[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Aber bei den meisten Leuten die sechsstellig verdienen sind wohl auch die Eltern ohnehin so wohlhabend, das sie bei Plegebedürftigkeit nicht auf Elternunterhalt von ihren Kindern angewiesen sind. Sondern die Pflegekosten mindern dann nur die Erbmasse.

Wieder so ein Bullshit. Wie im Immo Thread. Keiner kann eine Immobilie kaufen, ohne zu erben.

Nein. Ich bin weit über 100k und mein Vater hatte eine AU Rente+Pflegediesdas von knapp 3.000. Wohlhabend ist was anderes. Aber ja, ich vergesse immer, wenn man nicht gerade bei Lidl an der Kasse arbeitet, ist man wohlhabend...
 
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andere, bin aber nicht fein damit, dass es jedes Jahr überproportional noch mehr Abgaben werden weil
Wo hast du denn überproportional mehr Abgaben dieses jahr im vergleich zu einem
median einkommen? GKV? zahlen alle mehr völlig unabhängig von einkommen. Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze? Soll ich in erinnerung rufen, wie diese sich berechnet? Also, wo wurde bei dir aka hohen einkommen die abgabenlast überproportinal erhöht? Bitte konkret benennen.
 
Vlt. schlecht gewähltes Beispiel, aber auch mit 15k Netto bekommt man noch Kindergeld für seine Kinder. Ich bin übrigens sogar der Meinung, dass sich gerade wenn man ein Medianeinkommen jeder Euro den mehr verdient massiv lohnt, auch wenn es darauf Abgaben gibt. Jeder weitere Cent erhöht die Lebensqualität, während wenn man eh schon viel Kohle hat man "nur" seine Sparrate erhöht.
Ich würde es eher so sehe:

Von jedem Euro den ein Reicher mehr verdient, gehen zwar ca. 50ct Steuern ab, aber immerhin ca. 50ct davon darf der Reiche behalten.

Von jedem Euro den ein Medianverdiener verdient gehen zwar nur ca. 20ct Steuern, aber dann noch ca. 25ct Sozialabgaben, 20ct Wohngeldkürzung und ggf. noch 20ct Unterhaltsforderungen ab. Also darf er gerademal so 15-35ct davon behalten.

Wenn man einen eng getakten Alltag hat so man quasi seine Kinder im Laufschritt zur Kita bringen muss, und nahezu sämtliche Hausarbeiten und Termine an Samstagen erledigen muss, weil man Mo-Fr komplett mit Arbeit und Kinderbetreuung voll ist, dann machen einem vielleicht 150-200€ mehr Haushaltseinkommen auch nicht glücklich statt wie wenn man mit weniger Wochenstunden seine Kinder chillig in die Kita bringen kann, und etliche Hausarbeiten und Termine noch an frühen Feierabenden erledigen kann, so das das Wochenende wirklich frei ist. Und man vielleicht sogar an einem frühen Feierabend noch mit den Kindern an den Badesee kann.
 
Bitte konkret benennen.
Bei den Renten? Von den Erhöhungen sind nur abhängig Beschäftigte die über der Bemessungsgrenze verdienen betroffen.
Kannst du hier nachlesen wie Steil das angezogen hat in den letzten beiden Jahren:


Waren das zuvor 100-150€ / Monat die die Bemessungsgrenze erhöht wurde, waren es in den letzten beiden Jahren jeweils 400 bzw. 450€. Ich hab nun das zweite Jahr in folge weniger Netto als im Vorjahr (und damit ist ja die Inflation noch nichtmal berücksichtigt).

Mir ist schon klar, dass davon eigentlich alle Angestellten betroffen sind, denn wer darunter ist hat dafür jetzt weniger Rentenpunkte. Ist halt die Selbe verarsche in grün, checken nur die wenigsten wenn ihr Netto nicht weniger wird sieht es so aus als wäre alles beim Alten. Und dann wird ja noch rumphantasiert, dass man auch noch die GKV Bemessungsgrenze auf den selben Wert wie von der Rente erhöhen sollte, damit wir nachher am besten auch noch 2.000€ / Monat in diesen Schrott buttern. Beide Systeme betreffen vermögende Leute natürlich auch nicht, denn die Zahlen keine Rente und sind Privatversichert.
 
Für mich ist "Reichtum" das was @def sagt. Die (Frei)Zeit bzw der Luxus nicht mehr arbeiten zu müssen (als man evtl tut).
Ich hab ne Führungswechel Phase genutzt um bei gleichem Gehalt 10h in der Woche weniger arbeiten zu müssen. Das war der größte Gewinn. 3 Tage die Woche bringe ich meinen kleinen um 8 in die Kita, gehe dann arbeiten, mache 1,5h sport und hole ihn um 14 Uhr ab und bin eigentlich komplett "fertig" mit meinem Tag und kann den komplett ihm widmen.
Es war ein kleiner Glücksgriff, klar, aber ich hätte auch mit Gehaltsverzicht reduziert.
 
Kannst du hier nachlesen wie Steil das angezogen hat in den letzten beiden Jahren:
Genauso steil wie die durchschnittliche Lohnsteigerung. Denn die ist die gesetzliche Grundlage für die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze. Also überproportional ist da gar nix und solltest du hier sukzessiv weniger Gehalt gehabt haben waren deine Gehaltssteigerungen unter dem allgemeinen Schnitt.
 
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mein Vater hatte eine AU Rente+Pflegediesdas von knapp 3.000.
Pflegegeld bei Pflegegrad 3 wären 599€

2.900€ - 600€ = 2.300€

Das wäre selbst wenn kein Wohneigentum besteht mehr als so mancher Arbeitnehmer verdient, und wenn dann auch Wohneigentum besteht richtig fürstlich.

Es gibt etliche Leute die arbeiten 40 Wochenstunden Vollzeit bei gerademal 1.900€ Netto, und das trotz mindestens Mittlere Reife teilweise sogar Fachabi oder Abi, 2-3 Jahre Ausbildung und nochmal 2-5 Jahre Berufserfahrung. Und haben auch kein Wohneigentum.

Zudem müssen sie auch viel mehr für die Kfz-Versicherung zahlen wie Rentner.
 
Das ist ne steile These und extrem verallgemeinert. Was bedeutet Reich sein ueberhaupt? Das definiert jeder fuer sich selbst. Ich sehe mich als finanziell gut aufgestellt an. Eventuell mag man dazu ‚reich‘ sagen. Brauch ich mehr Kohle? Noe, juckt mich nich die Bohne. Habe alles was ich brauche und kann frei entscheiden wann ich was mit wem mache. Das ist fuer mich Reichtum. Die Zahl aufm Konto is mir herzlich egal. Das moegen andere vllt. Anders handhaben, mir is das recht wumpe. Es ist mir
im uebrigen auch egal ob ich Markenklamotten trage oder sonstiger Bullshit der gern mit ‚reichen‘ in Verbindung gebracht wird. Irgendwann wenn‘s ‚klick‘ in der Ruebe macht und man genug Einkommen generiert dann aendert sich die Prio auf nutzbare Zeit, nerven schonen etc… mag jetzt vllt. Alles ueberheblich klingen oder sonstwas, is mir aber recht egal - so seh ich das Thema
Sehe ich anders, "genug" gibt es nicht. Allerdings heißt das auch nicht dass man wie Dagobert Duck ständig dem Geld hinterher hechelt. Trotzdem vergleiche ich mich nicht mit unten sondern mit weiter oben, da will ich auch hin. Und sollte ich da ankommen schaue ich wieder nach weiter oben. Stillstand ist der Tod.

Das bedeutet nicht, dass man das Leben nicht genießen kann. Aber oft ist es eben auch eine "bewusste" Entscheidung, unten zu bleiben. Sei es durch Konsum oder bestimmte Entscheidungen im Leben.
 
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Zudem müssen sie auch viel mehr für die Kfz-Versicherung zahlen wie Rentner.
Eher nicht - die Beitragssteigerungen für Senioren beginnen bereits ab 65, ab 75 wird es richtig teuer, ab 85 unverschämt teuer.
Aber gibt ja zumindest für beide Altersklassen "Workarounds", wen. man sich nicht zu doof anstellt.
 
Ich hab weniger Netto raus, während andere mehr haben, ist das nicht überproportional?
<Liegt aber eben nicht an der Höhe deines GEhaltes sondern deiner unterdurchschnittlichen Lohnsteigerung. Bitte nicht falsch verstehen, das ist kein ein Vorwurf oder dergleichen. Ich zeige nur auf, dass das nicht mit deinem hohen Einkommen zu tun hat, sondern so jeden AN trifft, der unterdurchschnittlich eine Gehaltserhöhung erhält. Bei dir äußerst sich das in Und wie du richtig bemerkt hast, betrifft es jeden. Den einen so, den anderen so. Bei dir durch weniger Netto, bei den anderen durch wenige Rentenpunkte. Bei dem MEdiangehalt kommt bei Lohnsteigerungen aber im Gegensatz zu dir auch noch die kalte Progression dazu. Jemand unter der Beitragsbemessungsgrenze muss dahingehend eine in Relation noch höhere Gehaltssteigerung vorweisen um am Ende das selbe NEtto zu haben. Er muss Kalte Progression und weniger Rentenpunkte ausgleichen.

Du bist nicht überproportional betroffen. Und wen, liegt es an deinem AG. Diese Problematiken betreffen nicht nur hohe Einkommen, sie äußern sich dort nur erheblich deutlicher im Sinne von direkt sichtbar (auf dem Lohnzettel)

Und erneut wieder mal ganz deutlich. Ich bin nicht gegen eine reformierung des ganzen. Ich würde es absolut begrüssen, wenn der Spitzensteuersatz später greift, erheblich später sogar. Ich hab absolut nichts gegen geringere RV und GKV Beiträge. Was micht stört ist dieses einseitige Gejammere insbesondere bei denen, die trotz all dieser Probleme, die JEDE Einkommensschicht hat, am Ende noch mit Luxus durchs leben läuft und erheblich weniger essentielle finanzielle Ängste durchstehen muss als ein wirklich erheblicher Teil der Deutschen. Manche, sieht man hier, werden das halt nie verstehen und das immer mit ad hominem angreifen und Fakten ignorieren. Weil halt "Ich, ich, ich." ISt ja auch kein Wunder, man kommt in unserer Gesellschaft schneller an Positionen mit einer solchen Einstellung. Schneller als mit einer erheblich weniger ausgeprägten ICh Einstellung. Und as ist mit diversen Studien sogar belegbar. Je höher die POsition, desto eher sind narzistische PErsönlichkeitsstörungen wahrscheinlioch und Egoismus ausgeprägter.
 
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Manche, sieht man hier, werden das halt nie verstehen und das immer mit ad hominem angreifen und Fakten ignorieren
Ich versteh das total, hab hier schon öfters sehr transparent meine Gehaltsentwicklung gepostet. Ich hab den größten Teil meines Arbeitslebens unter unter bzw. um den Median verdient. Ist ja nicht so als wäre ich morgens auf gewacht und war plötzlich Gutverdiener, so lange ist das noch nicht her.
 
Und das so hohe einkommen allesamt nur auf dem eigenen können basieren ist halt nichts anderes als narzisstisches geblubber. Wenn es danach ginge müssten die bestverdiener allesamt prof prof dr dr sein. Sind sie aber nicht. Das gehalt spiegelt nicht den einsatzwillen allein wider und auch nicht die intelligenz. Und auf gar keinen Fall spiegelt ein Gehalt eine Mehrleistung wieder. Niemand leistet soviel mehr das es gehaälter in solcher höhe rechtfertigt im vergleich zu durchschnittlichen gehältern.

Das sehe ich anders. Einige leisten schon mehr als andere bzw. reißen sich den Ar… täglich auf um ihr Unternehmen am laufen zu halten. Die Einstellung zählt. Wenn du dafür bist, dass alle gleich verdienen wären wir ja wieder im Sozialismus angekommen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Hab ich nicht. Aber wenn ich sehe was das charakterlich mit einem machen kann, bin ich froh drüber. Bist mal wieder ein gutes Beispiel...-.-

this

Dann haben solche Leute eben auch den Bezug zu Geld verloren. Solche Leute tun mir echt leid.
Sind dann auch die, die so hochnäsig durch die Gegend laufen und von oben auf andere herabschauen...

Lese ich da Neid zwischen den Zeilen..
 
Ich versteh das total, hab hier schon öfters sehr transparent meine Gehaltsentwicklung gepostet. Ich hab den größten Teil meines Arbeitslebens unter unter bzw. um den Median verdient. Ist ja nicht so als wäre ich morgens auf gewacht und war plötzlich Gutverdiener, so lange ist das noch nicht her.
Bei mir ist es eigentlich erst in den letzten 5 Jahren so richtig abgegangen. Die meisten hier mit gutem Gehalt dürften eine Zeit lang unter oder auf dem Median verdient haben. Einstiegsgehälter von 100k sind mir eher weniger bekannt. Den Selbstständigen dürfte es ähnlich ergangen sein, dick verdienen und wenig arbeiten ab Tag 1 ist da sicherlich die Ausnahme.

Inwieweit das jetzt Verständnis für Mustis seltsame Ergüsse hier schaffen soll ist mir allerdings schleierhaft. Ich hab auch schon von 600€ im Monat gelebt (ja ist 25 Jahre her und alles war günstiger schon klar, trotzdem war es sehr wenig zum Leben), und? Schon damals hab ich den Sozialstaat in seiner bestehenden Form kritisch gesehen. Bzw meine Sichtweise in Bezug auf in was investiert werden sollte seitens des Staates (Infrastruktur, Gesundheit, Bildung) nicht geändert.
 
Wenn du dafür bist, dass alle gleich verdienen wären wir ja wieder im Sozialismus angekommen.
Das habe ich eben nicht behauptet! Die Aussage ist, das die Mehrbezahlung und die mehrleistung nicht in korrelation stehen. Niemand leistet soviel mehr, dass er das 3-4fache median einkommen und mehr objektiv wegen einer Mehrleistung verdient.

Eine menge Arbeiter mit weniger als 6 stelligen gehältern reiseen sich tagtäglcuh den arsch auf. Viele leisten körperlich und geistig mehr als mancher mit 6 stelligem gehalt.

Dieses abwerten von millionen menschen allein auf basis des gehaltes ist dich irrsinn. Und ja es ist abwertung, wenn man sein eigenes hohes gehalt damit begründet, dass man mehr leisten würde. Den es impliziert unmittelbar, dass jemand mit weniger verdienst auch weniger leistet. Und das ist absolut nicht belegbar.
Ebenso wenig verantwortung. Pfleger, erzieher, lehrer und viele sicherheistrelevante berufe haben davon jede menge. Und verdienen nicht 6 stellig. Und ich behaupte, viele würden jeder ZEit erheblich mehr VErantwortung übernehmen (und das tatsächlich und nicht nur dann, wenn es um eine Geahltsbegründung geht) werden aber weder gefragt noch wird es ihnen angeboten und sie würden es selbst dann nicht bekommen, wenn sie danach fragen würden.

Das gehalt spiegelt derartiges nicht wieder. Gehälter begründen sich nicht primär auf leistung und verantwortung. Das wird insbesondere dann auffällig, wenn man betrachtet, wo in unserer Welt besonders hohe Gehälter im Schnitt bezahlt werden.
Ist ja nicht so als wäre ich morgens auf gewacht und war plötzlich Gutverdiener, so lange ist das noch nicht her.
Hat ja keiner behauptet. HAst du damlas eigentlich in Relation weniger geleistet? und ich frage dich das jetzt nicht um dich in irgendeiner Weise blosszustellen. Bei dir kann ich aber zumindest von ner halbswegs durchdachten antwort ausgehen im gegensatz zu dem ein oder anderen.
 
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. Gehälter begründen sich nicht primär auf leistung und verantwortung.

Aber das sollten sie doch eigentlich. Verstehe deine Ansätze leider nicht, sorry.
Ich schäme mich nicht für mein Gehalt. Ich weiß, wie viel Lebenszeit ich darin investiert habe um dahin zu kommen. Ich habe auch klein angefangen. Wie die meisten hier mit solchen Gehältern.
 
Zu dem was sie sollten habe ich doch gar keine Aussage getroffen. Von welchem Ansatz sprichst du da bitte? Das 2 mal das du irgendwas nun unterstellst, was nirgends steht.

Und klein fangen alle an. Kein ceo, kein arzt hat je direkt angefangen als das, was we später wurde. Auch etwas, was jewen AN betrifft. Das ist auch nichts, was hohe gehälter von anderen unterscheidet.
 
Irgendwo hier wurde es schon ganz treffend beschrieben: Wir Arbeitnehmer, egal ob Aufstocker oder Gutverdiener, werden oft gegeneinander aufgehetzt, damit die eigentlichen Probleme an anderer Stelle nicht in den Fokus geraten.

So allgemein, wie du es darstellst, lieber Mustis, ist es eben nicht. Natürlich gibt es Menschen, die mit Vitamin B, teuren Privat-Unis oder anderen Vorteilen in gutbezahlte Positionen gekommen sind. Aber ich kenne deutlich mehr, die sich Schritt für Schritt mit vielen Entbehrungen hochgearbeitet haben. Manche hatten es leichter, weil sie auf Unterstützung ihrer Eltern bauen konnten. Andere, mich eingeschlossen, mussten sich nach einer Ausbildung für 400 Euro brutto mit Bildungskrediten und Nebenjobs durch Studium und die ersten Berufsjahre kämpfen, bis sich das Ganze mit Ende 20 / Anfang 30 langsam auszahlt.

Dass zahlreiche Berufe nicht gerecht entlohnt werden, steht außer Frage, kenne ich selbst aus dem familiären Umfeld im sozialen Bereich. Aber das rechtfertigt beileibe nicht die generelle Antipathie gegenüber Vielverdienern. Diese erhalten üblicherweise ihre Entlohnung gegen definierte Outputs, die einen Wert für die Unternehmung haben. Ansonsten sind sie schnell weg oder der variable Anteil des Gehaltes kommt nicht zum Tragen. Das ist bei passiven Einkommen grundlegend anders.
 
Das sehe ich anders. Einige leisten schon mehr als andere bzw. reißen sich den Ar… täglich auf um ihr Unternehmen am laufen zu halten. Die Einstellung zählt. Wenn du dafür bist, dass alle gleich verdienen wären wir ja wieder im Sozialismus angekommen.
Die erfolgreichsten "Unternehmer" der vergangenen 5-6a dürften Menschen wie Frau Tandler oder der Freundeskreis von Jens S. gewesen sein, die dem Staat Masken verkauft haben, weil sie genau wussten, wer gerade Freihand Masken einkaufen durfte... Ich denke die Einstellung zählt, ja :)

EDIT: Und der Sozialismus: auch im Sozialismus gab es EFH. Die hatten dann am Anfang die Leute, die Leistung gebracht haben (Wissenschaftler, Ärzte, Führungskräfte). Irgendwann kamen dann halt die gleichen Leute, die es heute auch noch gibt und meinten "ja, ich hatte das, das bekommen meine Kinder auch". Und die Korruption hat das System aufgefressen. Eigentlich ganz ähnlich wie bei uns. Als Arzt: sag' mir mal, wo sich die 60%+-Bezahlung durch Körperschaften öR und deine Auswahl an Praxissoftware noch vom Sozialismus unterscheiden?
 
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HAst du damlas eigentlich in Relation weniger geleistet?
Kommt drauf an auf was du das beziehst.
In meinem ersten Job in nem Systemhaus wo ich extern bei Kunden unterwegs war hab ich am meisten Stunden gekloppt. Häufig 50h+ teilweise am Wochenende und bekommen hab ich (vor 17 Jahren) ca. 2200€ Brutto dafür. Also von der Arbeitszeit hab ich da sicherlich mehr geleistet als heute, von der Wertschöpfung aber garantiert nicht. Wenn ich die letzten Jahre vergleiche dann würde ich sagen ich leiste heute klar mehr (Wertschöpfung) als vor 5-6 Jahren. Nicht stundenmäßig, aber im Einflussbereich. Also komplexere Projekte mit größeren Unklarheiten die ich strukturieren muss, fachliche Führung von Stakeholder Gruppen und Tech Teams, häufig mehrere Projekte parallel, etc.. Als ich die Hälfte verdient habe, hatte ich halt eine klare Aufgabe von meinem Vorgesetzten die ich erledigen musste und hab das getan, heute muss ich mir quasi selber überlegen was es überhaupt zu tun gibt und anderen sagen was jetzt die Priorität ist um zum Erfolg zu kommen.
 
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Aber ich kenne deutlich mehr, die sich Schritt für Schritt mit vielen Entbehrungen hochgearbeitet haben.
Und du meinst, das hebt sie jetzt im besonderen von anderen ab, dass sich darauf ihr hohes Gehalt begründen kann, also objektiv? subjektiv machen das die meisten ohnehin. Andere haben das selbe getan, ich würde sogar sagen, die allermeisten gehen diesen weg und arbeiten sich hoch und das zu beginn mit Entbehrungen, auch jene, die am Ende keine herausragend hohen Gehälter erreichen. Inwiefern begründet das bei dem einen ein hohes Gehalt und bei einem anderen das Mediangehalt? Stellst du hier nicht etwas sehr allgemein dar und übersiehst dabei, dass hier durch dieses "Argument" eben keine wirkliche Begründung vorliegt, weil dieses Argument eben genauso auf Personen zutrifft, die kein derart hohes Gehalt bekommen?
 
Der einzige der permanent verallgemeinert und angreift bist Du. Siehe Narzissmus. Wenn zwei am gleichen Punkt in einer Firma starten (was in meinen Azubi Jahrgängen oft passiert), der eine nach 5 Jahren Teamleiter ist, der andere noch Sachbearbeiter soll das Deiner Meinung nach nichts mit seinen Leistungen, seinen Entscheidungen, seiner Ausstrahlung oder seinem Wunsch nach mehr Verantwortung zu haben?

Ganz einfaches Beispiel, Jahre her: ich sitze mit meinem Team auf der Etage, jemand kommt rein den keiner kennt. Schaut sich ein wenig verloren um. Einer steht auf, geht hin und fragt ihn ob er helfen kann. 15 andere schauen nur kurz hin und machen dann weiter.

Es ist von vorne bis hinten einfach nur Bullshit was Du erzählst. Viele von denen, die in meinem Umfeld nach 30 Jahren noch ungefähr den gleichen Job machen wie zu Beginn haben all die tausend kleinen Gelegenheiten, in denen es gilt zu handeln einfach ausgelassen. Soll nicht heißen dass auch mal welche einfach übersehen wurden oder frustriert aufgegeben haben. Aber ich sehe da keine generelle Lotterie in den Firmen, in denen ich war.
 
Ich kann ehrlich gesagt nachvollziehen, warum dir hier so viel Gegenwind entgegenweht. Eine eigentliche Begründung habe ich aber gar nicht geliefert, sondern eine Herleitung, warum sich ein Vielverdiener nicht grundsätzlich schämen muss.

Deine Behauptung einer „Abwertung von Menschen aufgrund ihres Gehalts“ greift in diesem Zusammenhang also eher auf dich selbst zurück. Natürlich gibt es viele Berufe, die ungerecht bezahlt werden, das hat hier niemand bestritten. Dennoch ist es legitim, die finanzielle Verantwortung und den wirtschaftlichen Beitrag einer Person in die Betrachtung einzubeziehen. Geschenkt wird einem das schließlich nicht.

Meine Arbeitsstunden erzeugen heute deutlich mehr Umsatz als noch vor zehn Jahren, insofern besteht hier durchaus eine nachvollziehbare Korrelation. Und ganz ehrlich: Gerade in Berufen, in denen Verantwortung und das Wohl anderer Menschen im Mittelpunkt stehen, sehe ich viele, die einen weit größeren gesellschaftlichen Mehrwert schaffen, ohne dass dies finanziell angemessen gewürdigt wird. Das ist jedoch kein Mangel der Vielverdiener, sondern eine Systemfrage.

Du bellst den falschen Baum an.
 
Kommt drauf an auf was du das beziehst.
Das ist genau einer meiner Punkte... "Leistung" wird regelmäßig unterschiedlich bewertet. Mal werden die Wochenstunden herangezogen, dann die Wertschöpfung, dann die Verantwortung. In aller Regel das, was grad passt.
Wochenstunden wären zumindest weitgehend messbar und vergleichbar. Basierend darauf wird es aber verdammt schwer, Gehaltsgefälle zu rechtfertigen. Wertschöpfung finde ich persönlich extrem ungeeignet für die Bewertung von "Leistung". Welche Wertschöpfung betreibt ein Pfleger? Ein Erzieher? Verwaltende Tätigkeiten? Richter? Verantwortung wird auch gern genannt. Meistens nur so lange, wie es um Gehälter geht. Wenn es um tatsächliche Verantwortung geht, diese zu übernehmen, einzustehen, über den viele dann nicht das, was sie vorher als Begründung für ihr Gehalt genannt haben. Denke, dazu kennt jeder Beispiele. Zudem in der Form nicht messbar und somit schwer vergleichbar und definitiv in unserer Gesellschaft nicht gleichwertig bewertet. Sonst wären Erzieher, Pfleger und andere Berufe, die sehr viel Verantwortung innehaben, deutlich besser bezahlt. Verantwortung erschöpft sich im Kontext Gehalt regelmäßig darin, wieviel Personal man leitet.
Bliebe die Komplexität einer Tätigkeit. Da sehe ich aber auch wenig Relation. Ist der Job vieler Geschäftsführer "komplexer" als viele Berufe, die erheblich weniger verdienen?

Also ja, was ist denn nun genau diese "Leistung"? Wenn ich mich darauf berufe argumentativ, dann muss ich sie auch definieren und füllen können.

warum sich ein Vielverdiener nicht grundsätzlich schämen muss.
Ich habe zu keinem Zeitpunkt je gesagt, dass er das muss.... Ich finde ja eher, dass man darauf stolz sein und genauso die Abgaben darauf als großen Wert für die Gesellschaft werten sollte. Die "Entlohnung" dafür ist der überdurchschnittliche Lebensstandard, denn man dann immer noch hat. Es geht doch gar nicht darum, dass jemand "zu viel" verdient. Es geht darum die gedankliche Einstellung dazu mal zu hinterfragen und die Abgaben in der grundsätzlichen Form nicht als Benachteiligung/Strafe/Ungerechtigkeit zu betrachten sondern als Leistung an der Gesellschaft, auf die man mit Fug und Recht stolz sein kann.

PS: Konkret an dich mal gefragt, wenn es eine Systemfrage ist, wärest du den bereit, ein grundsätzlich faireres System zu tragen, auch wenn es bedeutet, das dein Gehalt in einem solchen weniger hoch wäre?
 
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Wir Arbeitnehmer, egal ob Aufstocker oder Gutverdiener, werden oft gegeneinander aufgehetzt, damit die eigentlichen Probleme an anderer Stelle nicht in den Fokus geraten.

Der Satz hat mich an dieses Bild erinnert.
 

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Lese ich da Neid zwischen den Zeilen..
Neid? weil ich hier nicht so abgehoben bin wie manch anderer? bestimmt nicht.
Hätte ich gerne mehr Geld am Ende des Monats über? Klar.
Aber ich komme so ganz gut über die Runden. Mehr Geld würde bedeuten ich müsste entweder studieren oder irgendwo anders arbeiten mit Personal unter meiner Führung. Will ich das? ganz ehrlich: nein
Ich bin ziemlich zufrieden mit meinem Job. Ich hab hier nette Kollgen verstehe mich allgemein mit vielen aus der gesamten Firma ziemlich gut und habe einen kurzen Arbeitsweg.
Ich arbeite hier jetzt seit etwas über einem Jahr und will das auch so schnell nicht ändern.
 
Irgendwo hier wurde es schon ganz treffend beschrieben: Wir Arbeitnehmer, egal ob Aufstocker oder Gutverdiener, werden oft gegeneinander aufgehetzt, damit die eigentlichen Probleme an anderer Stelle nicht in den Fokus geraten.
Das ist auch für mich der springende Punkt.

Es ist doch egal wieviel ich verdiene, jeder regt sich (zurecht) darüber auf wenn der Kuchen kleiner wird, weil dringend notwendige Reformen immer und immer wieder aufgeschoben werden (und man es einfach versucht mit mehr Geld bis zur nächsten Legislaturperiode).

Dafür kann niemand etwas aus der jeweiligen Gruppe. Dennoch keift man sich untereinander dafür an.
 
PS: Konkret an dich mal gefragt, wenn es eine Systemfrage ist, wärest du den bereit, ein grundsätzlich faireres System zu tragen, auch wenn es bedeutet, das dein Gehalt in einem solchen weniger hoch wäre?
Ausdrücklich ja. Sonst wäre ich in den USA geblieben. Hier ist nicht alles perfekt, aber immerhin besser. Allein bei den Themen Kinderbetreuung und Zugang zu Schulen/Universitäten, bei denen ich es in DE deutlich leichter hatte.
 
Find ich prima. Man wird nämlich keine Änderung eines Systems bewirken, wenn man selber im kleinen nicht damit anfängt. Vll kannst du die Abgaben auch für dich selber eher mit Stolz betrachten statt als Ärgernis, auch wenn sie nicht ideal verteilt und nicht ideal eingesetzt werden (was, nebenbei bemerkt, ohnehin ein Anspruch wäre, der für ein derart komplexes Gebilde wie eine Gesellschaft unmöglich umsetzbar ist). Schließlich trägst du deutlich zu dieser Gesellschaft bei. Änderungen am System werden auch eher umgesetzt, wenn man Dinge gesellschaftlich und nicht auf individueller Ebene betrachtet. Ist zumindest meine Ansicht.
 
Das ist auch für mich der springende Punkt.

Es ist doch egal wieviel ich verdiene, jeder regt sich (zurecht) darüber auf wenn der Kuchen kleiner wird, weil dringend notwendige Reformen immer und immer wieder aufgeschoben werden (und man es einfach versucht mit mehr Geld bis zur nächsten Legislaturperiode).

Dafür kann niemand etwas aus der jeweiligen Gruppe. Dennoch keift man sich untereinander dafür an.
Eigentlich keift hier nur einer alle anderen an, die genau das (zurecht) beklagen. Sollte ich irgendwann mal 200k erreichen, was ich jetzt nicht glaube lol, werden mich die Abgaben genau so nerven und dazu gibt es dann genau solche Posts.

Und ich habe es auch geschrieben als ich mich über die 20euro weniger beschwert habe dieses Jahr. Am meisten nervt dass dadurch gar nichts besser wird, man aber einfach nur weniger hat. Ob 2 Euro oder 200 ist dabei völlig egal.
 
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