[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Das Problem, das wir heute haben, ist, dass unsere Messgeräte auch zu genau sind. Ein guter Gaschromatograph findet auch ein Stück Würfelzucker im Bodensee wieder, d.h. nur weil man irgendeine Substanz nachweisen kann, heißt es noch lange nicht, dass die Menge in irgendeiner Weise gefährlich sein muss. Die Grenzwerte in Deutschland sind ja im allgemeinen da sehr strickt (und werden eher gesenkt als erhöht), und solange diese nicht überschritten werden, mache ich mir da wenig Sorgen. Da nehme ich garantiert mehr Medikamente auf, wenn ich in der Mensa mal wieder Fleisch esse, denn ich vermute, dass das nicht vom Biohof kommt.

Wer wirklich besseres Wasser als Leitungswasser haben will, muss sich schon anstrengen. Die Kontrollen für Mineralwasser im Laden sind nicht strenger als für Leitungswasser, Leitungswasser wird aber öfter kontrolliert. Zudem darf man dann eh nur Wasser aus Glasflaschen trinken, da Plastikflaschen auch jede Menge Mist ins Wasser abgeben, z.B. die hormonähnliche Stoffe etc.
 
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Das Problem, das wir heute haben, ist, dass unsere Messgeräte auch zu genau sind. Ein guter Gaschromatograph findet auch ein Stück Würfelzucker im Bodensee wieder, d.h. nur weil man irgendeine Substanz nachweisen kann, heißt es noch lange nicht, dass die Menge in irgendeiner Weise gefährlich sein muss.

Absolute Zustimmung. Die aktuellen Konzentrationen an Spurenstoffen im Grund- und Oberflächenwasser sind, zumindest gemäss heutigem Erkentnissstand, für Menschen ungefährlich. Anders sieht es bei Wasserlebewesen aus, an denen das eben nicht spurlos vorbeigeht (Beeiträchtigung der Fortpflanzung, Schädigung des Immunsystems etc. wurde ja schon nachgewiesen).

Aber zu bedenken ist, dass die Spurenstoffe aufgrund der (z.T. auch gewünschten) Beständigkeit (stabile Verbindungen, schlechte Abbaubarkeit) im Wasser angereichert werden (Eintrag > Abbau) und irgendwann der Punkt erreicht wird, an dem die Konzentration für den Menschen eben nicht egal ist.
 
Zumal man in der Regel selbst in der Hand hat, ob man aufstockt oder nicht.

Is klar, sag das mal den Friseusen, die mit 1400€ Brutto abgespeist werden :shake:

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Echt? Das ist krass, denn bei den Amis sind Lebensmittel und selbst durchschnittl. Restaurants trotz Währungsumrechnung teurer als bei uns. Und ich rede hier nicht von Großstädten, sondern vom Mittleren Westen. Einzig Fast-Food ist dort billig, aber nicht viel billiger als hier.

Und das Amis wenig für Essen ausgeben, halte ich für ein Gerücht. Dort wird pausenlos gegessen und das kollektiv. Daher schließe ich aus der Studie, dass die Amis relativ zum Essen einfach mehr Netto haben. Und da die Studie vermutlich vom Durchschnittseinkommen ausgeht, verwundert es nicht, schließlich dürfte die USA einen deutlich höheren Anteil an Einkommensmillionären haben als Deutschland (= % Essen vom Netto sehr niedrig). Interessanter wäre hier der Anteil für Essen am Median-Netto ;).
Frisch Kochen ist da auch scheiße teuer. Als Beispiel, 1 Paprikaschote (ziemlich klein) kostet mal eben 2,50$. Daher wird dort viel Fertigfraß gekauft, weil sich kein Schwein mehr leisten kann, täglich frisch zu kochen.
 
versuch mal als Friseur mehr zu verdienen. Sorry aber du hast keinen Plan. Die Welt besteht nicht nur aus Akademikern oder Hochschulabsolventen. Sehr viele normale Arbeitnehmer müssen aufstocken gehen, damit sie ihre Familien am kacken halten können.
 
STatt dass man einfach mal fuer einen brauchbaren Mindestlohn...
Aber dass ueber Aufstocken Hungerloehner und untaugliche Geschaeftsmodelle und ueberbezahlte Unternehmer quersubventioniert werden...
ich bin ja schon still :fresse:
 
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Ich spreche nicht nur für Friseurinnen.. Da gehören noch einige andere Branchen dazu.
 
Bist du im Gegenzug bereit die anziehenden Preise zu bezahlen?

Das liest sich jetzt so, als ob DU dazu nicht bereit wärst. Ich freue mich auf Deine Argumente, warum DU im Jahr 2014 einem Dienstleister absichtlich weniger zahlen möchtest, als er zum Leben braucht. Es geht nicht um den Zweit-Maybach der Friseuse. Los gehts!
 
Bist du im Gegenzug bereit die anziehenden Preise zu bezahlen?

Klar warum nicht? Ich bin auch bereit fuer meinen Mercedes nen 1000er mehr zu zahlen, wenn dafuer die Testfahrer wieder Festangestellt sind. Oder 2€ Mehr pro Paket, wenn dafuer die Paketzusteller keine Scheinselbststaendigen mehr sind usw.
 
@Fimbultyr: Das liest DU so. So habe ich das aber nicht gemeint. Es war nur eine einfache Frage.
@2klexi: Gute Einstellung
 
Klar bin ich bereit dazu, sei es der Taxifahrer, der Friseur oder sonst wer. Die Leute müssen auch von irgendwas leben und wenn du aufstocken musst, hast du mehr ärger mit dem Jobcenter, wie man als ALG2 Empfänger hätte! Das wünsche ich niemandem, habe das selber durch und bin froh, von dem Verein unabhängig zu sein.
 
Sieht bei mir, bzw. meiner Frau auch so aus.
Bei ihrem Stammfriseur geben wir 5 Euro Trinkgeld je halbe Stunde.
Die tun uns nicht weh aber für die Friseurin ist das sehr viel Geld.
Und da wir Wissen das es zu 100% an die Friseurin geht passt das auch.

Gruß
 
Ich gebe meiner Friseurin jedes mal Trinkgeld. Immer zwischen 3 und 5€. Je nachdem wieviel ich klein habe. Da meine Schwester Friseurin war, bis sie den Job Allergiebedingt aufgeben musste, weiß ich auch, wie bescheiden die Bezahlung ist.
 
@Fimbultyr: Das liest DU so. So habe ich das aber nicht gemeint. Es war nur eine einfache Frage.
@2klexi: Gute Einstellung

Na dann ists ja gut :) Auch wenn ich persönlich nicht viel Geld habe, gibt es viele Menschen in Deutschland die weniger als ich haben und dafür härter arbeiten müssen. Die 5€ mehr beim Friseur tun mir nicht weh.
 
versuch mal als Friseur mehr zu verdienen. Sorry aber du hast keinen Plan. Die Welt besteht nicht nur aus Akademikern oder Hochschulabsolventen. Sehr viele normale Arbeitnehmer müssen aufstocken gehen, damit sie ihre Familien am kacken halten können.
Das weiß man auch, bevor man die Ausbildung macht. Dass es möglich ist, denen einen solchen Hungerlohn zu bezahlen liegt nicht daran, dass die Menschen nicht bereit wären mehr zu zahlen (wenn sie müssten), sondern daran, dass es genug Menschen gibt, die den Job für diesen Hungerlohn machen.
Wobei jeder einzelne da alleine natürlich schlechte Chancen hat, etwas zu ändern. Da heißt es halt Situation akzeptieren oder arbeitslos bleiben.
Zu den Akademikern und Hochschulabsolventen: Da versucht man auch schon ewig, Lohndumping zu betreiben, nur wehren sich da die Leute eher.
 
Hmm Friseur fällt bei mir wech.. Aber meine verlobte und meine Tochter geben beim Friseur immer Trinkgeld, weiss nur nicht wieviel
 
Es gibt ja mittlerweile auch Leute, die meinen, dass das Problem schon am "System Geld" an sich liegt.
 
STatt dass man einfach mal fuer einen brauchbaren Mindestlohn...
... der den Preisen einfach nur einen Offset aufsetzt, da ja garantiert ist, dass man bestimmte Preise ohne Probleme entsprechend anziehen kann.

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Es gibt ja mittlerweile auch Leute, die meinen, dass das Problem schon am "System Geld" an sich liegt.
Die sollen sich wieder melden, wenn sie eine brauchbare Alternative gefunden haben.
 
Akademiker und Hochschulabsolventen, finden aber auch eher Gehör, als ein kleiner Paketbote, Taxifahrer oder eine Friseurin. Und sein wir mal ehrlich, was spricht gegen 10€ Mindestlohn? Damit kämen die Leute vom Amt weg und würden nicht mehr, durch die anderen Arbeitnehmer die über dem Niveau verdienen, nicht mehr über die Steuerzahlungen Quersubventioniert.

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Hmm Friseur fällt bei mir wech.. Aber meine verlobte und meine Tochter geben beim Friseur immer Trinkgeld, weiss nur nicht wieviel
Dafür musst du ja öfter mal zum Polierer :fresse:
 
<10€ ist schon arg mager, ich hab mit 16 im Supermarkt schon 8,50€/h, später dann Nachhilfe 12€/h und jetzt 16€ als Werksstudent (gut, das auch nur mit viel Vitamin B :D) und das alles ohne Lehre o.ä., ich könnt mir nicht vorstellen von so wenig Geld zu leben...
 
Klar sind 10€ mager aber bei einer 40Stunden Woche kommen so 16000€ Brutto bei herum, wovon ein Single wenigstens leben kann. Im Notfall geht das auch zu zweit (haben es so gehabt).
Das du es dir nicht vorstellen kannst, kann sich schnell mal ändern. Es gibt auch genug Hochschulabsolventen, die in ALG2 Bezug gefallen sind und für das Geld arbeiten müssen, damit sie keine Sperren bekommen. Ich habe durch meinen 1€ Job, damals einen Architekten kennengelernt, der pleite gegangen ist, weil die Kunden nicht gezahlt haben. Der hat kurzfristig am Limbecker Platz die Klos geputzt, weil er vom Jobcenter dahinvermittelt wurde. Ich denke mal, das er da deutlich weniger als 8,50€/h bekam.
 
der witz ist ja, wenn jeder, wirklich jeder 10euro verdienen würde, bekäme der staat auch mehr einnahmen durch gehälter und hat weniger ausgaben durch hartz4 aufstocker. er könnte zb die steuern senken so das die teureren dienstleistungen am ende nicht mehr so krass auffallen.

ein großes problem bei dienstleistern ist mittlerweile, das man häufig nicht mehr die qualität bekommt die man gerne hätte. wenn ich 100 euro für ne stunde autoreparatur ausgebe erwarte ich perfektion und keine neuen kratzer im auto - welche dann noch nichtmal zugegeben werden
 
Kratzer können immer mal vorkommen, bei einer Reparatur. Da muss nur der Schoner einmal abrutschen. OK, wenn keiner benutzt wird, ist es fahrlässig. Für alles andere sollte ein Betrieb versichert sein.
 
Warum nicht staffeln?

Ungelernte Schulabbrecher 7€/h

Mit Ausbildung 10€/h

@Payday
Das ist doch ne typische Spirale nach oben. Mehr Lohn, mehr Ausgaben, höhere Preise für alles, mehr Geld im system -> Inflation

Probleme sehe ich da wo die Preise erhöht werden aber die Löhne nicht. Wenn du 100€ für ne Reparatur bezahlst die vorher 80 gekostet hat, dann muss das Geld irgendwo bleiben.
Wenn man beim Friseur fürs einfache Haareschneiden (Mann) was 20 min dauert schon 20€ bezahlt - wer steckt sich denn den Rest ein, wenn die Friseurin nur 1000€ im Monat brutto bekommt (für den Haarschnitt also umgerechnet 2€ Lohn). Da sitzt in der Kette jemand der die 18€ nimmt.
Bei drei Haarschnitten sind das dann 54€ pro Stunde und 6€ für die Friseurin.
 
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