[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ja, mit dem Arbeitgebermarkt merkt man wirklich. So schnell hat sich der Markt auch noch nie gedreht.

Vor 2 Jahren haben wir kaum Bewerbungen bekommen. Die, die reingekommen sind, waren teilweise absolut abgehoben.

Aktuell bekommen wir Bewerbungen, wo ein Master-Absolvent eine Bewerbung auf nen 1st-Level Support abgegeben hat.
 
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So schnell hat sich der Markt auch noch nie gedreht.
2-3 Jahre noch... Das böse Erwachen für die AG kommt. Die MErz Regierung und der Irankrieg waren 2 "glückliche Fügungen" die den Trend kurzfristig nochmal abgefangen haben, aber die mittel- und langfristige Entwicklung ist unabkehrbar.

Das schlimme wird wieder nur sein: Man könnte bereits heute gegensteuern. Man macht es sehenden Auges nicht. Weil man genau weiß, dass man nur wieder jammern muss wenn es soweit ist und die "Wirtschaftskompetenz" in DE wird zur Hilfe eilen. Okay im Mittelstand gibts sicher auch genügend, die morgens um 8 noch nicht wissen was mittags um 12 anstehen wird...

PS: Im Bekanntenkreis grad wieder 2 mal gesehen. Einer ist von einer gar nicht so kleinen Mittelstandsbude in die Chemie, fast doppeltes Gehalt bei gleicher Stelle, 40h Woche vorher mit Überstundne zu 37,5h Woche., in der ehemaligen Firma war Chef der Meinung, man bezahlt sehr gut. Anderer Fall ist man aus der Wirtschaft Mittelstand in den ÖD gewechselt. Deutlich bessere Bezahlung bei weniger Arbeit. UNd das, man halte sich fest, im Bereich Social Media/mArketing.
 
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Heute und gestern hatte ich mal einen besonders aggressiven Vertriebler, war schon dreist, aber vielleicht auch Usus.

Gestern eine Kontaktanfrage bei LinkedIn erhalten, er warb mit Obsoleszenz Management in der Instandhaltung, andere Schlagwörter wie Industrie 4.0 usw. Ich kannte ihn nicht und habe daher die Anfrage kommentarlos abgelehnt. Zumal mein Profil mit der aktuellen Position gut gepflegt ist, woraus kein bisschen Instandhaltung hervorgeht.

Heute rief mich der Empfang an, am Telefon sei ein Herr X Y von der Firma Z (und ich konnte mich aufgrund des seltenen Namens an den Kollegen aus der Kontaktanfrage erinnern) er wünsche mich zu sprechen mit irgendeinem Vorwand dem Empfang genannt. Ich habe abgelehnt und dem Empfang gesagt, er möge bitte ausrichten, dass ich kein Interesse an seinem Leistungen habe.

Zehn Minuten später erhalte ich eine Mail von dem Typen, mit deinem Portfolio und dem Satz "dass die Kontaktaufnahme telefonisch ja leider gescheitert sei".

Direkt -> Spam.

Und das, obwohl ich bei uns im Unternehmen sogar eine untypische Mail-Adresse habe:
Beispiel Max Mustermann
Mamustermann@unternehmen.de

Habe erst überlegt zu antworten, aber das führt in die falsche Richtung, vermutlich unbelehrbar.
 
Heute rief mich der Empfang an, am Telefon sei ein Herr X Y von der Firma Z (und ich konnte mich aufgrund des seltenen Namens an den Kollegen aus der Kontaktanfrage erinnern) er wünsche mich zu sprechen mit irgendeinem Vorwand dem Empfang genannt. Ich habe abgelehnt und dem Empfang gesagt, er möge bitte ausrichten, dass ich kein Interesse an seinem Leistungen habe.

Spätestens da hätte ein seriöser / nicht verzweifelter Vertriebler die Nachricht wohl verstanden. Aber ja, bei manchen schaltet der "Jagdtrieb" die Selbstwahrnehmung und den Anstand irgendwie aus. Ich hatte einen ähnlichen Fall, da stand so ein Typ direkt vor meinem Schreibtisch auf einmal. Hatte sich beim Sicherheitsdienst vorbeigeredet, ohne Termin. Da muss man fast ein gewisses "Talent" für solche Aktionen anerkennen. o_O
 
Vor kurzem gab es doch wieder ne Doku zu den Minentauchern, wenn man sich mal z.B. anschaut was die leisten müssen und dann kriegen die irgendwie 300€ Zulage im Vergleich zu ner "normalen" Einheit. Völlig verrückt, aber das macht man wohl auch nicht wegen dem Geld.
So ist es. Will jetzt dem ein oder anderen hier nicht zu nahe treten, aber ihr müsst auch mal davon weg kommen, dass viele Leute ihren Beruf nicht nur wegen des Geldes machen und den ganzen Tag im Internet rumpimmeln, sondern auch wirklich etwas besonderes leisten/erleben wollen und das Geld dabei eher nebensächlich ist.
 
Bin gerade mal wieder am überlegen den AG zu wechseln.

Aktuell TV-L E6 Stufe 4 und noch 2 1/2 Jahre bis Stufe 5

Chance auf E7 oder E8 erst in 1 1/2 bis 2 Jahren nach Auskunft vom Vorgesetzten.

Nun ist eine Stelle bei einem anderen AG ausgeschrieben.

Zu 98% gleiche Tätigkeiten (anhand des ausgeschrieben Aufgabengebiets)

Ausgeschrieben mit E9a TV-VKA

Sind ca 460€ mehr netto wenn ich die Stufe behalten kann. Sonst nur ca 200€ mehr netto.

Nachteil

30 Minuten Fahrzeit (mit Auto in die Großstadt, also eher 45 Minuten denke ich) oder 1 Stunde mit Öffis anstatt 10 Minuten bisher, dafür gibt’s einen Fahrtkostenzuschuss.

Wieder 6 Monate Probezeit

Bin grad echt hin und hergerissen ob ich mich bewerben soll.
 
Vermutlich wirst du mit Stufe 3 eingestellt werden.
Ist die Stelle unbefristet?

Ich fahre auch tgl. 40 min und oftmals nervt das echt. Gibt's ggf. Homeoffice?
 
Ist unbefristet.

Homeoffice wird möglich sein (Umfang noch unklar) aber das will ich eigentlich nicht. Hab nur 30 Quadratmeter (1 Zimmer und hab während Corona gemerkt dass das für mich von Kopf her nicht geht mit Homeoffice).
 
Kann ich dir nicht sagen.

Bin damals von VKA in L gewechselt und im L steht drin dann bei Wechsel von einem anderen Tarifvertrag die Stufe übernommen werden kann. Hab ich damals auch übernommen bekommen, weil ich es zur Bedingung gemacht hatte und mit meinem Entgeltgruppenwechsel (von 8 auf 6 begründet) hatte. Laufzeit wurde natürlich nicht übernommen.

Darum auch meine Hoffnung dass es evtl. auch umgekehrt wieder möglich ist die Stufe zu behalten.

Ich stecke jetzt seit 2021 in Stufe 4 fest (2023 war der Wechsel des AG).

Wieder zurück in Stufe 3 wäre ein herber Rückschritt weil ich ja dann wieder 3 Jahre in Stufe 3 stecke. Das wären dann in Summe 8 Jahre von Stufe 4 auf 5 :oops:.
 
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Das ist ne Erfahrungsstufe. Macht ja Sinn, dass Du deine nicht übernimmst, wenn Du bei einem neuen AG bist.
 
Ob und wie die Stufe übernommen wird, hängt vom Arbeitgeber und dem eigenen Verhandlungsgeschick ab. Bis Stufe 3 wird meist übernommen, alles drüber ist halt möglich aber muss nicht. Würde ich also vorher abklären (bei gleicher Tätigkeit sollte das eigentlich kein Problem sein).
Wie aber bereits festgestellt, beginnt dann dennoch die Laufzeit neu.

In Summe klingt es so, als lohnt sich das nur auf längere Zeit gesehen. Du tauscht aber eben Geld gegen Zeit.
 
In Summe klingt es so, als lohnt sich das nur auf längere Zeit gesehen. Du tauscht aber eben Geld gegen Zeit.

So sehe ich das langsam auch.

Aktuell kann ich zwischen 500€ und 800€ pro Monat auf die Seite legen. Kommt auf die ungeplanten Ausgaben an.

Also geht’s mir finanziell eigentlich nicht schlecht.

Mehr haben ist natürlich trotzdem schön und fürs Alter auch sinnvoll.
 
Mach es nicht. Das sind 1,5h Lebenszeit pro Arbeitstag die du damit verschwendest zur anderen Arbeit zu fahren.
Habe selber 50 Minuten eine Strecke und würde das niemals wieder unterschreiben! (Muss aber auch nur 1-2 die Woche ins Büro).
Die Stunden kannste besser inner Tankstelle arbeiten oder einfach chillen :fresse:
 
Bis Stufe 3 wird meist übernommen, alles drüber ist halt möglich aber muss nicht. Würde ich also vorher abklären (bei gleicher Tätigkeit sollte das eigentlich kein Problem sein).
Wird einem da nicht gerne erzählt warum die bisherige Erfahrung irrelevant für den Job ist und man deswegen nicht hochgestuft werden kann. Hab ich so zumindest anekdotisch im Bekanntenkreis von Leuten gehört die zum dritten mal auf irgendwelchen befristeten Stellen im ÖD sind (an Unis). Aber vlt. ist es da auch besonders mies.

Aktuell kann ich zwischen 500€ und 800€ pro Monat auf die Seite legen. Kommt auf die ungeplanten Ausgaben an.

Also geht’s mir finanziell eigentlich nicht schlecht.
Hört sich für mich so an als würden die 200€ an deinem Leben nicht wirklich was ändern außer, dass du weniger Freizeit hast wegen dem Pendeln. Auf irgendwelche "Home Office sind möglich" zusagen würde ich mich da auch nicht verlassen, dass kann sich ja plötzlich wieder ändern. Die Zeit würde ich lieber in die Vorbereitung deiner nächsten Beförderung auf der aktuellen Stelle investieren, zumindest wenn du dich dort perspektivisch siehst.
 
@Tundor kommt ganz auf die Behörde/Tätigkeit an. Gibt Behörden die übernehmen die Stufen, andere nicht. Ist halt immer auch bissl Verhandlungsgeschick und wie nötig die jemanden brauchen ;)
 
Mach es nicht. Das sind 1,5h Lebenszeit pro Arbeitstag die du damit verschwendest zur anderen Arbeit zu fahren.
Habe selber 50 Minuten eine Strecke und würde das niemals wieder unterschreiben!
Kommt immer auf die Leute und Situation an.
1,5h irgendwo chillig fahren ist halt was anderes als 1,5h durch dichten Verkehr, am besten noch Stadtverkehr im Berufsverkehr.
Ich habe 25min Fußweg, Tür zu Tür.
Da hat man dann auch gleich etwas auf dem Tagesschrittzähler. (besonders im Bürojob)
 
1,5h irgendwo chillig fahren ist halt was anderes als 1,5h durch dichten Verkehr, am besten noch Stadtverkehr im Berufsverkehr.
1,5h chillig auf der Hängematte wäre natürlich noch besser.
1,5h im Auto sind 1,5h im Auto!
Ich fahr 40km am Stück Bundesstraße, das ist auch Stressfrei aber trotzdem totale Lebenszeitverschwendung.

Dafür schaffe ich einige Hörbücher und Podcasts :fresse:
 
40 min eine Strecke sind doch nichts. Mindestens ne halbe Stunde sind's mit den Öffis doch auch meistens.

Wie schon gesagt kommt es extrem auf die Strecke an. Bin einmal in einen Job gewechselt, wo ich azyklisch fahren konnte, also der Stau war immer auf der anderen Seite. Das war himmlisch trotz insgesamt 3x so weiter Strecke. Zeitlich war es aber nicht mehr und der Stressfaktor x fach geringer.

Zumal ich einen gewissen Arbeitsweg auch gerne habe um runter zu fahren oder morgens warm zu werden. Direkt von der Arbeit ins eigene Haus fallen möchte ich nie. HO ist noch was anderes, aber die Arbeitsstelle soll bitte immer etwas weg sein.
 
Bei den Zeiten zum Arbeitsweg war das für mich bereits klar 😂 Das wäre mir keine 200€ wert, oh Gott.

10 Minuten zur Arbeit, Träumchen. Ich habe jetzt meine optimale Verbindung ins neue Büro durch Testen gefunden, und brauche so 40 Minuten mit Fahrrad und S-Bahn. Zurück 45 komplett Fahrrad. 2x die Woche, das ist echt das Maximum, was ich aushalte lol. So viel verschwendete Zeit, die ich mit der Family, Sport oder sonstwas verbringen kann
 
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Ich weiß, wie man noch besser runterkommt: Die Zeit zuhause dafür nutzen.
Hab's ja schon mal geschrieben, gehöre auch zu denen die eben genau nicht Zuhause runter kommen, weil man da ja meistens direkt in Beschlag genommen wird. Wenn ich aus meinem ho komme wartet mein Sohn meistens schon sehnsüchtig und dann ist sofort Programm. Da bin ich lieber noch ne Zeit im Auto und habe meine Gedanken für mich.

Hatte bisher einmal einen Job mit 5 min Arbeitsweg (und da hatte ich noch keine Kinder), nie wieder (oder sagen wir nicht vorzugsweise, möchte nicht da wohnen wo mein Job ist)
 
Meine Motivation ist heute auch im Keller und kaum was produktives geschafft.

Aber heute ist ja schon Vize_Freitag oder so. :d
 
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