So schön aufgeräumt sieht meiner nicht aus, und Platz für Bodenlüfter habe ich leider auch nicht (wegen den Kabeln unter dem Netzteil, und meinen Original-Riser aus dem V2 traue ich nicht so stark zu biegen, dass ein Lüfter darunter passt).
Ich konnte endlich das BD790i X3D einbauen, ebenso die RTX 5070 Ti - wenn ich das Kabelmanagement fertig habe, mache ich noch Bilder und schreibe noch was zum Gesamteindruck, wenn ich das System im geschlossenen Zustand wieder etwas verwendet habe.
Vorab einige Eindrücke vom Einbau:
- Das Online-Handbuch lässt so "Kleinigkeiten" aus wie: Wie befestige ich die I/O-Blende, welcher M.2-Slot ist logisch der erste, wie funktionieren die M.2-Halterungen und welche Schrauben im Set sind wofür? Ich musste am Schluss auf der Webseite die Nahaufnahmen der Werbebilder anschauen, um einige dieser Fragen zu beantworten, der Rest war Trial & Error.
- Die winzigen Schrauben für die I/O-Blende und den Lüfterrahmen sind zwar selbsterklärend aber unnötig fummelig.
- Ansonsten ist der Zusammenbau des Minisforum-Boards sehr einfach, weil der Kühler- und Pastenwechsel entfällt und auch sonst nicht viel anders/falsch gemacht werden kann.
- Der Einbau des zusammengesetzten Boards in den A4 geht entweder mit montiertem 120 mm-Lüfter auf dem Board oder mit vormontiertem Netzteil im A4, für beides gleichzeitig reichte mir der Platz nicht

- Wie erwartet (aus Reviews und anderen Erfahrungsberichten schon gelernt) ist das BIOS sehr rudimentär und teilweise verwirrend, mit Eingabefeldern die Hex-Zahlen erfordern (?). Die letzte Version 1.12 ist installiert, aber zum heutigen Zeitpunkt natürlich uralt (fast ein Jahr, mittlerweile).
- Ebenfalls zum BIOS: Dass der Curve Optimizer vorhanden ist, finde ich super (wenn ich Zeit und Lust hätte, 16 Kerne zu validieren). Leider lässt sich das zweite CCD nicht abschalten, da muss ich mir wohl Process Lasso zulegen, wenn das mal zum Problem wird.
- Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass 64 GB DDR5 nicht allzu schnell trainiert sind - am Anfang dachte ich, dass irgendwas nicht stimmt, weil der Monitor immer im Schlafmodus blieb. Das mit dem Speichertraining habe ich vollkommen vergessen, weil es mein erstes eigenes DDR5-System ist. Und damit komme ich zum BIOS zurück, soweit ich sehe hat Minisforum die Memory Context Restore-Funktion weggelassen, so dass der Arbeitsspeicher bei jedem Kaltstart neu trainiert werden muss. In Zukunft möchte ich die Timings meines Speichers noch etwas optimieren, die Corsair-RAM kommen mit einem 5600CL48-Profil, das geht hoffentlich etwas besser (oder einfach mit besseren Latenzen, wenn ich die 5200 MT/s des X3Ds als Standard behalte) ohne allzu viel Speichertraining.
- Der 120 mm-Lüfter (Arctic P12-Slim) ist im Ersteindruck merklich leiser / angenehmer als der NF-A9x14.
- Der Einbau der 5070 Ti X3 war einfacher als befürchtet, auch ohne den PCI-e-Slot temporär zu entfernen liess sich die Karte einfach auf der Seite der Monitorausgänge einfahren und am anderen Ende "hineinkippen", und dann nach unten auf den PCI-e-Slot schieben. Den Slot zu lösen/temporär zu entfernen kann je nach 12VHPWR-Kabel hilfreich sein, das native Kabel meines Corsair-Netzteils liess sich aber auch so sehr einfach einstecken. Am Ende der Karte sind jetzt noch 1-2 mm Luft zum Gehäuserahmen.
- Die minimale TDP der Inno3D RTX 5070 Ti X3 liegt bei 83%, also 250 W, weniger geht nicht.
Ich habe allerdings etwas kämpfen müssen, bis das System (wieder) problemlos lief. Vom vorherigen 5800X3D-Build habe ich die SSD ausgebaut und verpflanzt, was in der Vergangenheit immer gut geklappt hatte. Irgendwie wollte der Umbau mit dem BD790i X3D am Anfang aber nicht so recht mitspielen. Windows lief, aber extrem langsam, Explorer-Fenster stellten Inhalte nur mit Verzögerung dar, im Taskmanager oder in ResMon dauerte es z.B. Sekunden, bis die Kategorien im Performance-Tab geladen waren, etc. Auch Datentransfers und Entpacken von Treibern versetzten mich zurück in die Welt von schnarchlahmen Notebook-HDDs. Die Installation der aktuellsten Chipsatz-Treiber brachte keine Besserung. Den Grafikkartentreiber zu aktualisieren dauerte ebenfalls ewig. Die Einstellungen im BIOS habe ich mehrmals aufgerufen und teilweise neu eingegeben. Was am Schluss genau geholfen hat kann ich nicht einmal sagen - entweder hatte ich in einer OC-Option irgendetwas falsch eingestellt oder es hing am PCI-e-Riser, denn im BIOS habe ich die Grafikkarte jetzt auf PCI-e 3.0 limitiert, was auch der Spezifikation des 3M-Risers im A4 V2 entspricht (ich war bloss nicht mehr sicher, ob ich für die 4070 nicht erfolgreich PCI-e 4.0 verwendet hatte). Läuft!