Eine bloße Begrenzung der elektrischen Leistung, ohne Leistungserhöhung des Verbrenners, würde die Autos deutlich langsamer machen. Eine Umstellung des Energieverhältnisses würde ein erneutes, langwieriges Redesign der PU nötig machen, das ist nicht einfach irgendeine Softwareumstellung. Die Motorblöcke sind für genau dieses Regelset neu entwickelt worden, man kann sie nicht spontan mal eben viel höher belasten.
Der eigentlich Fehler liegt ohnehin darin, dass die Energierückgewinnung an der Frontachse aufgegeben wurde, was ursprünglich ein wesentlicher Teil des neuen Konzepts war. Da hatten die Teams dem Hörensagen nach Schiss vor der Erfahrung von Audi. Damit hat man sich ins eigene Fleisch geschnitten.
Aber erst mal ein Rennen abwarten...
Mercedes schockte die Konkurrenz mit einem Doppelsieg in der Qualifikation zum GP Australien. Schlimmer noch war der riesige Vorsprung von acht Zehntelsekunden auf den Rest. Ferrari, Red Bull und McLaren lieferten unterschiedliche Erklärungen. Die Wahrheit ist: Mercedes hat das beste...
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Der Artikel ist eine ganz gute Erstanalyse. Es geht hier nicht wie 2014 um höhere Dauerleistung, sondern mehr darum die PU richtig einzusetzen. Mercedes hat als Werksteam natürlich ein überlegenes Wissen, wie man die Energie in der eigenen PU am besten managed. Das dürfte den Großteil des Vorsprungs ausmachen, das McLaren Chassis beispielsweise ist sicher nicht fast eine Sekunde schlechter. Das ist aber nicht uneinholbar, die Kundenteams müssen halt noch lernen.
Der Ferrari Motor ist offenbar leicht unterlegen, der kleinere Turbolader wird die Starts aber spicy machen. Red Bull muss man sehen, ohne eine Verstappen Zeit noch schwer einzuschätzen... es ist aber recht auffällig, dass die anders als andere Teams sehr wenig Gewese um den Mercedes Motor machen. Normalerweise wären die bei soetwas immer die lautesten.