[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Ich denke mehr ist hier auch nicht damit gemeint.
In einer Leistungsgesellschaft dürfte es eine solche Hürde aber nicht geben. In einer Leistungsgesellschaft sollte die eigene Leistung bestimmen, wo wir am Ende stehen, unabhängig davon, von wo aus man startet. Das ist in Deutschland maximal ansatzweise gegeben und eben auch nur bis zu einer gewissen Grenze. Die Durchlässigkeit durch alle Schichten ist eben nicht gegeben und schon gar nicht, dass man bei gleicher Leistung aber verschiedenen Ausgangspositioenen am Ende beim selben landet.
 
Diese Hürde besteht aber darin, zu den top Millionären, Unternehmern, Erben etc. aufzusteigen. Diese paar Prozent hast du überall auf der Welt.
In Deutschland lässt es sich - entsprechenden Fleiß vorausgesetzt - aber ziemlich hürdenlos ein Leben in gutem Wohlstand führen, egal wo du herkommst oder welches Geschlecht man hat.
Und wenn man Pech im Leben hat, wird man sogar verhältnismäßig gut aufgefangen.
 
Und ja, Fleiss bringt einen von unten sicher auch in den Mittelstand. Mit bisschen Glück schafft man dann auch die unteren 6 stellig brutto. Das ists aber auch dann. Wirklich nach oben durchsteigen ist in DE die absolute Ausnahme, zumindest auf legalem Wege.

Das soll ja auch überhaupt nicht die Norm sein. Es geht darum dass man auch mit schlechter Startposition ein gutes Leben aufbauen kann, das aber eben nicht nur von Fleiß abhängen kann. Und natürlich gibt es auch in einer Leistungsgesellschaft Barrieren, die härter zu durchbrechen sind. Sonst könnte es ja keine sein.

Da sollte der, der den iron-man absolviert hat, am ende mehr haben als der 100m sprinter, egal wo beide gestartet sind.

Haha, ganz bestimmt nicht. Echt witzig Deine Welt. Es geht doch eben nicht nur um die klassische Arbeit. Ich habe mir Anfang der 2000er vom Azubi Gehalt ein paar Amazon Aktien gekauft. Für Beträge die mir nicht weg getan haben, obwohl ich wenig Geld hatte. Nem Kumpel hab ich gesagt "geh heute Abend nicht aus, nimm die Kohle und Kauf dir auch n paar". Wollte er nicht. Naja, konnte dadurch vor ein paar Jahren unser Haus anzahlen.

Das war jetzt auch kein Fleiß. Aber ich habe es mir genau so verdient als wenn ich dafür geschuftet hätte wie ein Esel.

Du hast echt n seltsamen Blick auf das Thema. Es hat nichts mit Leistungsgerechtigkeit zu tun (die im Übrigen überhaupt nicht einheitlich definiert ist). Trotzdem bietet einem die Leistungsgesellschaft mehr Freiheiten sich zu entwickeln als jede andere der Menschheit bekannte Gesellschaftsform.

Leistung kommt nicht nur vom Müllmann oder der Pflegekraft. Genau so wenig wie ausschließlich vom Herzchirurgen oder der Biochemikerin.

Wenn ein Fußballer durch sein Talent viele Leute begeistert und Millionen verdient oder ein Programmier Genie einfach durch seine spielerisch in der Jugend erlernten Fähigkeiten ein top Einkommen mit 4 Stunden in der Woche Arbeit erreicht hat, ist das genau so Leistung. Auch Glück darf dazu gehören. Wenn ich als Bahnhofspenner für 3 Euro n Los kaufe und das n Volltreffer war hab ich meinen Wohlstand genau so verdient wie der, der 7 Jahre an der Uni geackert hat. Kritiker nennen das Sozialdarwinismus. Ich würde es nicht so nennen sondern Antrieb, oder Entscheidungsfähigkeit. Den Arsch hochkriegen (ungleich schwer arbeiten).
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann ist das hier in de aber eben auch keine Leistungsgesellschaft wie gerne und auch hier postuliert wurde.
aber ziemlich hürdenlos ein Leben in gutem Wohlstand führen, egal wo du herkommst oder welches Geschlecht man hat.
Und das hier ist halt so schlicht nicht korrekt. Vor allem das hürdenlos. Kann man aber immer leicht behaupten, wenn man nicht aus den Gruppen stammt, die diese Hürden tagtäglich erleben.
 
Leistungsgesellschaft ist, wenn 3700 Brutto vs. arbeitslos (und alles dazwischen) auf +/- das gleiche Nettoeinkommen hinausläuft (inkl. Wohngeld und sonstige Zahlungen).
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Oder im Fall von 3 Kindern:
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Und dann wundern sich so viele, das viele nicht arbeiten wollen...
 
Können wir den Stammtisch mal Stammtisch sein lassen?
 
Bekommst du quasi wenn du mit deinem Einkommen zwar dein Existenzminimum decken kannst, nicht aber das deiner Kinder. Meist in Verbindung mit Wohngeld.
 
Hab mich noch nie mit dem Bürgergeld beschäftigt und grad mal einen Rechner bemüht. Mit zwei Kindern und außer dem Kindergeld ohne Einkommen:

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Das kann doch nicht stimmen oder wie? Und das ist zeitlich unbefristet?
 
Kannst du doch ganz einfach rechnen:

Eltern: 2x 506 Euro
Kinder: 2x 357 - 471 Euro

Dazu dann die angemessene Miete (was bei 4 Personen und je nach Ort auch nicht so wenig ist).

Und ja, Bürgergeld ist unbefristet.
 
Ganz einfach wenn man diese Beträge kennt. ;)
 
Da werden meine Steuergelder verschwendet... Maximal Dach über Kopf und essensmarken :d
 
Ja schon schräg.. Wenn ich das hier in den Rechner eingebe würden wir 3700€ Burgergeld bekommen.
Das hat hier keine normale Familie mit normalen Jobs.
 
Da werden meine Steuergelder verschwendet... Maximal Dach über Kopf und essensmarken :d
Gerade mal nachgerechnet. Mit meiner Steuer bekomme ich 1 Jahr lang 20 Bürgergeldler durch.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Bekommen die denn zusätzlich auch noch das Kindergeld?
 
Und das ärgert dich weil? Du hilfst Menschen, die Hilfe benötigen.
Und was ist mit denen, die einfach nicht arbeiten wollen?

@freestylercs

Frag doch mal wieviel kindergeld an Kinder gezahlt wird, die hier gar nicht leben. Da wird einem schwindelig.
 
Und das ärgert dich weil? Du hilfst Menschen, die Hilfe benötigen.
Hat mein Satz irgendein Unterton von Ärger ausgestrahlt? Ich bin eher verblüfft wie man so etwas da oben erfinden konnte. Das wird uns doch auf kurz über lang die Beine brechen. Wusste echt nicht, dass das so viel ist für Null Gegenleistung.
 
Und das ärgert dich weil? Du hilfst Menschen, die Hilfe benötigen.
Das ärgert mit weil es weit über das Notwendigste hinaus geht. Und nur das sollte von mir bezahlt werden, wenn überhaupt.
 
Und was ist mit denen, die einfach nicht arbeiten wollen?
Über wieviele sprechen wir denn? UNd vor allem: Was genau hat das mit meiner Aussage zu tun? Ich mein, diese Thematik hat doch wenig mit der Höhe des Bürgergeldes zu tun oder nicht?
Hat mein Satz irgendein Unterton von Ärger ausgestrahlt?
Ich bin eher verblüfft wie man so etwas da oben erfinden konnte. Das wird uns doch auf kurz über lang die Beine brechen. Wusste echt nicht, dass das so viel ist für Null Gegenleistung.
Ja, hier erneut? oder wie soll man sowas deuten? Ich mein logisch ist das ohne Gegenleistung, wir reden hier schließlich von Hilfen. Seitwann sind Hilfen mit einer Gegenleistung versehen?
Das ärgert mit weil es weit über das Notwendigste hinaus geht.
Was wäre denn deiner Meinung nach das notwendigste? Also in einer Summe.
 
Und das ärgert dich weil? Du hilfst Menschen, die Hilfe benötigen.
Ich helfe gerne denen, die es wirklich brauchen. Leider betrifft das nur einen Teil der Bürgergeldempfänger.
 
Schonmal auf die Idee gekommen, dass genau das mitunter der Fall sein könnte?
Du gehst offenbar davon aus, dass es der Regelfall ist, dass Erfolg und Wohlstand von Fleiß und harter Arbeit kommen.
Ich gehe davon aus, dass Erfolg und speziell finanzieller Wohlstand (was ja zumeist der Gradmesser dafür ist) ganz erheblich das Ergebnis von Glück in diversen Variationen (genetisch bedingter IQ, Reichtum der Eltern, Bildung der Eltern, Familiensituation, Staatsangehörigkeit, körperliche Gesundheit, Hautfarbe, Geburtsjahr) sind und Fleiß zwar einen Einfluss hat, aber eher nachrangig ist.
Es kann durchaus sein, dass ich falsch liege (und hier statistisch nur totale Ausreißer um mich rum habe), es kann aber auch sein, dass du den Leuten Neid nachsagst obwohl sie einfach nur eine realistischere Sicht auf die Dinge haben.
Schonmal in Betracht gezogen?

Ich habe mich schon auf zwei Personen mit ähnlichen Voraussetzungen bezogen. Wenn davon einer an sich arbeitet und am Ende Erfolg hat und der andere ohne diese Arbeit neidisch auf ihn ist, dann ist Gewissenhaftigkeit ein entscheidender Faktor. Der Neider müsste ja sehr wohl im Kopf haben, dass der andere an sich gearbeitet hat, weil er eben bei gewissen Freizeitaktivitäten nicht dabei sein konnte und in der Zwischenzeit nicht im Lotto gewonnen oder geerbt hat.

Dass alle verschiedene Startvoraussetzungen haben, ist klar. Aus meiner Erfahrung ist es aber durchaus machbar, zu den oberen 20% zu gehören, wenn man möchte. Es ist halt auch eine Frage, was man bereit ist, dafür zu tun.
 
Gehalt und Arbeit. Nicht Steuer, Staat, Sozial- und Abgabenpolitik.
Bitte btt!
 
Über wieviele sprechen wir denn? UNd vor allem: Was genau hat das mit meiner Aussage zu tun? Ich mein, diese Thematik hat doch wenig mit der Höhe des Bürgergeldes zu tun oder nicht?


Ja, hier erneut? oder wie soll man sowas deuten? Ich mein logisch ist das ohne Gegenleistung, wir reden hier schließlich von Hilfen. Seitwann sind Hilfen mit einer Gegenleistung versehen?
Jeder der dazu in der Lage ist zu arbeiten sollte auch für diese Leistungen einen Gegenwert leisten. Wer krank ist ok, aber wer einfach zu faul ist, dem sollten dann auch Beträge gestrichen werden.

Btw, Coronahilfen müssen wohl aktuell auch zurückgezahlt werden, so viel dazu.

Aber na gut, btt.
 
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