[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Aber bei den meisten Leuten die sechsstellig verdienen sind wohl auch die Eltern ohnehin so wohlhabend, das sie bei Plegebedürftigkeit nicht auf Elternunterhalt von ihren Kindern angewiesen sind. Sondern die Pflegekosten mindern dann nur die Erbmasse.

Wieder so ein Bullshit. Wie im Immo Thread. Keiner kann eine Immobilie kaufen, ohne zu erben.

Nein. Ich bin weit über 100k und mein Vater hatte eine AU Rente+Pflegediesdas von knapp 3.000. Wohlhabend ist was anderes. Aber ja, ich vergesse immer, wenn man nicht gerade bei Lidl an der Kasse arbeitet, ist man wohlhabend...
 
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andere, bin aber nicht fein damit, dass es jedes Jahr überproportional noch mehr Abgaben werden weil
Wo hast du denn überproportional mehr Abgaben dieses jahr im vergleich zu einem
median einkommen? GKV? zahlen alle mehr völlig unabhängig von einkommen. Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze? Soll ich in erinnerung rufen, wie diese sich berechnet? Also, wo wurde bei dir aka hohen einkommen die abgabenlast überproportinal erhöht? Bitte konkret benennen.
 
Vlt. schlecht gewähltes Beispiel, aber auch mit 15k Netto bekommt man noch Kindergeld für seine Kinder. Ich bin übrigens sogar der Meinung, dass sich gerade wenn man ein Medianeinkommen jeder Euro den mehr verdient massiv lohnt, auch wenn es darauf Abgaben gibt. Jeder weitere Cent erhöht die Lebensqualität, während wenn man eh schon viel Kohle hat man "nur" seine Sparrate erhöht.
Ich würde es eher so sehe:

Von jedem Euro den ein Reicher mehr verdient, gehen zwar ca. 50ct Steuern ab, aber immerhin ca. 50ct davon darf der Reiche behalten.

Von jedem Euro den ein Medianverdiener verdient gehen zwar nur ca. 20ct Steuern, aber dann noch ca. 25ct Sozialabgaben, 20ct Wohngeldkürzung und ggf. noch 20ct Unterhaltsforderungen ab. Also darf er gerademal so 15-35ct davon behalten.

Wenn man einen eng getakten Alltag hat so man quasi seine Kinder im Laufschritt zur Kita bringen muss, und nahezu sämtliche Hausarbeiten und Termine an Samstagen erledigen muss, weil man Mo-Fr komplett mit Arbeit und Kinderbetreuung voll ist, dann machen einem vielleicht 150-200€ mehr Haushaltseinkommen auch nicht glücklich statt wie wenn man mit weniger Wochenstunden seine Kinder chillig in die Kita bringen kann, und etliche Hausarbeiten und Termine noch an frühen Feierabenden erledigen kann, so das das Wochenende wirklich frei ist. Und man vielleicht sogar an einem frühen Feierabend noch mit den Kindern an den Badesee kann.
 
Bitte konkret benennen.
Bei den Renten? Von den Erhöhungen sind nur abhängig Beschäftigte die über der Bemessungsgrenze verdienen betroffen.
Kannst du hier nachlesen wie Steil das angezogen hat in den letzten beiden Jahren:


Waren das zuvor 100-150€ / Monat die die Bemessungsgrenze erhöht wurde, waren es in den letzten beiden Jahren jeweils 400 bzw. 450€. Ich hab nun das zweite Jahr in folge weniger Netto als im Vorjahr (und damit ist ja die Inflation noch nichtmal berücksichtigt).

Mir ist schon klar, dass davon eigentlich alle Angestellten betroffen sind, denn wer darunter ist hat dafür jetzt weniger Rentenpunkte. Ist halt die Selbe verarsche in grün, checken nur die wenigsten wenn ihr Netto nicht weniger wird sieht es so aus als wäre alles beim Alten. Und dann wird ja noch rumphantasiert, dass man auch noch die GKV Bemessungsgrenze auf den selben Wert wie von der Rente erhöhen sollte, damit wir nachher am besten auch noch 2.000€ / Monat in diesen Schrott buttern. Beide Systeme betreffen vermögende Leute natürlich auch nicht, denn die Zahlen keine Rente und sind Privatversichert.
 
Für mich ist "Reichtum" das was @def sagt. Die (Frei)Zeit bzw der Luxus nicht mehr arbeiten zu müssen (als man evtl tut).
Ich hab ne Führungswechel Phase genutzt um bei gleichem Gehalt 10h in der Woche weniger arbeiten zu müssen. Das war der größte Gewinn. 3 Tage die Woche bringe ich meinen kleinen um 8 in die Kita, gehe dann arbeiten, mache 1,5h sport und hole ihn um 14 Uhr ab und bin eigentlich komplett "fertig" mit meinem Tag und kann den komplett ihm widmen.
Es war ein kleiner Glücksgriff, klar, aber ich hätte auch mit Gehaltsverzicht reduziert.
 
Kannst du hier nachlesen wie Steil das angezogen hat in den letzten beiden Jahren:
Genauso steil wie die durchschnittliche Lohnsteigerung. Denn die ist die gesetzliche Grundlage für die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze. Also überproportional ist da gar nix und solltest du hier sukzessiv weniger Gehalt gehabt haben waren deine Gehaltssteigerungen unter dem allgemeinen Schnitt.
 
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mein Vater hatte eine AU Rente+Pflegediesdas von knapp 3.000.
Pflegegeld bei Pflegegrad 3 wären 599€

2.900€ - 600€ = 2.300€

Das wäre selbst wenn kein Wohneigentum besteht mehr als so mancher Arbeitnehmer verdient, und wenn dann auch Wohneigentum besteht richtig fürstlich.

Es gibt etliche Leute die arbeiten 40 Wochenstunden Vollzeit bei gerademal 1.900€ Netto, und das trotz mindestens Mittlere Reife teilweise sogar Fachabi oder Abi, 2-3 Jahre Ausbildung und nochmal 2-5 Jahre Berufserfahrung. Und haben auch kein Wohneigentum.

Zudem müssen sie auch viel mehr für die Kfz-Versicherung zahlen wie Rentner.
 
Das ist ne steile These und extrem verallgemeinert. Was bedeutet Reich sein ueberhaupt? Das definiert jeder fuer sich selbst. Ich sehe mich als finanziell gut aufgestellt an. Eventuell mag man dazu ‚reich‘ sagen. Brauch ich mehr Kohle? Noe, juckt mich nich die Bohne. Habe alles was ich brauche und kann frei entscheiden wann ich was mit wem mache. Das ist fuer mich Reichtum. Die Zahl aufm Konto is mir herzlich egal. Das moegen andere vllt. Anders handhaben, mir is das recht wumpe. Es ist mir
im uebrigen auch egal ob ich Markenklamotten trage oder sonstiger Bullshit der gern mit ‚reichen‘ in Verbindung gebracht wird. Irgendwann wenn‘s ‚klick‘ in der Ruebe macht und man genug Einkommen generiert dann aendert sich die Prio auf nutzbare Zeit, nerven schonen etc… mag jetzt vllt. Alles ueberheblich klingen oder sonstwas, is mir aber recht egal - so seh ich das Thema
Sehe ich anders, "genug" gibt es nicht. Allerdings heißt das auch nicht dass man wie Dagobert Duck ständig dem Geld hinterher hechelt. Trotzdem vergleiche ich mich nicht mit unten sondern mit weiter oben, da will ich auch hin. Und sollte ich da ankommen schaue ich wieder nach weiter oben. Stillstand ist der Tod.

Das bedeutet nicht, dass man das Leben nicht genießen kann. Aber oft ist es eben auch eine "bewusste" Entscheidung, unten zu bleiben. Sei es durch Konsum oder bestimmte Entscheidungen im Leben.
 
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Zudem müssen sie auch viel mehr für die Kfz-Versicherung zahlen wie Rentner.
Eher nicht - die Beitragssteigerungen für Senioren beginnen bereits ab 65, ab 75 wird es richtig teuer, ab 85 unverschämt teuer.
Aber gibt ja zumindest für beide Altersklassen "Workarounds", wen. man sich nicht zu doof anstellt.
 
Ich hab weniger Netto raus, während andere mehr haben, ist das nicht überproportional?
<Liegt aber eben nicht an der Höhe deines GEhaltes sondern deiner unterdurchschnittlichen Lohnsteigerung. Bitte nicht falsch verstehen, das ist kein ein Vorwurf oder dergleichen. Ich zeige nur auf, dass das nicht mit deinem hohen Einkommen zu tun hat, sondern so jeden AN trifft, der unterdurchschnittlich eine Gehaltserhöhung erhält. Bei dir äußerst sich das in Und wie du richtig bemerkt hast, betrifft es jeden. Den einen so, den anderen so. Bei dir durch weniger Netto, bei den anderen durch wenige Rentenpunkte. Bei dem MEdiangehalt kommt bei Lohnsteigerungen aber im Gegensatz zu dir auch noch die kalte Progression dazu. Jemand unter der Beitragsbemessungsgrenze muss dahingehend eine in Relation noch höhere Gehaltssteigerung vorweisen um am Ende das selbe NEtto zu haben. Er muss Kalte Progression und weniger Rentenpunkte ausgleichen.

Du bist nicht überproportional betroffen. Und wen, liegt es an deinem AG. Diese Problematiken betreffen nicht nur hohe Einkommen, sie äußern sich dort nur erheblich deutlicher im Sinne von direkt sichtbar (auf dem Lohnzettel)

Und erneut wieder mal ganz deutlich. Ich bin nicht gegen eine reformierung des ganzen. Ich würde es absolut begrüssen, wenn der Spitzensteuersatz später greift, erheblich später sogar. Ich hab absolut nichts gegen geringere RV und GKV Beiträge. Was micht stört ist dieses einseitige Gejammere insbesondere bei denen, die trotz all dieser Probleme, die JEDE Einkommensschicht hat, am Ende noch mit Luxus durchs leben läuft und erheblich weniger essentielle finanzielle Ängste durchstehen muss als ein wirklich erheblicher Teil der Deutschen. Manche, sieht man hier, werden das halt nie verstehen und das immer mit ad hominem angreifen und Fakten ignorieren. Weil halt "Ich, ich, ich." ISt ja auch kein Wunder, man kommt in unserer Gesellschaft schneller an Positionen mit einer solchen Einstellung. Schneller als mit einer erheblich weniger ausgeprägten ICh Einstellung. Und as ist mit diversen Studien sogar belegbar. Je höher die POsition, desto eher sind narzistische PErsönlichkeitsstörungen wahrscheinlioch und Egoismus ausgeprägter.
 
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Manche, sieht man hier, werden das halt nie verstehen und das immer mit ad hominem angreifen und Fakten ignorieren
Ich versteh das total, hab hier schon öfters sehr transparent meine Gehaltsentwicklung gepostet. Ich hab den größten Teil meines Arbeitslebens unter unter bzw. um den Median verdient. Ist ja nicht so als wäre ich morgens auf gewacht und war plötzlich Gutverdiener, so lange ist das noch nicht her.
 
Und das so hohe einkommen allesamt nur auf dem eigenen können basieren ist halt nichts anderes als narzisstisches geblubber. Wenn es danach ginge müssten die bestverdiener allesamt prof prof dr dr sein. Sind sie aber nicht. Das gehalt spiegelt nicht den einsatzwillen allein wider und auch nicht die intelligenz. Und auf gar keinen Fall spiegelt ein Gehalt eine Mehrleistung wieder. Niemand leistet soviel mehr das es gehaälter in solcher höhe rechtfertigt im vergleich zu durchschnittlichen gehältern.

Das sehe ich anders. Einige leisten schon mehr als andere bzw. reißen sich den Ar… täglich auf um ihr Unternehmen am laufen zu halten. Die Einstellung zählt. Wenn du dafür bist, dass alle gleich verdienen wären wir ja wieder im Sozialismus angekommen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Hab ich nicht. Aber wenn ich sehe was das charakterlich mit einem machen kann, bin ich froh drüber. Bist mal wieder ein gutes Beispiel...-.-

this

Dann haben solche Leute eben auch den Bezug zu Geld verloren. Solche Leute tun mir echt leid.
Sind dann auch die, die so hochnäsig durch die Gegend laufen und von oben auf andere herabschauen...

Lese ich da Neid zwischen den Zeilen..
 
Ich versteh das total, hab hier schon öfters sehr transparent meine Gehaltsentwicklung gepostet. Ich hab den größten Teil meines Arbeitslebens unter unter bzw. um den Median verdient. Ist ja nicht so als wäre ich morgens auf gewacht und war plötzlich Gutverdiener, so lange ist das noch nicht her.
Bei mir ist es eigentlich erst in den letzten 5 Jahren so richtig abgegangen. Die meisten hier mit gutem Gehalt dürften eine Zeit lang unter oder auf dem Median verdient haben. Einstiegsgehälter von 100k sind mir eher weniger bekannt. Den Selbstständigen dürfte es ähnlich ergangen sein, dick verdienen und wenig arbeiten ab Tag 1 ist da sicherlich die Ausnahme.

Inwieweit das jetzt Verständnis für Mustis seltsame Ergüsse hier schaffen soll ist mir allerdings schleierhaft. Ich hab auch schon von 600€ im Monat gelebt (ja ist 25 Jahre her und alles war günstiger schon klar, trotzdem war es sehr wenig zum Leben), und? Schon damals hab ich den Sozialstaat in seiner bestehenden Form kritisch gesehen. Bzw meine Sichtweise in Bezug auf in was investiert werden sollte seitens des Staates (Infrastruktur, Gesundheit, Bildung) nicht geändert.
 
Wenn du dafür bist, dass alle gleich verdienen wären wir ja wieder im Sozialismus angekommen.
Das habe ich eben nicht behauptet! Die Aussage ist, das die Mehrbezahlung und die mehrleistung nicht in korrelation stehen. Niemand leistet soviel mehr, dass er das 3-4fache median einkommen und mehr objektiv wegen einer Mehrleistung verdient.

Eine menge Arbeiter mit weniger als 6 stelligen gehältern reiseen sich tagtäglcuh den arsch auf. Viele leisten körperlich und geistig mehr als mancher mit 6 stelligem gehalt.

Dieses abwerten von millionen menschen allein auf basis des gehaltes ist dich irrsinn. Und ja es ist abwertung, wenn man sein eigenes hohes gehalt damit begründet, dass man mehr leisten würde. Den es impliziert unmittelbar, dass jemand mit weniger verdienst auch weniger leistet. Und das ist absolut nicht belegbar.
Ebenso wenig verantwortung. Pfleger, erzieher, lehrer und viele sicherheistrelevante berufe haben davon jede menge. Und verdienen nicht 6 stellig. Und ich behaupte, viele würden jeder ZEit erheblich mehr VErantwortung übernehmen (und das tatsächlich und nicht nur dann, wenn es um eine Geahltsbegründung geht) werden aber weder gefragt noch wird es ihnen angeboten und sie würden es selbst dann nicht bekommen, wenn sie danach fragen würden.

Das gehalt spiegelt derartiges nicht wieder. Gehälter begründen sich nicht primär auf leistung und verantwortung. Das wird insbesondere dann auffällig, wenn man betrachtet, wo in unserer Welt besonders hohe Gehälter im Schnitt bezahlt werden.
Ist ja nicht so als wäre ich morgens auf gewacht und war plötzlich Gutverdiener, so lange ist das noch nicht her.
Hat ja keiner behauptet. HAst du damlas eigentlich in Relation weniger geleistet? und ich frage dich das jetzt nicht um dich in irgendeiner Weise blosszustellen. Bei dir kann ich aber zumindest von ner halbswegs durchdachten antwort ausgehen im gegensatz zu dem ein oder anderen.
 
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. Gehälter begründen sich nicht primär auf leistung und verantwortung.

Aber das sollten sie doch eigentlich. Verstehe deine Ansätze leider nicht, sorry.
Ich schäme mich nicht für mein Gehalt. Ich weiß, wie viel Lebenszeit ich darin investiert habe um dahin zu kommen. Ich habe auch klein angefangen. Wie die meisten hier mit solchen Gehältern.
 
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