[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Gibt halt so ne und so ne. Wir haben hier auch genug, die sich keineswegs "aufopfern" und deren Krankenstand inakzeptabel ist. Und die Bedingungen hier sind bspw im Gegensatz zum weiter oben beschriebenen Zustand beinahe paradiesisch. Und dass es da in so einer großen Butze keinen BR gibt finde ich halt auch seltsam, das wurde hier ja bereits beim letzten mal besprochen. Einerseits liest man "aber mir gehts ja gut" und andererseits dann die großen Bauchschmerzen nach so einer Veranstaltung. Wenn es ihm aber gut geht, vielleicht ist das bei anderen auch so, am Ende bei mehr als man denkt? Widerstände bilden sich bei entsprechend großen Schmerzen, also wie groß sind die wirklich? Wirklich mal einen BR zu gründen wäre ja mal eine Maßnahme auf AN Seite.
 
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Gibt halt so ne und so ne. Wir haben hier auch genug, die sich keineswegs "aufopfern" und deren Krankenstand inakzeptabel ist. Und die Bedingungen hier sind bspw im Gegensatz zum weiter oben beschriebenen Zustand beinahe paradiesisch. Und dass es da in so einer großen Butze keinen BR gibt finde ich halt auch seltsam, das wurde hier ja bereits beim letzten mal besprochen. Einerseits liest man "aber mir gehts ja gut" und andererseits dann die großen Bauchschmerzen nach so einer Veranstaltung. Wenn es ihm aber gut geht, vielleicht ist das bei anderen auch so, am Ende bei mehr als man denkt?
Kaffee wird auch heißer zubereitet als er getrunken wird.

Ich denke mal das die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt. Für Mitarbeiter 1 ist der gleiche Job sehr hart, für Mitarbeiter 2 geht so. Jeder empfindet gewisse Dinge anders.

Aber grundsätzlich sollten sie auch froh sein das es läuft. Überstunden sind grundsätzlich ein Anzeichen das Arbeit da ist. Ob sie jetzt gut oder schlecht aufgeteilt wäre sei mal dahin gestellt.
 
Einerseits liest man "aber mir gehts ja gut" und andererseits dann die großen Bauchschmerzen nach so einer Veranstaltung.

Ich habe keine Bauchschmerzen, mich ärgert dieses scheinheilige Gerede.
Klare Fakten auf den Tisch, und alles ist gut.
Dieses für dumm verkauft werden macht mich wütend.

Mit geht es gut, da ich raus aus der Produktion bin, das habe ich aber schon gesagt.

Die Kollegen die Stückzahl haben, denen geht es wirklich nicht mehr gut.
Das Blatt hat sich bei uns extrem gedreht, die Anforderungen sind kaum noch auszuhalten.

Von 20 Lehrlingen sind 15 gleich weg.

Aber das ist immer schwierig für Außenstehende zu verstehen, besonders wenn sie selbst körperlich nicht arbeiten.

Ich kann wie schon erwähnt easy 60 Std. pro Woche machen, aber eben weil keine oder kaum körperliche Arbeit mehr.
 
Ich habe keine Bauchschmerzen, mich ärgert dieses scheinheilige Gerede.
Klare Fakten auf den Tisch, und alles ist gut.
Hast Du das schon jemals von einem Management erlebt? Also ich stehe seit ca 20 Jahren im Arbeitsleben und mir ist das (auf solchen Veranstaltungen) noch nie untergekommen. Und da waren Managements dabei, die ich durchaus mochte, so auch mein aktuelles. Klartext wird im kleinen Kreis gesprochen. Da ist es durchaus ratsam im Nachgang das Gespräch zu suchen. Welcher Vorstand ist jemals auf großer Bühne eingeknickt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist ja sehr unterschiedlich: der eine furzt 39/40 h Stunden in seinen Bürostuhl, der andere würde wahnsinnig im Büro werden…
 
Ich habe von meiner Seite aus auch versucht dem Vorstand einmal zu erklären, das ein Mann der 20€ die Stunde verdient, ohne Schicht in SK1 mit bestenfalls 2.300€ heimgeht, und das man in diesen Tagen damit nicht mehr Leben kann.
das ist so eine wilde aussage und an nen vorstand öffentlich gerichtet, so ein wilder move. chapeau :hail: :rolleyes:
 
Hast Du das schon jemals von einem Management erlebt?

Ja, doch.
Einer unsere Vorstände ist Schweizer, der Versucht auch aus Scheiße Gold zu machen.
Wenn man ihn jedoch direkt konfrontiert, spricht er schon Klartext.

Er hat letztes Jahr gesagt, seit Froh, das Arbeit da ist, und wenn es nach ihm ginge, gäbe es kein Work-Life Balance.
Sowas schätze ich.

Aber gut, ich bin schon wieder entspannt.
Ich habe einfach ein Problem mit ungerechtem Verhalten, würde auch nie bei Mobbing oder wenn jemand verprügelt wird wegschauen, das ist einfach nicht mein Ding.

Damit habe ich mir aber im Berufsleben schon das Leben in oder andere verbaut.
Zum Glück werde ich immer ruhiger, je näher ich der 50 komme 🤣
 
Ich verstehe hier das AN/AG Verhältins nicht. Es gibt doch einen Arbeitsvertrag über die geregelte Arbeitszeit pro Woche.

Überstunden sollten zeitlich begrenzt sein und nur bei besonderen Anlässen. Ausfall anderer Mitarbeiter, hohes Auftragsaufkommen und andere besondere Umstände.

Wenn es ein Dauerzustand ist müsste der AG doch mit Neueinstellungen gegensteuern. Überstunden auf freiwilliger Basis ok. Aber andere Mitarbeiter dauerhaft da mit reinzuziehen ist nicht ok.

Vielleicht müsste man da mal einen Fachanwalt aufsuchen wenn man eine entsprechende Berufs-Rechtschutzversicherung hat. Das Gewerbeaufsichtsamt interessiert sich sicherlich auch für Pflichtverletzungen gegen das Arbeitszeitschutzgesetz oder die Berufsgenossenschaft. Wenn auch noch vermehrt Arbeitsunfälle auftreten kann das die Firma sicherlich in Schwierigkeiten bringen.

Man will sein AG natürlich nicht in Schwierigkeiten bringen, aber vielleicht brauchen die mal einen Anstoß um aufzuwachen.
 
Wenn man nen Betriebsrat hat, muss der Anwalt sogar vom AG bezahlt werden wenn das ein Thema ist zu dem sich der BR beraten lassen will :fresse:
 
Ich habe von meiner Seite aus auch versucht dem Vorstand einmal zu erklären, das ein Mann der 20€ die Stunde verdient, ohne Schicht in SK1 mit bestenfalls 2.300€ heimgeht, und das man in diesen Tagen damit nicht mehr Leben kann.
Er hat dann gesagt, dass die Firma nicht dafür da ist, die gestiegenen Lebenskosten abzufangen!
Kein Spaß, genau so!

Dann kenne ich scheinbar ein paar Leute die gar nicht mehr Leben dürften....


Ich finde das Verhalten jetzt auch nicht unbedingt gut/vorzeigbar aber wie bereits gesagt wurde, warum sucht man sich dann nicht einen neuen Job?!
 
Die Tage kam der erste Gehaltswisch über die Post rein. Ich hätte mit weniger Geld dieses Jahr gerechnet nach der Erhöhung der Krankenkasse. Stattdessen ist es sogar ein ganz klein wenig mehr geworden. Von den nicht mal 10€ mehr im Monat kann ich nicht mal nen Döner holen, hatte aber schon Angst, das ich mit den Steuererhöhungen deutlich weniger bekäme.
die Frage ist, was bringt es, sich für den AG aufzuopfern, wenn es gesundheitlich deswegen bergab geht ? Und das ist es ja in diesem Fall bereits.
Manchmal hängt man doch etwas am Job und je nach Job ist es wirklich ernsthaft wichtig, das der Chef nicht das Vertrauen in einen Verliert und er sich auf einen Verlassen kann. Wenn man im Projektbereich tätig ist und zb ein Projekt(Auftrag) alleine über quasi 1 Jahr bearbeitet, dann muss das auch laufen. Keiner weint, wenn man mal ne Woche im Bett liegt wegen Infekt. Aber mal eben 6 Wochen fehlen, weil man sich nicht fühlt, ist halt keine so tolle Sache.
Häufig kann man aber mit langfristigen Krankmeldungen auch Verbesserungen der Arbeitsbedingungen (zb Home Office) oder freiere Arbeitszeiteinteilung "erkaufen".
 
Ich hätte mit weniger Geld dieses Jahr gerechnet nach der Erhöhung der Krankenkasse
Betroffen ist man dieses Jahr mal wieder besonders dann wenn man über der Renten Bemessungsgrundlage verdient, weil die wurde ordentlich erhöht. Steuererhöhungen gab es übrigens keine, im Gegenteil wurden die Freibeträge erhöht, das ist auch der Grund warum du jetzt trotzdem mehr raus hast.
 
Überstunden sollten zeitlich begrenzt sein und nur bei besonderen Anlässen. Ausfall anderer Mitarbeiter, hohes Auftragsaufkommen und andere besondere Umstände.

Genau das!
Und damit hat dann auch niemand ein Problem.
So wurde es in der Vergangenheit auch gehandhabt.

Wenn es ein Dauerzustand ist müsste der AG doch mit Neueinstellungen gegensteuern. Überstunden auf freiwilliger Basis ok. Aber andere Mitarbeiter dauerhaft da mit reinzuziehen ist nicht ok.

Hier fängt das Problem an!
Die neue Geschäftsführung ist der Meinung, dass es besser ist, weniger Mitarbeiter zu haben, die dann eben Überstunden leisten, da es ja sein könnte, das wir mal eine Auftragsflaute haben.
Fakt ist aber, das die Arbeit kaum noch zu bewältigen ist, im Jahr 2025 war es an der Grenze, und dieses Jahr werden noch mal um die 5000 mehr Geräte gefordert.


Vielleicht müsste man da mal einen Fachanwalt aufsuchen wenn man eine entsprechende Berufs-Rechtschutzversicherung hat. Das Gewerbeaufsichtsamt interessiert sich sicherlich auch für Pflichtverletzungen gegen das Arbeitszeitschutzgesetz oder die Berufsgenossenschaft.

Leider haben wir alle eine entsprechende Klausel im Arbeitsvertrag stehen.
Den genauen Wortlaut kann ich nicht mehr wiedergeben, aber man kann von uns verlangen, Überstunden zu leisten.
Natürlich im gesetzlichen Rahmen, mehr wie 10% dürfen es nicht sein.

Wie oben erwähnt, haben wir immer im Notfall Überstunden geleistet, aber da haben wir in der Vergangenheit von bestenfalls 2 Monaten im Jahr gesprochen.

Man will sein AG natürlich nicht in Schwierigkeiten bringen, aber vielleicht brauchen die mal einen Anstoß um aufzuwachen.
Umgekehrt möchte man aber auch nicht von seinem AG in Schwierigkeiten gebracht werden.
Mittlerweile werden Mitarbeiter, die diese Überstunden nicht leisten abgemahnt.
Meine Abteilung ist davon nicht betroffen, ich bin kein Freund von Anwälten, aber in diesem Fall würde ich tatsächlich meine Rechtschutzversicherung nutzen.

Dann kenne ich scheinbar ein paar Leute die gar nicht mehr Leben dürften....

Ich denke mal, dass es auch auf die Gegend in der man lebt ankommt.
Hier im Großraum München sind 2300€ im Monat nicht mehr der Rede wert.
Natürlich kann man davon leben, aber auch nicht wirklich mehr.
Umsonst haben nicht so viele bei uns einen Nebenjob.

Ich finde das Verhalten jetzt auch nicht unbedingt gut/vorzeigbar aber wie bereits gesagt wurde, warum sucht man sich dann nicht einen neuen Job?!

Die "jungen" machen das in der Tat so.
Ich meine schon einmal berichtet zu haben, dass in dem Jahr 2025 so viele wie noch nie zuvor gekündigt haben.
Die Lehrlinge, die was auf dem Kasten haben, bleiben, weil es sich nicht gut macht, wenn du gleich nach der Ausbildung aus der Firma gehst, fangen aber sofort mit dem suchen an.
Einige suchen schon vorher, und verlassen dann die Firma sofort, wenn sie fertig sind.

Der große Rest:
Die Arbeit, die wir verrichten, ist ziemlich speziell.
Es gibt sehr viele Quereinsteiger, vom Dachdecker bis zum Metzger, ich selbst habe Rohrleitungsbauer im Apparate- und Behälterbau gelernt, das hat mit meiner Arbeit da in der Firma ganz genau nichts zu tun.
Mit meinen 48 Jahren habe ich auch keine Lust mehr, in meinen alten Beruf zu arbeiten, das würde schon aus diversen Gesundheitlichen Gründen nicht mehr gehen.

So wie mir geht es da eben sehr vielen.
Die haben sich in der Firma in dem was sie tun entwickelt, durch Erfahrung und Schulungen, aber da es für das Gerät, welches wir bauen, zumindest in Bayern nichts vergleichbares gibt, wäre ein Wechsel kaum noch möglich.
Weiterhin haben sich in den Teams auch wirklich feste und zum Teil über die Arbeit hinaus Beziehungen entwickelt, die man auch nur ungern hergeben möchte.
Und vor allem wird es auch im Handwerklichen Bereich schwer, wenn man mal an die 50 kommt, einen Arbeitsplatz zu finden.
Viele Chefs wissen, dass man in dem Alter eben immer mit diversen bestehenden oder zu erwartenden Gesundheitlichen Problemen rechnen kann.

Mein Schwiegervater war ein hohes Tier beim Bund, hat mit 19 da sein Studium begonnen, und ist nach 40 Jahren mit 59 fit wie ein Turnschuh in Pension gegangen.
Er ist ein glühender Anhänger unsers Kanzlers, und auch der Meinung, dass wir mehr arbeiten müssen.
Leider hat er einfach keine Vorstellung davon, was es heißt, sein Geld mit seinem Körper zu verdienen, und nicht mit dem Kopf, und das kann man ihm auch nicht beibringen.

Wenn er mir hier dann mal Handwerklich zur Hand geht, und nach kurzer Zeit schon erledigt ist, dann natürlich nur, weil er das nicht gewohnt ist, und nicht, weil er eben nun in einem Alter ist, wo es nicht mehr geht. ;)
Er möchte von uns doch gar keine Hilfe. Er möchte einfach nur erzählen wie es in dem betrieb zu geht in dem er angestellt ist.

Ganz genau, vielen lieben Dank dafür!
Ich mache das, was man in so einem Forum eben macht - kommunizieren :)
Selbst bin ich hier nicht so aktiv, da ich eben keinen PC Arbeitsplatz wie die meisten hier habe, lese aber immer sehr gerne mit.
Oftmals hilft es auch, mal ein paar andere Meinungen zu lesen, aber ich würde hier nie nach Rat fragen, ob ich meinen Job kündigen soll. :d

Zum Abschluss sei noch einmal gesagt:
MIR geht es in der Bude wunderbar.
Genug Geld für kaum Arbeit, so kann ich bis zur Rente weitermachen.
Mein Team ist Top und auch wenn ich über 20 Jahre älter als alle anderen bin, sind wir über die Jahre richtige Freunde geworden, und die halten mich jung :bigok:
Das ist auch der einzige Grund, weshalb ich noch 3 Schicht fahre - ich müsste sonst wo anders arbeiten, mit anderen Menschen, und das möchte ich nicht.

Sollten die Jungs mal was anderes suchen, dann ist auch bei mir der "Ofen aus", und ich lasse mich sofort versetzen.
Auf die Schichtzulagen bin ich zum großen Glück nicht mehr angewiesen.
 
Es gäbe für den AG ja auch die Möglichkeit sich Mitarbeiter für Arbeitnehmerüberlassung zuzulegen. Sollte die Auftragslage wirklich mal wieder abfallen, kann man die easy wieder loswerden. Gibt ja genug Zeitarbeitsfirmen.

Aber das wissen die sicherlich selbst. Die suchen sich den Weg, der für sie den kostengünstigsten Effekt hat. Da werden die Gewinne jetzt auf dem Rücken der Mitarbeiter erwirtschaftet. Ob das für die Firmenkultur dauerhaft gesund sein kann?
 
Auch wenn es Menschen wie @Vanatoru gibt, die es ins lächerlich ziehen, wenn jemand wie ich einem Vorstand etwas erklären möchte, sind es aber eben genau diese einfachen Arbeiter wie ich, die wissen, wie der Hase in der Firma läuft.

Die stellen sich da hin, und fragen, warum wir auf die gesamte Firma gerechnet über 15% Krankheitsquote haben.
Dann kommt einer wie ich, und erklärt, dass sich Menschen im Jahre 2026 nicht mehr so behandeln lassen, dass es mich ankotzt, dass an den Info Tafeln in der Firma vor Burn-out gewarnt wird, und wir aber eben durch den eigenen AG in diesen getrieben werden.
Die einzige "Waffe" ist dann eben der gelbe Schein, und wenn der AG so auf seine MA schei**t, dann passt das meiner Meinung nach auch.

Weiterhin habe ich gesagt, dass auch die Ärzte da im Jahre 2026 sehr einfühlsam geworden sind.
Wenn ich meinem Hausarzt den neuen Aushang zeige, dass wieder Überstunden verpflichtend angeordnet sind, schreibt er mich sofort krank.
Er kennt die Firma, und auch die Entwicklung, hat mit dem alten Chef immer Golf gespielt, und ist ebenso über die Entwicklung entsetzt.

Ich nutze das nicht aus, aber wenn zum Beispiel die Urlaubssperre von 22.12. - 08.01 bestehen bleibt -> direkt AU, dann aber gleich 4 Wochen.

Es gäbe für den AG ja auch die Möglichkeit sich Mitarbeiter für Arbeitnehmerüberlassung zuzulegen. Sollte die Auftragslage wirklich mal wieder abfallen, kann man die easy wieder loswerden. Gibt ja genug Zeitarbeitsfirmen.

Aber das wissen die sicherlich selbst. Die suchen sich den Weg, der für sie den kostengünstigsten Effekt hat. Da werden die Gewinne jetzt auf dem Rücken der Mitarbeiter erwirtschaftet. Ob das für die Firmenkultur dauerhaft gesund sein kann?
Das machen die, aber du kannst dir nicht vorstellen, WAS da zuweilen ankommt!
Die meisten sehen wieviel sie machen müssen, und sind gleich weg.
Dann gibt es solche, die es leider einfach nicht verstehen, und solche, die es verstehen, aber auch nach 3 Monaten die Stückzahl nicht erreichen.

In meinem Team waren seit letztem Jahr 15 Leiharbeiter, bis Dato ist noch genau einer da!
Der macht die Arbeit gut, schafft das Pensum, und ist Fehlerfrei - aber menschlich leider eine absolute Katastrophe, wird dennoch behalten, weil er eben was kann.

"Früher" wurden die guten Leiharbeiter übernommen, heute bleiben sie, bis die 24 Monate rum sind, und dann heißt es "Applaus und raus!"
 
Was isn das überhaupt für ne komische Urlaubssperre für einen Produktionsbetrieb? Verstehe das ja wenn man irgendwo im Kundenkontakt im Einzelhandel oder ähnliches ist wenn da das Hauptgeschäft ist, aber als Produzierenden Betrieb da ne Urlaubssperre zu verhängen grenzt ja fast an Schikane. Da kann man doch normalerweise entsprechend drumherum planen. Gibts dafür nen sinnvollen Grund?
 
Kenne ich aus meiner Ex-Bude auch: Oktober bis Januar absolute Hochzeit mit Wochenarbeitsstunden von 60-80 h dank der ganzen Produktionsabnahmen. Ich hatte 10+ Jahre nie zwischen den Jahren frei. Bin froh, dass das inzwischen 5 Jahre vorbei ist.
 
Gibts dafür nen sinnvollen Grund?
Normalerweise war immer über Weihnachten bis zu den heiligen Drei Königen die Firma geschlossen, auch in der diesjährigen Urlaubsplanung waren diese Tage schon vorgemerkt, dass man sie entsprechend in seine Planung mit einbezieht - schon seit über 50 Jahren!

Manche Kollegen sind der Meinung, dass die Firma das als "Druckmittel" gemacht hat.
Es wurde gesagt, dass Stand jetzt die Urlaubssperre verhängt ist, ABER sollten wir unser geplantes Ziel erreichen, könnte sich das natürlich noch ändern.

Soll wohl die Kollegen dazu animieren, alles zu geben, dass wir dann Ende des Jahres doch Urlaub nehmen dürfen.

Es sind aber bisher alle der Meinung wie ich - bleibt die Urlaubssperre bestehen, Doktor -> AU.
 
Laut ArbZG darf man ja innerhalb von 24 Wochen / 6 Monaten nur einen 8h täglichen Schnitt an Arbeitsstunden haben.
Klingt so als wäre es bei euch nicht so? Sollte dem so sein würde ich entweder mal wirklich mal über Gründung BR oder aber Meldung bei der Arbeitsschutzbehörde / Unfallkasse...ist kein Spaß für die Geschäftsleitung
 
Ich weiß nicht wie es bei Louisiana ist, aber meine alte Bude hat diese "Gesetzesblockade" einfach umgangen. In allen Arbeitsverträgen waren Samstage als normale Arbeitstage aufgeführt. Die technischen Mitarbeiter hatten keine Zeiterfassung damals und die mit Zeiterfassung haben ganz alte Steckuhren aus den 60er Jahren genutzt, die nur die monatliche, nicht die tägliche Arbeitszeit erfasst hat...
 
Klingt so als wäre es bei euch nicht so? Sollte dem so sein würde ich entweder mal wirklich mal über Gründung BR oder aber Meldung bei der Arbeitsschutzbehörde / Unfallkasse...ist kein Spaß für die Geschäftsleitung
Gegen das Gesetzt werden sie nicht verstoßen, ich weiß, dass es tatsächlich MA gibt, die eine Stunde arbeiten, OHNE sich eingestempelt zu haben, und dann in Summe über 10 Stunden arbeiten, dass ist aber natürlich inoffiziell.
Über die BR Gründung haben wir uns heute Unterhalten.
Man hat gemerkt, das nach gestern die Luft raus war, keine Abteilung hat ihr Soll erfüllt.

Ich werde am Montag mit der IG Metall telefonieren, und mich beraten lassen.
Ich weiß nicht wie es bei Louisiana ist, aber meine alte Bude hat diese "Gesetzesblockade" einfach umgangen. In allen Arbeitsverträgen waren Samstage als normale Arbeitstage aufgeführt. Die technischen Mitarbeiter hatten keine Zeiterfassung damals und die mit Zeiterfassung haben ganz alte Steckuhren aus den 60er Jahren genutzt, die nur die monatliche, nicht die tägliche Arbeitszeit erfasst hat...
Einige melden sich eben erst nach einer Stunde an, oder stempeln aus, und bleiben dann länger.
Ist schon wirklich ein Jammer, für so einen Betrieb, in diesen Zeiten.
 
Schlimm wenn das mitgemacht wird. Solltet ihr wirklich dokumentieren!
Ig Metall ist eine gute Idee, die nehmen einen an die Hand und wenn die da eine Chance wittern rein zu kommen, dann bleiben die da auch dran (zumindest die, die ich im Norden kennen gelernt habe)
 
Ist schon wirklich ein Jammer, für so einen Betrieb, in diesen Zeiten.
+1

Geändert hat es sich in dem Laden erst mit Corona. Weniger Produktionsabnahmen, weniger Kundenbesuche, Digitalisierung von Prozessen - aber es wurden auch circa 20% der Belegschaft entlassen bzw. durch Aufhebungsverträge "rausbefördert". Ich denke es ist jetzt weniger stressig, aber wirtschaftlich gut geht es der Bude auch nicht mehr. Halte mit einigen der alten Kollegen noch Kontakt, Gutes haben sie nicht zu berichten.

Wünsche dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen!
 
Wünsche dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen!
Danke.
Mir geht es ja zum Glück "noch" gut :)

Was ich hier glaube ich noch gar nicht erwähnt habe:

Wir, als die Arbeitnehmer, schlagen seit mehreren Jahren vor, die Überstunden ganz normal mit 25% auszuzahlen - da wären mit einem Schlag alle Probleme erledigt, weil dann ein sehr großer Teil freiwillig und gerne Mehrarbeit leisten würde.
Die Firma weigert sich aber beständig, und pocht eben darauf, dass als erstes 200 Stunden auf dem Konto stehen müssen, bevor man sich Überstunden auszahlen lassen kann!
Es könnte alles so einfach sein!

Krankenstand wieder normal, Arbeit wird erledigt, alle sind zufrieden.
 
Ich kann dir von meiner alten Bude sagen, wenn die die ganzen Überstunden hätten ausbezahlt / ausbezahlen müssen, wäre der Laden lange Pleite gewesen. Die Leute mit Steckkarten konnten die Stunden abfeiern, die Leute ohne hatten minimal mehr Gehalt aber Überstunden wurden weder bezahlt noch ausgeglichen. Ich habe das viel zu lange mitgemacht leider. Dazu noch in der Produktion dann unterschiedliche Verträge mit - ohne Witz - 30-40% Gehaltsunterschied bei gleicher Ausbildung und Erfahrung.

Aber Wertschätzung hört halt oft auf, wenn es der Firma ans Geld geht. Klatschen und Lob reicht aber nun einmal nicht.
 
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