Der "Audiolaberthread" Nummer 1

@Terr0rSandmann

Der Unterschied ist für mich der Einsatzbereich des DSP. Ich greife nicht ins komplette Signal ein, sondern korrigiere gezielt den Bassbereich, wo der Raum in 15 m² am meisten Einfluss hat. Der Anti-Mode, welchen ich ebenfalls nutze, arbeitet im Tiefbass gegen Moden. Das DSP im Eversolo würde dagegen das gesamte Frequenzspektrum beeinflussen. Das ist ein anderer Ansatz. Mir geht es nicht darum, möglichst viel zu korrigieren, sondern die größten Probleme im Raum und die liegen bei mir klar unterhalb von ~80 Hz. Oberhalb davon lasse ich die Lautsprecher weitgehend unbeeinflusst spielen. Am Ende verfolgen wir beide das gleiche Ziel, nur mit unterschiedlicher Gewichtung. Da ich aber jetzt bis zum 02.03. Urlaub habe bleibt ja genug Zeit zum experemtieren und spielen. Freue mich schon darauf und werde berichten. :)
Das kannst du doch alles einstellen? Du kannst ja sagen, dass du nur bis 80 Hz korrigieren willst. Das ist beim Eversolo flexibel einstellbar. Und du kannst noch viel mehr einstellen, denn wie du das korrigiert haben willst usw.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Wenn man objektiv bleibt und sich an wissenschaftlichen Standards hält eigentlich nicht.
Das ist kein wissenschaftlicher Standard. Es gibt auch Thesen, wieso Blindtests im Audiobereich eben Quark sind.
 
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Der Punkt für Blindtests ist bei mir:
Ich sehe einen Lautsprecher, den Hersteller und denke direkt "Ahh, der wird so und so klingen" - ich bin direkt voreingenommen.
Selbiges für Verstärker, schauen da Röhren raus, sind es große schwere Brocken oder kleine digitale die in die Handfläche passen: Direkt bin ich der Meinung das es "so und so" klingen sollte.
Dazu kommt das ich in den letzten Jahren einige Artikel über die Arbeit von Shinichi Yamauchi (dem Denon Soundmaster) gelesen habe und immer wieder begeistert über den Aufwand bin der in manche Entwicklungen gesteckt wird.

Bleibt die Hardware aber verdeckt, sehe ich die LS aber nicht, so gehe ich komplett unvoreingenommen dran.
Mein Gehör gibt zwar leider nicht mehr so viel her, aber auch beim Probe hören vor einigen Wochen hatten wir den Verkäufer darum gebeten erstmal nicht zu sagen welche LS aktuell laufen würden.
Es gibt Nuancen die ich mir verbauen würde, würde ich von vorne herein sehen was da steht.
Das ist nichtmals direkt auf den Hersteller bezogen, sondern eher auf die Art / Größe der Hardware - sei es jetzt auf Verstärker oder LS gemünzt.

Was die Kabel angeht:
Greift man zu Kabeln die billig sind, sind diese oft auch weniger rein im Material, bspw. mit Aluminiumlitzen oder Kupfer das zwar Kupfer genannt wird aber laut Beschreibung dann doch X% irgendwas anderes beigemischt haben. Dann gibt es Verbinder die innen drin auf Schleifkontakte setzen und Bitfehler in der Datentechnik und Knackser im Audio bedeuten können.
Die alten DIN Lautsprecherstecker waren auch immer so ein Thema... was bringt einem die beste Kupferlitze, wenn der Übergang Kabel --> Verstärker über Blechkontakte erfolgt.
Dann doch besser verzinnt oder vergoldet.

Es lohnt sich meiner Meinung nach genau hinzuschauen was man nimmt und ob und wie eine Schirmung not tut beim heimischen Aufbau.
Klar geht es mit 0.6mm² Blechdraht oder mit aus Feingold gesponnenen Kabeln messbare Unterschiede, spätestens mit steigender Leistung auch hörbare.
 
@Terr0rSandmann

Ich verstehe deinen Ansatz mit komplett getrenntem Stereo-Signalweg absolut. Für reines 2.0 ohne Subwoofer mag das auch sinnvoll sein. In meinem Fall sehe ich das aber etwas pragmatischer. Ich gehe analog vom Eversolo in den Denon, nutze dort nur Vorstufe und Bass-Management und lasse die Rotel die Fronts antreiben. Mit aktiven Subs wird das Signal zwar im Denon verarbeitet, aber ehrlich gesagt, denke ich das ich die theoretischen Wandlungsverluste oder „Nuancen“ in der Praxis nicht heraus höre.

Was ich dagegen sehr deutlich höre, ist der Einfluss des Raums und der ist bei 15 m² aus meiner Sicht um ein Vielfaches größer als Unterschiede zwischen guten DACs oder Vorstufen auf diesem Niveau. Gerade mit zwei Subwoofern bringt mir saubere Trennung, Laufzeitkorrektur und kontrolliertes Bass-Management hörbar mehr als ein komplett puristischer Signalweg ohne AVR. Ich glaube daher nicht, dass der AVR in meinem Setup die klangliche Schwachstelle ist. Für mich ist die Raumakustik und die Integration der Lautsprecher der entscheidendere Faktor. Aber am Ende ist das natürlich auch ein Stück weit Philosophie. :)
Hallo,
ich nutze ja ebenfalls einen Denon X4800h als AVR, habe mich daher auch mit dessen Möglichkeiten befasst.
Sofern Du einen Streamer/DAC wegen der besseren D/A-Wandlung anschaffen möchtest, für die Raumkorrektur aber weiterhin den Denon nutzen willst, habe ich eine interessante Grafik für Dich.
1771407201001.png


Wenn du analog in den X4800 gehst, läufst Du in deinem Fall auch durch seinen DAC-Teil. Da du das interne Processing zum Bassmanagement weiterhin nutzen möchtest, verpufft m.M.n. der mögliche Vorteil.
Rein funktional bietet der Denon ja auch Streaming-Funktionalitäten. Die Frage bleibt, was du am Ende gewinnst?

Bitte verstehe mich nicht falsch. Coole Geräte haben auch auf mich eine Anziehungskraft. :-)
Ich habe mir beispielsweise für die Kopfhörerkette einen Wiim Ultra hingestellt. Das hätte ich theoretisch auch über den Denon lösen können...
 
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