. Glaube das skaliert fast endlos. Aber mehr dürfte bei 99% der Bevölkerung immer gehen 😬
 
Es betrifft vorallem Leute die über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen,
Das Gegenteil ist der Fall. Wer über Beitragsbemessungsgrenze verdient, hat prozentual einen kleinen Wert, der hinzukommt bei Erhöhungen, da der BEtrag gedeckelt ist und somit der prozentuale Anteil am Bruttolohn kleiner ist. Was du beschreibst mit den 300€ wäre ne einmalige Sache, prozentual ziemlich gering in der Auswirkung im VErgleich zu dem, was die Regierung ansonsten bereits umgesetzt hat bzw. plan und nicht mal beschlossen. Das istn Entwurf, mehr nicht zum jetzigen Zeitpunkt.
An deiner Stelle müssten dir andere Sachen erheblich saurer aufstoßen in Bezug auf Familie, Kinder, Umwelt (indirekt Kinder) als 300€ auf die dann Sozialleistungen fällig werden.
 
was die Regierung ansonsten bereits umgesetzt hat bzw. plan und nicht mal beschlossen.
Ich bin zuversichtlich, dass man hier noch einen Kompromiss findet und statt 300€ um 600€ erhöht :D
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An deiner Stelle müssten dir andere Sachen erheblich saurer aufstoßen in Bezug auf Familie, Kinder, Umwelt (indirekt Kinder) als 300€ auf die dann Sozialleistungen fällig werden.
Oh absolut, was unter Katharina Reiche abgeht ist nochmal ne ganz andere Story, aber darum ging es hier ja gerade nicht und nur weil mich Thema A am meisten nervt, heißt das ja nicht, dass ich nicht auch über Thema B meckern darf.
 
Irgendwann geben "starke Schultern" halt auch nach ...
kommen die nicht einfach in der Realität der anderen an? Was ist denn eigentlich gesellschaftlich eine starke Schulter? Derjenige der am PC sitzt und iwas macht, was u.U. gar nicht sooo wichtig ist (weil die IT-Unternehmen auch sehr viel Wasserkopf und "spezielle" Ziele haben), oder derjenige der sehr unproduktiv Menschen pflegt?
 
Natürlich tun sie das und genau deswegen ist diese Diskussion so lächerlich. Man führt die Diskussion schön in der Arbeiterschicht und die Reichen lachen sich über uns kaputt.
 
Ging doch rein um die finanzielle Last im Sozialstaat… Und wie die verteilt ist, hat nichts damit zu tun wie gesellschaftlich „wichtig“ eine Arbeit ist.
 
Ging doch rein um die finanzielle Last im Sozialstaat… Und wie die verteilt ist, hat nichts damit zu tun wie gesellschaftlich „wichtig“ eine Arbeit ist.
So ist es. Schöner whataboutism.

Von mir aus kann eine Pflegekraft doppelt so viel verdienen wie ich. Solange das aber nicht so ist, zahle ich mehr ins System ein. Und mein Boss der sich gefühlt nur die Eier schaukelt noch mehr.

Ich denke das meinte @Tundor mit den Schultern.
 
und weil du mehr einzahlst, hast du stärkere Schultern, mehr Mitspracherecht, politisch mehr relevanz oder mehr recht künftig nicht zusätzlich belastet zu sein? Ich versteh die Aussage nicht, was die Konsequenz daraus sein soll?
 
Nö, man bezahlt halt mehr. Nicht mehr und nicht weniger.
Der Punkt ist halt, dass man zur „starken Schulter“ gemacht wird.
Ja, ich verdiene gut, aber meine (nicht bis wenig vorhandenen) Lohnerhöhungen der letzten 2 Jahre, und wahrscheinlich auch die nächste nicht, gleicht die Mehrbelastung null aus.
Und auch mit rund 100-120k Brutto-Haushaltseinkommen, ist es nicht so dass man ständig 2-3% weniger einfach wegsteckt und null merkt.
Man soll ja Kinder bekommen, privat vorsorgen usw…
 
Das Problem ist nur, dass die jenigen, die deutlich mehr als du verdienen, nicht ausreichend zur Kasse gebeten werden. Für diese Leute sollte eine Art Soli fällig werden.
 
die deutlich mehr als du verdienen,
Den Unterschied zwischen Verdienen und Vermögen ist dir bekannt? Auch jemand der Millionen verdient zahlt genug an Steuern, da muss man nix erhöhen. Es geht um Leute die Milliarden vererben und darauf garnichts bezahlen müssen weil man für diese politisch gewollt Steuerschlupflöcher geschaffen hat. Man muss da die Erbschaftssteuer auch gar nicht erhöhen, es reicht schon, wenn diese einfach genauso viel bezahlen wie wenn du von deinen Eltern über dem Freibetrag was erben würdest. Und natürlich sowieso die ganzen Cum Ex Betrüger die uns aktiv beklauen.
 
Wer genug vermögen hat, zahlt gar keine steuer. Bei wohnungen hast du ab ner bestimmten menge steuerfreiheit. Irgendwo bwi 250 mein ich mich zu erinnern. Oder man gründet ne stiftung. Oder eltern und kinder gründen je eine GmbH, vermacht das vermögen der Firma (die eltern) und kann dieses Firmenvermögen dann legal und steuerfrei an die firma des kindes verschieben. Der es dann aus der firma auch wieder auslösen kann…

Es gibt reichlich tricks, auch legale. Und das ist das Problem. So kumuliert sich Reichtum bei denen, die bereits haben und geht der Gesellschaft „verloren“.
 
Den Unterschied zwischen Verdienen und Vermögen ist dir bekannt? Auch jemand der Millionen verdient zahlt genug an Steuern, da muss man nix erhöhen. Es geht um Leute die Milliarden vererben und darauf garnichts bezahlen müssen weil man für diese politisch gewollt Steuerschlupflöcher geschaffen hat. Man muss da die Erbschaftssteuer auch gar nicht erhöhen, es reicht schon, wenn diese einfach genauso viel bezahlen wie wenn du von deinen Eltern über dem Freibetrag was erben würdest. Und natürlich sowieso die ganzen Cum Ex Betrüger die uns aktiv beklauen.
Und genau du meine ich doch, die Quants, Albrechts, Klatten und wie sie alle heißen. Derjenige, der es mit harter Arbeit, Ideen und einem guten Kundenstamm zum Millionär geschafft hat, sehe ich nicht als reich, eher wohlhabend. Derjenige kennt den Wert der Arbeit noch aber diejenigen die mit dem goldenen Löffel im Mund auf die Welt kamen, tun zu wenig, wenn nicht sogar nichts für die Gesellschaft aber stöhnen am lautesten und drohen mit Abwanderung.
 
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