Ich kann das absolut nachvollziehen. Ich bin ehrlich gesagt auch schon ein bisschen gelangweilt vom Spiel. Das ist sehr ungewöhnlich, da ich sowohl in Battlefield 1 und auch 5 jeweils über 2000h verbringen konnte. Aber Battlefield 6 fühlt sich für mich sehr repetitiv an. Ich bin nicht schlecht in dem Spiel, aber trotzdem kommt kein richtiger Spielspaß auf. Ehrlich gesagt weiß ich aber auch nicht so richtig, woran es genau liegt. Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus verschiedenen Dingen.
Einerseits fühlen sich für mich die Waffen innerhalb einer Kategorie viel zu ähnlich an. Wenn ich einmal eine Waffe auf ein ordentliches Niveau ausgerüstet habe, habe ich kaum Lust eine andere zu spielen, weil diese sich sowieso fast genau gleich spielt. Ich weiß, dass das grundsätzlich nichts neues für die Battlefield-Reihe ist, aber in diesem Spiel merke ich es irgendwie umso mehr. Daran ändern auch die Anpassungsmöglichkeiten der Waffen nichts. (Zudem hat man es trotz der Anpassungsmöglichkeiten geschafft, dass fast alle Visiere Müll sind, weil der Zielpunkt einfach gigantisch fett ist)
Bei den Maps finde ich leider so ziemlich alle sehr eintönig und uninspirierend. Es gibt keine Map, bei der ich mir danach denke "Diese Karte ist so gut, die könnte ich jetzt gleich noch 2-3x hintereinander spielen". Die City-Maps kommen bei weitem nicht auf ein Niveau von Amiens, Rotterdam oder Devastation. Es gibt mir grundsätzlich zu viele Winkel, zu viele Gebäude-Innenräume und vor allem Stockwerke und Hausdächer. Ich finde, es spielt sich halt einfach nicht schön. Und auch die großen Maps sind maximal durchschnittlich. Meine liebste Karte ist noch Mirak Valley. Früher habe ich mir auch hin und wieder mal ein Fahrzeug geschnappt, aber in dem Spiel macht das einfach keinen Spaß, weil man so extrem defensiv damit spielen muss.
Zudem merkt man sehr stark, dass viele neue Spieler in das Spiel gekommen sind, die zuvor noch kein Battlefield gespielt haben. Klar, auf der einen Seite ist das begrüßenswert, da man so nicht immer die gleichen Namen sieht. Aber auf der anderen Seite ist es aber auch frustrierend, weil viele Spieler einfach die Mechaniken nicht kennen, wie z.B. das Lesen einer Mini-Map oder dass man den Defibrillator aufladen kann.
Unpopuläre Meinung: Die Wiederbelebung ist generell viel zu stark in dem Spiel. Gefühlt kann ein Support-Spieler einen ganzen Squad wiederbeleben, während man nur ein Magazin wechselt. Vielleicht sollte dieser Revive-Spam auch mal angegangen werden. Auch als Wiederbelebter nervt es oft, wenn man einfach direkt vor dem Gegner sofort wiederbelebt und gleich wieder erschossen wird. Außerdem finde ich die Support-Klasse ein wenig zu stark - man hat einfach Munition und Heilung, sowie den Defibrillator zum schnellen Wiederbeleben. Was ich damit sagen möchte: Es gibt kaum einen Grund, nicht Support zu spielen.
Zusammengefasst ist Battlefield 6 für mich ein durchschnittlicher Shooter. Kann man mal spielen, aber hat für mich nicht mehr den Wiederspielwert von älteren Teilen. Grundsätzlich ist das Spiel m.M.n. ein wenig overhyped. Ich denke, dass die Shooter-Landschaft in den letzten Jahren einfach so trocken und trist war, dass jetzt ein durchschnittliches Battlefield wie eine Erlösung erscheint. Am Ende bleibt es trotzdem durchschnittlich und lebt vor allem davon, dass andere Spiele im selben Genre noch viel schlechter sind.