[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Bei einer gehobenen Position würde ich das sogar noch verstehen. Aber das war eine einfache PM- bzw. Consultant-Stelle ohne Führungsverantwortung. Vier Runden klingt auch eher so als müsste in dem Laden alles vom GF abgesegnet werden von Bleistift bis neue MA.
Wir machen auch 3 Termine
- Telefonanruf von HR
- Videocall mit Teamlead + HR
- Meet the team mit standardisiertem Fragenkatalog vor Ort -> hier stellt sich heraus, dass DevOps für manche Mensche bedeutet "ich klicke mich durch irgendwelche Dialoge".

Ohne den standardisierten Fragenkatalog hätte man sicher ein paar mal die Probezeit vorzeitig beenden müssen - die Leute schreiben irgendwas in ihren CV, erzählen auch halbwegs konsistene Stories und können gar nix :).
Letzthin meinte ein Bewerber, bei der Frage, ob er denn eine simple REST-API programmatisch ansteuern kann: "ja, ich dachte, ich kann bei euch viel mehr mit k8s in die Tiefe gehen". Musste mich arg zurückzuhalten nicht sehr grob zu werden...
 
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Nein nein. Bin ich nicht. Mir haben alle gesagt, dass die guten Zeiten vorbei sind, weil ich das auch in Erwägung gezogen hatte 👍
Ich würde mir das nicht von „irgendwem“ madig reden lassen. Vor allem nicht von irgendwelchen Kollegen o.ä. Selber ausprobieren, selber Schlüsse daraus ziehen. Es finden sich immer Gründe, warum jetzt gerade nicht die beste Zeit dafür wäre. Jeder hat eine andere Lebenssituation, Risikotoleranz, Horizont usw.
Hätte ich damals auf meine Eltern gehört deren höchstes Gut es war, einen sicheren Job zu haben, würde ich immer noch in die Rentenkasse einzahlen :heul:
Das sind sie auch, zumindest für die Freelancer die das nur wegen dem Geld machen. Wenn man da ein inherentes Interesse dran hat ständig die Projekte zu wechseln, kann das natürlich trotzdem ne gute Option sein, aber der Markt ist da halt echt voll aktuell.
Ich hab da jetzt keine Studie parat, kann mir aber durchaus vorstellen das Entwickler es jetzt tatsächlich durchaus schwieriger haben. Ich als normaler IT Projektmanager bin aber weiterhin gut aus, bzw. sogar überbucht. Habe technisch kein krasses Know-how, lediglich aktuell ganz gute Projekterfahrubg in den gefragten Systemen zur richtigen Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sieht bei mir ähnlich aus. Ich muss nur den Spagat hinbekommen, so langsam vom Freelancing hin zum eigenen Kundenstamm zu kommen. Das läuft auch wirklich gut an, ab dem 01.05. sind wir in Summe 6 Personen. Ab Juli/August kommen sie dann in die Projekte, was bis jetzt auch komplett passt.
Der Vertriebler kümmert sich dann um das Füllen der Pipeline und ich hab dann endlich Luft mich um die Entwicklung der eigenen Lösungen und der Firma zu kümmern.
 
Wow, da bist du ja echt schon nen Riesenschritt gegangen. Sind die (bzw. vermutlich 5 exklusive dir) alle Festangestellt?
 
Ich hatte am Mittwoch (mal wieder) ein Teams Vorstellungsgespräch.

Ist eine riesen Bude mit 2.500MA und 1mrd Umsatz. Mal schauen ob es was wird. Bisher klingt alles super (aber das klingt es vorher ja immer. Genau so wie ich mich immer als high performer verkaufe)
 
Wow, da bist du ja echt schon nen Riesenschritt gegangen. Sind die (bzw. vermutlich 5 exklusive dir) alle Festangestellt?
Ja genau, sind alle fest angestellt. Sind dann ein recht junges Team mit einem Schnitt von 38 Jahren.
Natürlich bin ich jetzt im Stress mit Arbeitsgeräten besorgen, einrichten, Termine für Schulungen abklären und buchen, Einarbeitungsplan zu konkretisieren etc.
Daneben muss ja auch noch Geld reinkommen und Vertrieb gemacht werden.

Aber ich will mich nicht beklagen, freue mich einfach auf das was da zukünftig kommt.
 
Wow, ambitionierter Blitzstart. :eek: Ich wünsch Dir janz viel Erfolg und das nötige Quäntchen Glück, was alles etwas leichter macht!
 
Mir schwant, als müsse ich eine Entscheidung treffen. Am Montag sind zwei Wochen seit einem Bewerbungsgespräch vorbei. Großkonzern, samt "wo sehen sie sich in 5 Jahren"-Frage und einer Stunde pendeln an 2/3 Tagen die Woche. Eigentlich alles genug um dann selbst unpersönlich auf Ablehnen zu drücken. Aber irgendwas hält mich davon ab. Ist es die Neugierde?
 
Mal eine Frage...
Ich kriege einen Jahresbonus dessen Höhe vom Jahresumsatzes und verkaufter Arbeitstage/Mitarbeiter abhängt. Also dem insgesamtem Jahresergebnis der kompletten Firma.

Den Jahresumsatz vergessen wir jetzt mal. Mir geht es um die "verkauften Arbeitstage pro Mitarbeiter".
Da war das Ziel die letzten Jahre 180 Tage = 50%, 200 Tage = 100%, 220 Tage = 150%.

Nun, 2025 hatte (in Hessen) 251 Arbeitstage. Davon gehen 30 Tage Urlaub weg, bleiben also 221 Tage was man überhaupt maximal an Arbeitstagen verkaufen könnte.
Das heisst nach Adam Riese, die 220 Tag/Jahr (150%) wären generell überhaupt nur erreichbar, wenn jeder Mitarbeiter im Druchschnitt maximal 1 Tag pro Jahr krank wäre?!

Jetzt weiß ich aber von mindestens 5 Kollegen von 35 Mitarbeitern, das die sowieso nur eine 4-Tage-Woche (32h) arbeiten.

Das bedeutet:
30 Mitarbeiter erreichen maximal 221 Tage.
Die 4-Tage-Woche-Kollegen erreichen maximal 175 Tage (hängt ein bisschen davon ab an welchem Tag sie nicht arbeiten und wie die Feiertage fallen)

Also das theoretische Maximum was überhaupt erreichbar wäre ist: 30*221+5*175 / 35 = 214,5 Tage.
Wohlgemerkt, wenn kein einziger Mitarbeiter auch nur einen einzigen Tag krank wäre.

Das heisst also, die 150% ala 220 Tage sind praktisch überhaupt nicht zu erreichen. Noch nichtmal theoretisch...

Oder hab ich irgendwo einen Denkfehler?

Unberücksichtigt dessen, das der Jahresumsatz, welcher ja auch in die Bewertung einfließt, ja auch irgendwie von den verkaufen Arbeitstagen abhängt....

Eigentlich wirds sogar noch schlimmer, weil ich idR 10-15 Arbeitstage/Jahr unbezahlten Urlaub nehme. :d

Am Ende sind das (für mich) "nur" wenige 100€ Brutto/Jahr mehr oder weniger, aber was mich dabei ankotzt ist wenn damit "geworben" wird, das wenn alles "perfekt" läuft es ja mehr sein könnte, aber die pure Mathematik dann sagt: So perfekt kann es nichtmal theoretisch laufen. Von praktisch, reden wir lieber erst gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da wäre dann doch einmal zu "prüfen" ob diese 4-Tage-Woche Kollegen denn wirklich auf einer 4-Tagebasis angestellt sind, oder ob sie ihren 6,4 Stunden 5 Tagevertrag nur in den 4 Tagen abarbeiten und dieses dann intern trotzdem als 5 verkaufte Tage gebucht wird. Zusätzlich könnte es auch eine Verrechnung der abgerechneten Überstunden zu Arbeitstagen geben.
Wobei dieser 220 Tage Bonus vermutlich noch nie gezahlt werden musste. Da wären auch ohne Krankheitsfälle noch die Schulungen und Betriebsversammlungen als Negativpunkte zu sehen. Außer es werden auch Leiharbeitskräfte zu den Durchschnittsarbeitstagen der Angestellten angerechnet.
Wie dein unbezahlter Urlaub damit verrechnet wird, kann nur deine Buchhaltungsperson beantworten.
 
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