Anfängerfragen - Linux Neuling? Hier ist der richtige Platz für deine Fragen (2)

  • Ersteller Gelöschtes Mitglied 45455
  • Erstellt am
Schau einmal unter Einstellungen Themen.
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Seit ein paar wenigen Tagen werde ich von System-freezes geplagt. Mehrmals täglich muss ich den PC abwürgen, da das System einfriert und keine Eingabe mehr möglich ist.
Leider kann ich nicht sagen, seit welcher Änderung das auftritt. Kernel-update ist es nicht. Und Absturzberichte gibt es leider keine.

Wie kann man so etwas unter Linux beobachten, bevor man unnötigerweise alles mögliche zerpflückt und aufdröselt?
Unter Win war sowas verhältnismäßig einfach, da meist etwas aufgezeichnet wurde und man oft eine grobe richtung hatte. Aber was gibt es unter Linux Mint für Möglichkeiten?
 
REISUB (google danach, das ist heisser scheiss) +:

sudo dmesg | less
sudo journalctl -b -1 -p err
less /var/log/Xorg.0.log
 
Seit ein paar wenigen Tagen werde ich von System-freezes geplagt. Mehrmals täglich muss ich den PC abwürgen, da das System einfriert und keine Eingabe mehr möglich ist.

Es wäre ungewöhnlich, dass Linux komplett einfriert. Der Linux Kernel ist sehr stabil. Man kriegt ihn eigentlich nur klein bei ...
  1. Hardware-Fehlern
  2. schweren Fehlern tief im Kernel (habe ich lange nicht mehr gesehen)
  3. Fehlern in Kernel-Treibern (z.B. im Nvidia-Treiber)
Es ist also wahrscheinlich, dass Kernel und Basissystem noch laufen und nur die GUI eingefroren ist.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
  1. System neu booten und Log-Dateien anschauen, wie von @Shihatsu geschrieben.
  2. Wenn der Rechner im Netz hängt: schauen, ob man sich von einem anderen Rechner über SSH anmelden kann. Wenn das möglich ist, kann man anfangen zu debuggen.
  3. Nicht direkt in die GUI booten, sondern in eine TTY-Konsole. Dann anmelden und die GUI von der Kommandozeile starten (z.B. mit startx). Wenn der Rechner einfriert, kann man folgendes versuchen, ... mit Alt-Ctrl-Fn die TTY-Konsole wechseln. Oder mit Alt-Ctrl-BS die GUI beenden (falls aktiviert). Oder mit Alt-SysRq und den entsprechenden Magic-Tasten die GUI beenden oder zumindest Debug-Informationen anfordern.
  4. Man kann auch ein Terminal an die serielle Schnittstelle anschließen und sich vor dem Einfrieren dort anmelden und nach dem Einfrieren dort debuggen. Dieser Weg ist aber recht umständlich, wenn man ihn nicht bereits aus anderen Gründen eingerichtet hat. Option 2 (SSH) ist meistens einfacher.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Ratschläge. Ich werde mal versuchen, was ich kann und was geht. (Tastatur reagier leider nicht, wenn freezed)
 
Danke für die Ratschläge. Ich werde mal versuchen, was ich kann und was geht. (Tastatur reagier leider nicht, wenn freezed)
Doch, tut sie wenn du sysrq sagst das sie das wieder tun soll - das ist die Magie von REISUB. Dafür steht das "R" in REISUB - damit reaktivierst du die Tastatur, in dem du sie in einen Modus setzt der sie quasi der GUI wegnimmt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Alles klar, war noch nicht so weit beim Durchlesen. :geek:
Das ist genau was man braucht in solchen Fällen. Danke, echt klasse Info.
 
Ja, war nicht deutlich genug von mir geschrieben. REISUB = der deutlich mächtigere Affengriff.
 
(Tastatur reagier leider nicht, wenn freezed)
Meistens funktioniert die Tastatur schon noch, nur die GUI reagiert nichtmehr auf Tastatureingaben. Das wirkt dann natürlich erstmal so als ginge die Tastatur nichtmehr.
Ein guter Indikator ob wenigstens das Grundsystem noch läuft (funktioniert übrigens auch unter Windows) ist die Num-Taste oder Caps Lock auf der Tastatur zu drücken. Wenn dann auf der Tastatur die LED-Leuchte für Num oder CL angeht, dann läuft zumindest der Kernel noch. (Und ist natürlich blöd, wenn man nur so eine 60% Tastatur ohne LEDs hat ;))

Mit Strg+Alt+F1-7 bin ich bisher eigentlich fast immer(*) noch auf eine Konsole gekommen (mit Strg+Alt+F8 kommt man übrigens zurück zur GUI).
Dort dann einloggen und dann ist "sudo dmesg" eigentlich immer die erste Anlaufstelle. Dort gucken was da am Ende so passiert ist.

(*) Wenn natürlich der Graka-Treiber so hart abschmiert, das die Graka kein Bild mehr ausgibt, sieht man natürlich auch keine Konsole mehr auf dem Bildschirm. Hatte ich auch schon. Aber selbst da lief der Kernel noch. Ich konnte immernoch "blind" mit Strg+Alt+F7 auf eine Konsole wechseln, anmelden und mit "sudo reboot" eben einen Reboot anstoßen.
 
Reisub ist aber dem reboot auf einer zweiten Konsole deutlich überlegen und funktioniert auch wenn man keine weitere Shell kriegt, warum ist hier ganz gut erklärt:
Da gibts dann auch den Merksatz für REISUB: Reboot Even If System Utterly Broken
 
Den einzigen Affen-Griff den ich bisher kannte ist Ctr+Alt+Del. Und weil dies nicht mehr funktionierte, dachte ich, dass das System komplett freezed war.
Da ist REISUB ein richtiger milestone in meiner PC-Historie.

Zumindest hat mich der bug heute noch in Ruhe gelassen. Irgendwie habe ich das Gefühl, es könnte damit zusammenhängen, dass ein Bananapie am gleichen Monitor angeschlossen war und ich öfters hin und her switchte. ...die Zeit wirds zeigen.

Habe mir zumindest mal für alle Fälle ein Manual bezüglich REISUB und Magic-SysRQ-Key ausgedruckt.
 
Es scheint wohl doch ein Kernel Absturz zu sein. Heute habe ich wieder mit dem BPi gearbeitet und Linux ist freezed.
REISUB hat nicht funktioniert. Nach kurzem Check von capslock/numlock, kein Led. USB Tastatur am Bios USB2 Eingang angesteckt, auch keine Reaktion.
Zumindest bin ich mir nun sicher, dass es durch Switchen der Eingangsquelle beim Monitor ausgelöst wird.
 
Was sagt dmesg? Schon mal LTS kernel getestet?
 
Dafür kenne ich mich nicht gut genug aus, resp. ist mir der Aufwand zu groß. Bei kurzem check von dmesg sticht mir nichts ungewöhnliches ins Auge.
Danke trotzdem für all die Tipps.
Ich werde nun einfach warten, bis das irgenwann man wieder weg ist. Den BPi brauche ich nicht täglich, somit kann ich damit leben. Und zu wissen was die Ursache ist, reicht mir im Moment.
 
Ich find's grad irgendwie lustig, dass ich ein ganz ähnliches Problem unter Windows 11 habe. Das friert mir auch komplett ein (auch nicht mehr pingbar), wenn ich zu oft zwischen Desktop- und SimRig-Monitoren gewechselt habe. Aber nicht sofort, sondern teils 1-2 Stunden nach dem letzten Wechsel.

Wie switched du denn zwischen dem PC und dem Pi? Mechanisch, heißt den Beiden wird im Wechsel der Monitor weggenommen? Oder wechselst du nur den Eingang am Monitor?
 
Ich switche mit dem Joystick am Monitor welcher 2 HDMI und 2 DP Eingänge hat. Stecker bleiben immer drin. Komisch finde ich aber, dass ich auch freezes bekomme, wenn der Bananapie vom Strom getrennt, aber ber HDMI verbunden ist.
Nimms mir nicht übel, aber lassen wir das oder verkrümeln uns in einen anderen Tread, das ist hier nun zu offtopic.
p.s. vielleicht ist es ein GPU Treiber Problem
 
Computerbase steht schon die Linu Mint 22 3 bereit. Kommt die automatisch über die Updatefunktion, wenn man die 22.2 drauf hat?
 
Moin zusammen,

ich spiele vermehrt mit Linux auf meinem Hauptsystem herum und mir ist die Tage aufgefallen, über verschiedene Distros hinweg z.B. CachyOS (Arch) und Ubuntu (Ubuntu) und mit verschiedenen Environments z.B. GNOME, Cinnamon, Plasma, Cosmos, das der Stromverbrauch bei Spielen (z.B. WoW) um 20% höher als bei Win11 liegt und es Schwierigkeiten mit Scaling bei der Auflösung gibt.

Bzgl. Stromverbrauch:
Habe meine RTX3070 per LACT auf den gleichen Wert limitiert wie bei Win11 und trotzdem liegt der Gesamtverbrauch des Systems + Monitor bei 270W im Vergleich zu 230W bei Win11. Der Mehrverbrauch ist also eher bei Chipsatz, CPU etc. zu suchen. Ist da etwas bekannt?

Bzgl. Skalierung:
Habe öfters Probleme wenn die Skalierung eingeschaltet ist z.B. Linux Context-Menus die nur teilweise angezeigt werden, nur teilweise "Vergrößerung" der Linux GUI (z.B. Mauszeiger und Taskbar werden nicht vergrößert) oder fehlerhafte Darstellung von Proton unterstützten Apps wie dem Battle.net Launcher. Ist das ein bekannter Fehler und gibt es fixes?
 
Was den Energieverbrauch angeht: Der Scheduler steht meist auf "performance", sprich: Dampf! Da das aber extrem Distributionsabhängig ist (und ich nur Ahnung von Arch habe) ist da während des Distro-Hoppings jede Forschung und ERklärung quasi Perlen vor die Säue.
Was Sklaierung angeht: Das kann nur KDE richtig, alle anderen eher so "meh". Sobald Proton dazu kommt wirds kompliziert, und Bnet ist nochmal ne Spur kackiger...
 
Zu Linux Mint 22.3, falls ihr, so wie ich, das neue Startmenu euch überhaupt nicht gefällt.
Es gibt eine Möglichkeit das alte zu behalten.

Der "Hacker" Weg: https://mastodon.social/@gnulinuxuser/115770053003275790
Der "faule" Weg: Unter Applets nach dem Classic Menu von fredcw suchen und installieren.

Das normale Menu in Applets ausschalten und über die Taskleiste, rechts Klick, den Leistenbearbeitungsmodus aktivieren. Dann das Startmenu hinschieben wo man möchte. Und fertig.

Keine Ahnung warum die Cinnamon Devs es toll finden aus Cinnamon ein KDE zu machen. Denn wenn ich KDE möchte hole ich es mir.
 
Was den Energieverbrauch angeht: Der Scheduler steht meist auf "performance", sprich: Dampf! Da das aber extrem Distributionsabhängig ist (und ich nur Ahnung von Arch habe) ist da während des Distro-Hoppings jede Forschung und ERklärung quasi Perlen vor die Säue.
Was Sklaierung angeht: Das kann nur KDE richtig, alle anderen eher so "meh". Sobald Proton dazu kommt wirds kompliziert, und Bnet ist nochmal ne Spur kackiger...
Danke für den Tipp mit KDE. Ich habe inzwischen versucht Kubuntu zu installieren, allerdings kann Kubuntu nicht mit einer RTX3070 umgehen... (Hellblauer Bildschirm und das wars - Um Kubuntu zu installieren musste ich bereits mit "safe graphics" starten) Gibt es eine saubere Möglichkeit Ubuntu zu installieren und anschließend das Desktop Environment sauber (ohne großartige Überreste des vorherigen Desktop Environments) zu KDE zu wechseln?

Insgesamt bin ich ein wenig enttäuscht vom "realen" Stand von Linux. Gefühlt ist weiterhin ein Haufen von Kinderkrankheiten vorhanden e.g. Skalierungsprobleme (100% bei 4k 32" ist echt nicht geil - Daher brauche ich schon eine verkünftige Skalierung), Grafikkartenansteuerung, allgemeine Bugs in Menü's. Einiges lässt sich über fehlende, spezifische Treiber erklären (z.B. Nvidia) oder semioptimale Softwareimplementierung von Drittanbietern (z.B. Battle.Net auf dem Proton Layer), aber der Kern sollte schon bugfrei sein um als Daily Driver fungieren zu können (Die fehlende Unterstützung von MS Teams durch einen nativen Client (Danke Microsoft :cautious:) wird mich schon genug nerven)

Nicht falsch verstehen... Die Entwickler, welche das meistens unentgeldlich machen, liefern einen guten Job ab. Aber vielleicht sollte man sich die eine oder andere Distro sparen und gemeinsam an den Bugs von wenigen Distros arbeiten.
 
Joa, go red. Und mach nen Bogen um Ubuntu.
Deine Erwartungshaltung ist halt.... falsch. Oder zumindest nicht zielführend.
Kubuntu siollte eigentlich ohne Probleme installierbar sein, auch auf "grüner" HArdware (werd die los wenn du Spaß mit Linux haben willst), aber wie ich schon sagte: Ich mach nen GROSSEN Bogen um Canocial, auf ihre Art sind die schlimmer als Microsoft.
Skalierung kann KDE besser als Windows, aber es findet gerade ein -Umbruch in der Linuxwelt statt (weg von X11 zu Wayland), das bringt gerade tatsächlich neue Kinderkrankheiten. Grafikkartenansteuerung funktioniert undter Linux um WELTEN besser wenn der Treiber open source ist - ist der von Nvidia nicht. Am Ende beschwerst du dich über Linux, aber solltest dich bei den Herstellern bedanken - die Schuld liegt bei MS, Blizzard und VOR ALLEM Nvidia.
Und warum sollten freiwillige Leute die das aus Spaß machen ihren Spaß nicht mehr haben? Das ist zwar ein naheliegender, aber zum Scheitern verurteilter GEdanke mit den Distros.

Mein Tip ist einfach: Go Red, installier nen Debian. Oder nen Arch. ODer nen FEdora. Irgendeine der Gaming-Distros basierend auf diesen Distros.
 
Zuletzt bearbeitet:
@tonythebuilder Linux Mint ist doch erst bei 22.2?

btw:
Keine Ahnung warum die Cinnamon Devs es toll finden aus Cinnamon ein KDE zu machen. Denn wenn ich KDE möchte hole ich es mir.
KDE hat out of the box schon 3 verschiedene Startmenüs - never underestimate KDE ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
"Basierend auf" - ich dachte eher an Nobara, aber du hast natürlich recht, danke für die Warnung bzw. Korrektur/Ergänzung!
 
Ja, bei den Forks sieht das natürlich entspannter aus das stimmt. Nobara nutzt AppArmor.

Ich wollte damit auch nicht die vorgeschlagenen Distros schmälern oder sowas, ich dachte nur, meistens wechselt man ja zu Linux weil man von solchen dingen weg will da dachte ich halt dass man zumindest bei RHEL und Fedora erwähnen sollte dass man das dort nicht so ganz los bekommen dürfte (nach hause telefonieren etc). Es war nur als Ergänzung gedacht :)
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh